Zen­trum für Rand­schicht­ana­ly­tik und Tech­nik (Zer­Tech)

ZERTECH der gemäß den Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierte Teil des Instituts wurde gegründet, um innerhalb der Hochschule kompetent, schnell und flexibel als Serviceanbieter von der reinen Messwertermittlung bis hin zur Bauteiloptimierung für Industriepartner reagieren zu können. Kundennahe Auftragsabwicklung ist damit gewährleistet. Zudem profitieren Kunden vom Synergieeffekt durch die Nähe zur Hochschule bzw. zu weiteren Disziplinen der Ingenieurwissenschaften. Somit sind umfassende Problemlösungen möglich. Während der mittlerweile langjährigen Tätigkeit als Kooperationspartner der Industrie haben sich einige Schwerpunkte in unserer Tätigkeit hervorgehoben. Einige seien nachfolgend genannt.

Qualitätskontrolle von mechanischen Oberflächenbehandlungsverfahren wie Kugelstrahlen und Festwalzen, z. B. an kugelgestrahlten Getriebezahnrädern, jegliche Art gestrahlter Federn, Ventilen etc. Unterstützung bei der Parameteroptimierung und Bemusterung von mechanisch nachzubehandelnden Neuteilen. Hier interessieren vor allem die Tiefenverteilungen von Eigenspannungen, Halbwertsbreite der Röntgeninterferenzlinien und der Härte sowie die Topographie und ggf. Veränderungen des Randschichtgefüges (Kompensation von Randoxidation usw.).

Ermittlung der Randschichteigenschaften bei spanender Bearbeitung. Hier sind z.B. die Stichworte Hartbearbeitung und Schleifbrand zu nennen. Eine wirtschaftlich ausgerichtete Verfahrensoptimierungen bedingt die Kenntnis über Parametergrenzen beim Schleifen, Drehen und Fräsen.

Bestimmung von Schweißeigenspannungen,  Ermittlung des Einflusses von Lagenaufbau, Streckenenergie, Schweißreihenfolgen und Nachbehandlung (Schleifen, Bürsten, Hämmern) auf die mechanischen Eigenschaften von Schweißnähten.

Bestimmung der Gebrauchseigenschaften wie Schwingfestigkeit, Spannungs- und Schwingungsrisskorrosion in Abhängigkeit der Randschichteigenschaften, Eigenspannungsstabilität bei thermischer und schwingender Beanspruchung.

Ermittlung von Werkstoffkenndaten z. B. für FEM-Berechnungen von Werkstoffen mit Eigenschaftsgradienten z. B. nach dem Einsatzhärten und/oder Kugelstrahlen. Hier bestehen Erfahrungen beim Prüfen von Werkstoffschichten. Typische Eigenschaften sind das Wechselverformungverhalten, zyklische Spannungs-Dehnungs-Kurven, zyklisches Kriechverhalten beim Vorliegen von Eigenspannungfeldern etc.

Schadensuntersuchungen z. T. mittels klassischer Werkstoffprüfung, Metallographie, Fraktographie usw.

An­sprech­part­ner

Dr.-Ing. D. Baunack
Tel.: +49 561 804-3657

Dr.-Ing. A. Liehr
Tel.: +49 561 804-3645

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