IN­SUS­FAR

Pro­jekt­be­schrei­bung

Das übergeordnete Ziel von INSUSFAR (Innovative Lösungsansätze zur Optimierung genetischer Diversität für nachhaltige Anbausystemen der Zukunft) ist es, zum Verständnis der optimalen genetischen Diversität beizutragen, die in Weizenpopulationen für zukünftige nachhaltige Agrarsysteme benötigt wird, die auf reduzierter Bodenbearbeitung, dem Einsatz von lebenden Mulchpflanzen und anderweitig erhöhter intraspezifischer Diversität basieren.

Um diese Ziele zu erreichen, werden die vergangenen Züchtungsinnovationen auf ihre Auswirkungen auf die Anpassung an verschiedene landwirtschaftliche Systeme analysiert, um zu bestimmen, welche Weizentypen für diversifizierte nachhaltige Systeme notwendig sind. Dazu werden Modell- und reale Anbausysteme mit unterschiedlichem Input und Diversität herangezogen. Neben der Pflanzenleistung werden auch ökologische und ökonomische Parameter analysiert.

Die Ergebnisse werden auf ihre möglichen Auswirkungen auf landwirtschaftliche Praktiken und Züchtungsmethoden und -ziele untersucht, sowie auf die politischen und administrativen Maßnahmen, die zur Unterstützung einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Entwicklung notwendig sein könnten.

Da es sich bei der Züchtung um einen langfristigen Prozess handelt, ist es auch ein wichtiges Ziel, sicherzustellen, dass die im Projekt generierten Daten für zukünftige Forschungen in Open-Source-Datenbanken zur Verfügung stehen werden.

Bei­trag OPB

Das OPB trägt in mehreren Bereichen zu den Zielen des Projektes bei: Änderungen in diversen (CCP-)Weizenpopulationen unter Einfluss verschiedener Umweltbedingungen und Anbauverfahren werden bzgl. der allgemeinen Diversität (als Maß für Selektion) und Heterozygotie (als Maß für Auskreuzungen) mithilfe von genetischen Markern charakterisiert und verglichen. Ebenso werden Änderungen an Allelfrequenzen von Genen für bestimmte Eigenschaften beobachtet, um gerichtete Selektion in diesen Populationen beschreiben zu können. Weiterhin werden aus den Populationen entwickelte reinerbige Linien für eine genomweite Analyse der Assoziation von Markerallelen und Eigenschaftsausprägungen verschiedener relevanter Eigenschaften genutzt. Schließlich wird versucht, durch Einkreuzung aktuellen Sortenmaterials in die Populationen, eine kontinuierliche Verbesserung ohne Einschränkung der Diversität und Anpassungsfähigkeit der Populationen zu erreichen.