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17.03.2026

Zukunft Land: Innovationszentrum für Agrarsystemtransformation eröffnet - Beiträge des FÖL

Gemeinsam bündeln ZALF, Universität Kassel, Justus-Liebig-Universität Gießen und Hochschule Geisenheim Kompetenzen für die Zukunftsentwicklung von Land und Landwirtschaft. Am 17. und 18. März 2026 fand die Eröffnungsveranstaltung für das Innovationszentrum für Agrarsystemtransformation, kurz IAT, in Berlin und Müncheberg statt.

Am Nachmittag des 17. März fand im Futurium in Berlin mit Grußworten von Alois Rainer (Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat), Dr. Manja Schüle (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg) und Timon Gremmels (Hessischer Staatsminister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur) die feierliche Eröffnung des IAT statt. Prof. Dr. Jakob Edler (Geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI) sprach die Keynote zur Transformation der Agrarsysteme: "Systemisch, transdiziplinär, transformativ. Neue Wege braucht das Land". Ein Trialog aus Wissenschaft, Praxis und Politik mit Prof. Dr. Regina Birner (Fachgebietsleitung „Sozialer und institutioneller Wandel in der landwirtschaftlichen Entwicklung” an der Universität Hohenheim), Prof. Dr. Jakob Edler und Henrik Wendorff (Präsident des Landesbauernverband Brandenburg) leuchtete unter Moderation von Prof. Dr. Bettina Matzdorf (Co-Leitung des IAT, ZALF) die Zukunft des Zentrums aus. Eine rege Vernetzung fand anschließend beim Get-Together & Marktplatz der Reallabore und Partner statt. Dabei waren auch einige Stände der Universität Kassel Punkte der Diskussion und etliche Vertreter:innen im Austausch. 

Youtube-Video der Eröffnung (2,5 h) 
Fotos des Veranstaltungstages

Am Vormittag wurden schon von Stakeholdern aus den Regionen Zukunftsbilder für fünf Reallabore entwickelt. Frauke Deerberg und Thorsten Michaelis vom FÖL haben sich stellvertretend für die Region Nordhessen eingebracht. Hier entsteht das Reallabor Nordhessische Lössebene mit dem Schwerpunkt Intensivierte Ökologische Landwirtschaft, koordiniert von der früheren FÖL-Mitarbeiterin und Öko-Modellregion-Koordinatorin Silke Flörke. Witzenhausen wird Standort für die Modellregion und neue Professuren der Universität Kassel und ZALF im IAT.

Am 18. März fand in Müncheberg beim ZALF der inhaltliche Auftakt statt. Hier haben knapp 100 Vertreter der vier Partnereinrichtungen und Gäste an den Themen der zukünftigen Praxisforschung gearbeitet. Das FÖL war in den Cluster Sessions
"Co-designing land use systems in IAT living labs" sowie "Developing topics together: Infrastructure, data, and monitoring" vertreten. Frauke Deerberg und Thorsten Michaelis haben folgende Impulse eingebracht:

  • Agroforestry – an evolutionary step in agriculture to solve challenges related to the climate crisis (Thorsten Michaelis, Birge Wolf, Alina Gombert, Rüdiger Graß, Miriam Athmann)
  • Soil nitrogen contents in free range runs of laying hens – searching for co designed and farm applicable solutions (Frauke Deerberg, Miriam Athmann, Friedhelm Deerberg, Jürgen Heß)
  • Bridging Long-Term System Research and Practice: Co-Designing Organic Land Use Systems with perennial legume-grass-mixtures (Morten Möller, Andreas Hammelehle, Esther Mieves, Natalia Riemer, Matthias Wengert, Miriam Athmann, Fenja Klevenhusen, Christian Bruns)
  • Medicinal and aromatic crops for ecosystem services and new market opportunities (Hanna Blum, Lena Vosskuhl, Miriam Athmann, Tabata Bublitz, Tanja Jurek, Fabian Weber, Christian Herzig)
  • Extension of FAIRagro data fields for agroforestry (Thorsten Michaelis, Miriam Athmann, Morten Möller)

Am Nachmittag haben Frauke und Thorsten Impulse in die Diskussion zum übergreifenden Use Case Agroforestry eingebracht. Die Universitäten Gießen und Kassel haben Agroforstsysteme für die Forschung angelegt und seitens des ZALF und der Hochschule Geisenheim sind Anlagen geplant. Die Kompetenzen der Parter für dieses übergrefende Thema ergänzen sich und wichtige Transformationsschritte können gemeinsam bearbeitet werden.

Bild: Thorsten Michaelis
Bild: Thorsten Michaelis
Bild: Thorsten Michaelis
Bild: Thorsten Michaelis
Bild: Caro Wetzke