R:34 | SoSe 2026

R:34 - ASL à la Carte

Küche braucht gutes Handwerk, Ressourcen und Kreativität, um Neues auszuprobieren. Nicht anders verhält es sich mit guter Planung und mutigem Entwerfen: Am Fachbereich ASL 06 wird in zahlreichen Konstellationen geforscht, entworfen und gelehrt – an den Schnittstellen von Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung, zwischen Disziplin und Experiment, zwischen Bestand und Zukunft. 


Die Welt von Morgen entsteht durch die Qualität einzelner Projekte – und durch die Kooperationen und die gelebte Interdisziplinarität, die unseren Fachbereich auszeichnen. 


Die Verkostung erfolgt dieses Semester als Häppchen in thematischer Reihung, die jeweils begleitet von einer Sommelière thematische Rundgänge anbietet, Verbindungen aufzeigt und zur gemeinsamen Reflexion einlädt. 

Die ausstellenden Projekte werden hierfür folgenden inhaltlichen Menüpunkten zugeordnet:

• NHW, Nachhaltige Quartiersentwicklung
• Zirkularität & Material Re-Use
• Partizipation, Co-Kreation, Teilhabe an Planung
• Zukunft von Berufsstand und Arbeitswelt
• Ressource Infrastruktur
• Bauen im Bestand, Strukturen
• Bauen im Bestand, Schwerpunkt Wohnen
• Ressource ländlicher Raum
• Perspektivwechsel, Wahrnehmung, Darstellung
• Junges Gemüse (Einführungsprojekte)

Termin

Ausstellung
14. bis 16. Juli 2026

Organisation

Impressionen

Bild: Maike Schirra

Auswahl von Projekten

Diemel 2.0 – Initialmaßnahmen analysieren, bewerten und übertragen

Fachgebiet Gewässerökologie in der Landschaftsplanung

„Diemel 2.0“ beschäftigt sich mit der Renaturierung der Unteren Diemel und untersucht, wie sich bereits umgesetzte Maßnahmen auf die ökologische Entwicklung des Flusses auswirken. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Förderung natürlicher Eigendynamik zur Verbesserung der Gewässerstruktur beitragen kann. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen wird ein weiteres Teilgebiet analysiert und dafür ein Entwicklungskonzept mit geeigneten Renaturierungsmaßnahmen entwickelt.


LandesGartenCiao – Auf der Suche nach einem zukunftsfähigen Nachnutzungskonzept für das LGS-Gelände in Nordhausen

Fachgebiet Freiraumplanung

22 Jahre nach der Landesgartenschau 2004 steht die „Neue Mitte“ auf dem Petersberg in Nordhausen vor einer Reihe ökologischer, sozialer und finanzieller Herausforderungen. Im Projekt wurden daher im engen Austausch mit der Stadtverwaltung nachhaltige Zukunftsbilder und Nachnutzungskonzepte für das Gelände gesucht und räumliche Entwürfe und Strategien für einen resilienten Freiraum entwickelt. Nach Projektabschluss werden die Ergebnisse der Stadt Nordhausen übergeben.


Nachhaltiges Klima und Mobilität im Schillerviertel

Fachgebiet Stadterneuerung und Planungstheorie

Wie kann eine nachhaltige Quartiersentwicklung im Schillerviertel, einem heterogenen Quartier zwischen Bahnhof und Innenstadt, aussehen? Mit dieser Fragestellung befasste sich das interdisziplinäre Projekt der Fachgebiete Stadterneuerung und Planungstheorie sowie Radverkehr und Nahmobilität. Auf Basis einer umfassenden Bestandsanalyse, die unter anderem Stakeholder-Interviews umfasste, wurde eine Strategie für eine klimafreundliche, barrierefreie und lebendige Quartiersentwicklung erarbeitet. Das Projekt findet in Kooperation mit dem Fachbereich 14, Fachgebiet Radverkehr und Nahmobilität, statt.


Fuldatürme

Fachgebiet Tragwerksentwurf

Das Vertiefungsprojekt entwickelt Entwürfe für ein Ensemble von Holzhochhäusern entlang der Fulda in Kassel. Ausgangspunkt ist der aktuelle NHW Award („Live different! im Wesertor“). Ziel des Projekts ist es, das Potenzial des Holzbaus im Hochhausmaßstab architektonisch, konstruktiv und städtebaulich zu untersuchen. Städtebauliche Ansätze für die Nachverdichtung, Nutzungskonzepte, Produktivität und Fragen der Energiegewinnung werden eigenständig entwickelt. 


Diskursive Räume – Parliament(s) of Water: Floating Spaces of Democracy

Fachgebiet Entwerfen und Gebäudelehre

Dieses Studio unter der Leitung von Prof. Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs und M.Sc. Büşra Balaban entwickelt schwimmende „Parlamente des Wassers“ als Räume, die dem Wasser eine Stimme geben. Jedes Projekt beschäftigt sich mit einem spezifischen Gewässer und entwickelt räumliche sowie architektonische Antworten auf dessen ökologische, politische und soziale Bedingungen. Das Studio untersucht demokratische, dialogische und spekulative Architekturen, die oft unsichtbare Probleme des Wassers sichtbar machen. Dabei entstehen neue Räume der Versammlung, in denen menschliche und mehr-als-menschliche Akteure koexistieren und miteinander in Dialog treten können.