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13.07.2026 | Konferenz | Aktuelles

Fachgebiets-Mitarbeitende mit drei Beiträgen auf dem WPSC 2026

Bild: Markus Leibenath, 2026

Das Fachgebiet ‚Landschaftsplanung und Kommunikation‘ hat auf dem World Planning Schools Congress (WPSC) im Juli in Helsinki aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt. Prof. Dr. Markus Leibenath leitete zusammen mit Prof. Dr. Ludger Gailing (BTU Cottbus) und Prof. Dr. Tanja Mölders (Universität Freiburg) eine Diskussionsrunde (Roundtable) zur Politischen Ökologie der Planung. Dazu hatten sie Prof. Dr. Mick Lennon (University College Dublin), Prof. Dr. Jonathan Metzger (KTU Stockholm) und Prof. Dr. Deike Peters (Soka University Los Angeles) als Diskutant:innen eingeladen. Das für die Planungswissenschaften noch junge Konzept der politischen Ökologie stoß auf breites Interesse und wurde rege diskutiert.

Svenja Bochinski knüpfte mit einem Vortrag an das Leitthema des WPSC ‚Peripheral Visions‘ an. Im Rahmen ihres Dissertationsvorhabens stellte sie Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt Stadtregionale, beteiligungsorientierte Landschaftspolitik ‚in the making‘ in der DFG-Forschungsgruppe Neue Suburbanität vor. Am Beispiel des Stadterweiterungsvorhaben Dietenbach in Freiburg i. Br. zeigte sie die Bedeutung von Maßstäblichkeit divergierender Nachhaltigkeitsverständnisse für die Entwicklung suburbaner Freiflächen auf. Sie argumentierte, dass skalensensible Diskursanalysen das Verständnis von Planungskonflikten um Großprojekte über den vermeintlichen Gegensatz „öffentliches Interesse an nachhaltiger Raumentwicklung vs. NIMBYs“ hinaus vertiefen können. 

Markus Leibenath stellte ebenfalls Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt Stadtregionale, beteiligungsorientierte Landschaftspolitik ‚in the making‘ vor: Er berichtete zu paradoxen Partizipationspraktiken im Zusammenhang mit dem Stadterweiterungsvorhaben Elisabeth-Aue in Berlin. Das beobachtete Handeln von Planer:innen in solchen konflikthaften Planungsprozessen ordnete er planungstheoretisch als kommunikative Planungskultur ein, die zwischen Zusammenarbeit und Kontrolle oszilliert. Diese unterschiedlichen Herangehensweisen, politisch aufgeladene Stadterweiterungsvorhaben in geordnete Planungsverfahren zu überführen, werden über das Selbstverständnis von Planer:innen als professionell und rational arbeitend zusammengehalten.