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Neue Ausgabe Juli 2026 Zeitschrift: DIAS - Digitales Arbeits- und Sozialrecht
Die 2025 neu aufgelegte Fachzeitschrift "DIAS - Digitales Arbeits- und Sozialrecht" beleuchtet aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Digitalisierung, Arbeitswelt und Sozialrecht. Herausgegeben von Prof. Dr. Isabell Hensel/Uni Kassel und Dr. Ernesto Klengel/HSI, bietet DIAS fundierte Analysen, Debattenbeiträge und Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis – für alle, die das digitale Arbeits- und Sozialrecht mitgestalten. Seit Herbst 2025 wird DIAS dabei begleitet von einem wissenschaftlichen Beirat, dem seitens der Universität Kassel Prof. Dr. Judith Brockmann und Prof. Dr. Gerrit Hornung angehören.
Die Juliausgabe DIAS 2/2026 mit dem Schwerpunktthema "Digitalisierung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung" nimmt in den Blick, dass Digitalisierung mehr Teilhabe durch neue Möglichkeiten bei Kommunikation, Bildung und Arbeitspraxis eröffnen soll. Werden dabei digitale Systeme nicht barrierefrei gestaltet, können neue Hürden und Diskriminierungsrisiken entstehen. Im Fokus stehen die rechtlichen Grundlagen digitaler Barrierefreiheit und die infrastrukturellen Rahmenbedingungen von KI.
Der rechtliche Fachbeitrag von Hlava/Trienekens, "Rechtliche Grundlagen digitaler Barrierefreiheit bei der Inanspruchnahme von Sozialleistungen und im Arbeitsleben", analysiert die rechtlichen Grundlagen digitaler Barrierefreiheit im Arbeits- und Sozialrecht und spannt den Bogen von u.a. der UN-Behindertenrechtskonvention über das Unionsrecht bis hin zu aktuellen Entwicklungen im deutschen Recht.
Der rechtliche Fachbeitrag von Busch, "Der Rechtsrahmen des Einsatzes künstlicher Intelligenz nach der KI-Verordnung für Menschen mit Behinderungen einschließlich chronischer Erkrankungen im Arbeitsleben", analysiert die Schnittstellen von Arbeitsschutz-, Rehabilitations- und Teilhaberecht und beleuchtet die neuen Vorgaben der KI-Verordnung, die auch die Rechte von Schwerbehindertenvertretungen stärken.
Der politikwissenschaftliche Fachbeitrag von Klappheck, "Künstliche Intelligenz und Inklusion zwischen Utopie und Dystopie", hinterfragt, ob KI-Systeme tatsächlich den vielfach propagierten Beitrag zu mehr Teilhabe leisten. Die Autorin fordert eine Debatte darüber, ob KI als Lösung von Behinderung inhärent ableistisch ist und beleuchtet kritisch aktuelle Überlegungen, Neurodivergenz in Humankapital umzudeuten.
In der Rubrik »Perspektiven« zeigen Praxisbeispiele, wie Schwerbehindertenvertretungen die Digitalisierung in Betrieben aktiv mitgestalten können, ein Forschungsprojekt zum Ansatz "Barrierefreiheit by Design" wird vorgestellt und die geplanten Änderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes werden kommentiert.
Die Zeitschrift erscheint im Open Access und ist kostenfrei abrufbar unter:
http://www.dias-recht.eu
Der Newsletter "DIAS aktuell" der Hans-Böckler-Stiftung informiert über aktuelle Ausgaben.