Lehre
Wissenschaftliche Arbeiten
Studien- und Abschlussarbeiten
Der Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur übernimmt gerne die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten, ebenso wie ihm zugeteilte BPS-Studienarbeiten und im Rahmen der Lehrveranstaltungen Studienarbeiten in den entsprechenden Modulfeldern. Bitte setzen Sie sich rechtzeitig mit uns in Verbindung, um eine etwaige Betreuung Ihrer Arbeit zu besprechen. Nachfolgend finden Sie außerdem den Leitfaden für wissenschaftliche Arbeiten unseres Fachgebiets.
Leitfaden für wissenschaftliche Arbeiten
Sommersemester 2026
Seminar // FUNDING ARCHITECTURE: FINANCE AND THE BUILT ENVIRONMENT SINCE THE 14TH CENTURY
Architects know that built form and financing are mutually dependent. Materials, labor, and land must always be paid
for somehow-- and changing costs can radically alter design decisions. At the same time, architectural interventions can
transform the value of land, redefine property relations, and alter labor regimes. The relationship between architecture
and money, therefore, remains unstable. This seminar in architectural history invites students to analyze the roles that
architecture has played in the creation of value, the generation of wealth, and the consolidation of global financial sys-
tems. Together, we will discuss how specific typologies and aesthetics cultivated in the North African kingdom of Mali in
the 14th century, the Southern European city of Florence in the 15th century, and the North American plantations of the
19th century, have shaped major debates in economic, political, and social history.
This is a reading and discussion-based seminar. Students read assigned texts before and during the seminar in order to
identify and discuss critical themes, arguments, and insights. All students are required to actively participate in weekly
class discussions, complete reading assignments, and contribute to the class Miro board. Each student will make one in-
class presentation on the subject of their choice related to the seminar’s topic. There are no written term-papers papers
or assignments due during the exam week.
It is possible to write a Studienarbeiten in connection to this seminar.
The first meeting will
take place on April
24th at 10 am on
Zoom.
10:00 - 11:30
Online
SWS: 2
Credits: 3
Seminar
Seminar // ENERGIELANDSCHAFTEN: WIE ENERGIE RÄUME FORMT
Energie bestimmt nicht nur, wie wir heizen und beleuchten – sie prägt maßgeblich, wie wir Raum denken, gestalten und
nutzen. Seit dem 19. Jahrhundert haben neue Energiequellen wie Kohle, Elektrizität, Öl und Sonne unsere Städte und
Landschaften grundlegend verändert. Das Seminar beleuchtet die Wechselwirkungen zwischen Energienutzung und der
damit verbundenen Transformation von Architektur, Stadt und Territorium. Die Seminarstruktur folgt einer chronolo-
gischen Abfolge ineinandergreifender Energiequellen und zeigt deren Auswirkungen auf Umwelt, räumliche Organisa-
tion und architektonische Gestaltung. Wir verbinden historische Perspektiven mit aktuellen Debatten wie beispielsweise
über die Dekarbonisierung von Städten und Land. Wöchentliche Lektüren bilden die Grundlage für die Diskussionen,
ergänzt durch Filmausschnitte, welche die mediale Darstellung von Energie und Raum im 20. Jahrhundert veranschauli-
chen.
Der Kurs richtet sich an Master- und Bachelor-Studierende der Fachrichtungen Architektur, Stadtplanung und Land-
schaftsplanung. Teilnehmende Studierende bereiten zu einem ausgewählten Wochenthema eine Präsentation vor. Die
Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Diskussionsteilnahme und Präsentation. Eine schriftliche Arbeit am Ende des
Semesters ist nicht vorgesehen; es besteht jedoch die Möglichkeit, eine Studienarbeit im Zusammenhang mit dem Sem-
inar zu erstellen.
Das Seminar wird in deutscher Sprache abgehalten. Die Lektüre wird während des Semesters bereitgestellt.
Dienstag, 18:00-20:00
Raum 0105
ASL-Neubau
A-2.1-31 / A‐1.1‐31
SWS: 2
Credits: 3
Erstes Treffen:
21.04.2026 um 18:00 Uhr
Blockseminar // BUILDING THE FRONTIER/ ERRICHTUNG EINER FRONTIER
What is the frontier? How is land turned into one? And what is the role of architecture and land management in this
process? This block seminar, open to both Bachelor and Master students, will explore these questions by focusing on the
example of Jetisu, a region at the confluence of contemporary Kazakhstan, Kyrgyzstan, and China, which was colonized
by the Russian empire during the nineteenth century. We will read, discuss, watch films, and host presentations by
artists and scholars working on this history.
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Was ist eine Frontier? Wie wird Land zu einer Frontier gemacht? Und welche Rolle spielen Architektur und Landmanagement
in diesem Prozess? Dieses Blockseminar, offen für Bachelor- und Masterstudierende, widmet sich diesen Fragen
am Beispiel von Jetisu, einer Region im Schnittpunkt des heutigen Kasachstan, Kirgisistan und China, die im 19.
Jahrhundert vom Russischen Imperium kolonisiert wurde. Das Seminar kombiniert Lektüre- und Diskussionssitzungen
mit Filmvorführungen sowie Beiträgen von Künstler:innen und Wissenschaftler:innen, die zu dieser Geschichte arbeiten.
Students will have a choice of reading and discussing either in English or in German. All readings will be made available
on Moodle. Every student will make one presentation in the course of the seminar; there is no additional examination or
written assignment, and it is possible to write a Studienarbeit in connection to this class.
Block seminar during
the Compact Week,
4-8 May 2026
Room to be
announced on moodle
SWS: 2
Credits: 3
English/German
Seminar // REGIONAL*ISMEN: THE GOOD, THE BAD AND THE UGLY
WAS:
Der architekturtheoretische Begriff des Regionalismus entstand im Kontext der Moderne als Reaktion auf den
Universalismus der internationalen Moderne und deren Anspruch auf eine einheitliche Formensprache. Dabei zeigte
sich jedoch, dass die Kategorien »regional« und »global« keinen einfachen Gegensatz bilden, sondern sich wechselseitig
hervorbringen und bedingen.
Im Seminar werden wir Regional*ismen in der Architektur als ambivalentes und umkämpftes Feld zwischen
kritischer Praxis, ideologischer Vereinfachung und politischer Instrumentalisierung untersuchen. Im Fokus stehen die
Verflechtungen mit alltäglichen Raumpraktiken, Prozesse nationaler Identitätsbildungen sowie postkoloniale Perspektive
auf Behauptungen regionaler Architekturpraxen. Regionalismus wird dabei sowohl als emanzipatorischer Ansatz einer
situierten kontextgebundenen Architektur, als auch als potenzielles Machtinstrument kultureller Homogenisierung
begriffen.
Zum zentralen Moment gehört die Fragestellung, inwiefern sich ein »kritischer« von einem »unkritischen« Regionalismus
unterscheidet, und welche (klimatischen, topografischen, historischen, kulturellen oder soziopolitischen) Faktoren den
regionalen Inhalt der Architektur prägen. Lässt sich eine »wahre« Regionalität primär über formale und stilistische
Merkmale definieren oder geht sie aus einem dynamischen, sich ständig wandelnden Kontext hervor?
WIE:
Anhand historischer und aktueller gebauter Beispiele und Texte werden wir in den Seminareinheiten regionale Architektur
im Hinblick auf ihren kritischen Gehalt analysieren, insbesondere vor dem Hintergrund gegenwärtiger Krisen des
Globalen und des erstarkten politischen Populismus. Das erlangte Wissen zur Theorien und Praxis des Regionalismus
werden wir in einem Workshop in Berlin und Potsdam in einen experimentellen Entwurf übersetzen und Ihre Entwürfe
in anschließenden Seminarsitzungen in Bezug auf die theoretischen Texte diskutieren.
EXKURSION:
Die Exkursion nach Jerewan, Armenien findet voraussichtlich in der ersten Septemberwoche statt. In Jerewan werden
wir die armenische Architektur der sozialistischen Zeit und die aktuellen Beispiele sowie die radikalen städtebaulichen
Eingriffe im Laufe des letzten Jahrhunderts studieren und mit den Expert*innen vor Ort diskutieren.
Dienstags
18:00 - 19:30
Raum 3109
Universitätsplatz 9,
ASL 1
A-1.0-40 / A-2.0-40
A-2.0-11 / A-1.0-11
SWS: 4
Credits: 6
Seminar mit Exkursion
Deutsch
Seminar // FEMINIST THEORY IN ARCHITECTURAL HISTORY
Across Europe, women make up the majority of architecture students, yet remain underrepresented in professional
practice and leadership. What structural conditions shape this imbalance, and how have feminist scholars sought to
challenge it?
This seminar introduces key texts in feminist theory and explores their impact on architectural history and criticism. Top-
ics include access to education and professional practice, critiques of the canon, gendered spaces, and the intersection
of gender with race, class, and sexuality.
A central component of the course is a hands-on archival project in collaboration with the Archiv der deutschen Frauen-
bewegung in Kassel. Working with primary sources, students will develop their own zines (self-published, visual-textual
booklets) as a way of critically engaging and presenting their research.
Please note: Participation requires availability for meetings and individual work outside of scheduled class time.
Mondays,
18:00 - 20:00 Uhr
SWS: 4
Credits: 6
Form:
Seminar
Campus Center,
Seminar Room 5
(Room 1118)