Auf den Spuren unserer Instituts-Namensgeberin…
Schon seit 2004 trägt unser Institutsgebäude den Namen Sophie-Henschel-Haus. Um mehr über die Persönlichkeit und das Leben von Sophie Henschel zu erfahren, haben wir am 17. Februar 2026 gemeinsam mit einigen Kolleginnen und Kollegen des Fachgebietes Kunststofftechnik das Henschel-Museum in Kassel besucht.
Während der Führung berichteten uns zwei ehrenamtliche Mitarbeitende des Museums von der Familien- und Firmengeschichte der Henschels, wobei besonderes Augenmerk auf Sophie Henschel und der Historie unserer Institutsgebäudes lag.
Sophie Henschel wurde nach dem frühen Tod ihres Mannes zur Alleinerbin des damals größten Lokomotivbau-Unternehmens Europas. Ein absolutes Novum für eine Zeit, in der Männer das Sagen hatten und Frauen noch nicht einmal ein Wahlrecht besaßen. Doch Sophie Henschel war ihrer Zeit weit voraus und führte als Fabrikherrin ein äußerst erfolgreiches Unternehmen.
Neben ihrer Tätigkeit als Unternehmerin war sie Mutter von vier Kindern und engagierte sich intensiv für verschiedene soziale Belange der Stadt Kassel, deren Wirkung bis heute sichtbar sind.
Unser Institutsgebäude war ursprünglich die so genannte Halle K 13 Diese wurde an das Wohnhaus der Familie Henschel angebaut und diente als Standort für die Dreherei, Schlosserei, Modellschreinerei, einen Teil der Gießerei sowie das technische Büro des Unternehmens.
Ein herzlicher Dank an das Team des Henschel-Museums für die tolle Führung. Die Einblicke in die Geschichte der Firma Henschel und das Leben von Sophie Henschel haben eindrucksvoll gezeigt, welche Bedeutung unsere Namensgeberin bis heute hat.
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Das Henschel-Museum wird ehrenamtlich betrieben und durch Spenden finanziert. Es ist jeden ersten Samstag und Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Nach Vereinbarung sind jedoch auch Besuche zu anderen Zeiten möglich. Wer die Geschichte der Firma Henschel und das Leben von Sophie Henschel näher kennenlernen möchte, sollte vorbeischauen!