ITeG Ringvorlesung 2026/2027
Mittwoch,
17:00 Uhr
Programm
t.b.a.

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New Materialist perspectives have gained increasing attention in Human-Computer Interaction (HCI), offering new ways to address pressing challenges such as climate change or inequality. By foregrounding the entanglement of humans, technologies, materials, and environments, New Materialism challenges anthropocentric perspectives and narratives of technological salvation. Yet its integration into HCI research and design practice remains difficult. In this talk, I explore the promises and challenges of New Materialist HCI and present examples of how theory can be understood and transformed to inform practice. I conclude with reflections on lessons learned and future directions.
Verena Fuchsberger is Associate Professor in the Human-Computer Interaction (HCI) Division at the University of Salzburg, Austria. Her research examines the relations between humans, technologies, materials, and environments across diverse contexts, including intergenerational remote relationships, makerspaces, and industrial production. Through her current research project, Thinking with Things, she investigates how New Materialist theory can meaningfully intersect with HCI research and design practices.
KI ist nicht nur, je nach Lesart, ein materielles System, ein Objekt oder ein Akteur. Sie ist ein fortlaufender Prozess, der von verschiedenen, miteinander vernetzten Akteuren vorangetrieben wird: Entwickler, Hersteller ,Rohstoffproduzenten, Betreiber, Nutzer, und so weiter. Kurz gesagt: Hinter der KI steht eine digitale und industrielle Wertschöpfungskette. Diese Struktur wirft für das Recht und die Zuweisung von Verantwortung eine doppelte Frage auf. Das Recht muss eine Antwort darauf geben, wie die Operationen von KI-Systemen innerhalb dieser Kette als Handlungen zu verstehen ist, und daneben Regeln entwickeln, wer in der Wertschöpfungskette – welcher individuelle Akteur, womöglich sogar die Wertschöpfungskette als Kollektiv – als Verantwortungssubjekt für Schäden gelten soll.
In diesem Vortrag werde ich Vorschläge erörtern, wie Verantwortung innerhalb und in Bezug auf die KI-Wertschöpfungskette verstanden werden kann. Zu diesem Zweck werde ich mich auf sozialtheoretisch inspirierte Ansätze in der Rechtswissenschaft stützen, insbesondere auf den sozio-rechtlichen Institutionalismus.
Anna Beckers ist Professorin für Privatrecht und Gesellschaftstheorie an der Universität Maastricht, Niederlande. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf den Institutionen des Privatrechts – Vertrag, Eigentum, Haftung, Unternehmen, Wettbewerb – und deren Verhältnis zu gesellschaftlichen Veränderungen, insbesondere Digitalisierung, unternehmerische Nachhaltigkeit und Menschrechtsschutz sowie Veränderungen in der Struktur des globalen Handels. Zu letzterem Thema leitet Anna Beckers derzeit ein vom Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördertes Projekt zu Möglichkeiten und Bedingungen eines responsiven Rechts für globale Wertschöpfungsketten (CHAINLAW, ERC StG 2023-2028). Daneben liegt ein Schwerpunkt auf den haftungsrechtlichen Konsequenzen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Zu diesem Thema hat Anna Beckers vielfältig veröffentlicht, unter anderem die in Koautorenschaft bei Suhrkamp 2024 erschienene Monographie „Algorithmische Aktanten, Hybride, Schwärme: Drei Haftungsregime für künstliche Intelligenz“





