Spe­zi­el­le Trag­kon­struk­tio­nen

Sommersemester Veranstaltungsnr. | C-2.1-43
Wintersemester Veranstaltungsnr.  | C-2.1-44
Betreuung | Prof. Dr.-Ing. Julian Lienhard
 
Im Bachelorstudium werden im Rahmen der Konstruktiven Grundlagen die Grundkenntnisse der Tragkonstruktion und die Zusammenhänge zwischen Konstruktion und Entwurf vermittelt. In dem Modul Spezielle Tragkonstruktionen werden darüber hinaus vertiefende Kenntnisse von Tragkonstruktionen und ihren Wechselwirkungen mit der Gestalt und der Gebäudetechnik vermittelt. Das Modul wird mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Sommer- und Wintersemester angeboten. Im Sommersemester werden vertiefend Geschossbauten, das sind Bauten mit mehreren Geschossdecken übereinander, behandelt; im Wintersemester sind andere Bautypen der Schwerpunkt, wie Hallen, Brücken, Türme, Membranen, Schalen.
 
Das Wintersemester beginnt mit Tragwerken und Systemen für Hallen. Was ist bei Hallentragwerken besonders zu beachten, wie beeinflussen sich zu Verfügung stehende Systeme und Materialien. Die Überleitung von Hallen zu Brückentragwerken erfolgt durch deutliche Vergrößerung der Spannweiten und andere Systeme. In dem Teil Türme werden als Schwerpunkt architektonisch gestaltete Türme als Aussichtstürme und Landmarken behandelt. Als letzten Teil werden sowohl druck- als auch zugbeanspruchte Flächentragwerke, d.h. Schalen und Membrantragwerke behandelt. Analog zur historischen Entwicklung werden zunächst Regelflächen bzw. Minimalflächen vorgestellt und zum Abschluss dann die freigeformten Hybridschalen.
 
In diesen Modulen werden nicht nur die Grundlagen der jeweiligen Tragwerke behandelt, sondern auch die funktionsbedingten Randbedingungen. Bei Geschossbauten z.B. sind die Stützenabstände bei Geschoßbauten mit Büronutzung immer ein Vielfaches des Ausbaurasters; diese Ausbauraster wiederum wird von einer ganzen Reihe von funktionalen Setzungen bestimmt. (Büroorganisation, Bürogröße, unterschiedliche Nutzungen in OGs, EG und UGs). Diese funktionalen Randbedingungen werden anhand von Beispielen vorgestellt und auf ihre Auswirkungen auf den Entwurf hin diskutiert. Es erfolgen umfangreiche Analysen und eine kleine Entwurfsaufgabe, bei der das erarbeitete Wissen angewandt wird.
 
Die Module sind im Wahlpflichtbereich für alle Masterstudierende offen. Für die Vertiefung Design Research ist ein Modul verpflichtend, der andere kann im Wahlpflichtbereich bearbeitet werden.