Derzeit laufende Projekte

Zur Zeit werden im Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik unter anderem die folgenden, von öffentlicher Seite geförderten Projekte bearbeitet:

Assistenzsystem nutzt Belegungsdaten für individuelle Empfehlungen

U-hoch-3: Unbeschwert urban unterwegs

Die Steigerung der Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel (ÖV) ist eine zentrale Komponente zur Verbesserung der Lebensqualität im urbanen Raum. Zwei Drittel der zurückgelegten Wege in Kernstädten entfallen auf Freizeitaktivitäten, Einkauf und private Erledigungen, wobei der ÖV-Nutzung oft der unbequeme Transport von Ein-käufen oder Gepäck sowie die Unsicherheit bzgl. verfügbarer Sitzplätze und des Erreichens von Anschlüssen entgegenstehen.

Deshalb wird in diesem vom Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik koordinierten Projekt ein Assistenzsystem konzipiert, das den Nutzer bedarfsgerecht entlang seiner Reisekette unterstützt. Neben der intermodalen Reiseplanung bietet es einen innovativen innerstädtischen Lieferdienst, der mit Gepäckabgabe, Transport und Zustellung die gesamte Lieferkette abdeckt. Gemeinsam mit innerstädtischen Verkehrsdienstleistern wird die Erfassung und Echtzeit-Bereitstellung von Belegungsdaten evaluiert, deren Berücksichtigung neue individuelle Adaptionsmöglichkeiten schafft. Weiterhin wird eine Anschlusssicherung konzipiert, die dem Kunden verlässliche Informationen zur Anschlusserreichung bereitstellt und durch Anmeldung von Anschlusswünschen die Sicherstellung durch die Verkehrsdienstleister ermöglicht.
Das Assistenzsystem bietet eine integrierte Lösung für die getrennte Personen- und Gepäckbeförderung und integriert Daten zu Belegung und Anschlüssen, die bisher nicht in Echtzeit bereitgestellt werden.

Am Projekt beteiligte Wissenschaftler

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt

Kooperationspartner

Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel

Förderung und Laufzeit

Bundesministerium für Bildung und Forschung, 12 / 2017 - 11 / 2018

Weitere Informationen zum Projekt


Nach oben

Arbeiter auf einer Baustelle betrachten ein virtuelles Modell

FachWerk: Fachkräftequalifizierung und -sicherung in der zukünftig digitalisierten Arbeitswelt: Multimediales Lehr- und Lernarrangement für die Adoption von IuK-Technologien im Handwerk

Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien) verbreiten sich zunehmend in nahezu allen Bereichen des privaten und beruflichen Lebens und sind für die Lebensgestaltung der Menschen heutzutage unverzichtbar. Allerdings steht das Handwerk noch am Beginn der Digitalisierung, da handwerkliche Arbeit von einem hohen Anteil an manuellen, erfahrungsbasierten und nicht automatisierbaren Tätigkeiten geprägt ist. Ein zunehmender Qualifikationsbedarf bezüglich der Nutzung von IuK-Technologien ist aber auch hier zu beobachten. Exemplarisch für das Bauhandwerk und die Elektroinnung verfolgt FachWerk das Ziel, durch die bedarfsgerechte Entwicklung und Erprobung eines multimedialen Lehr- und Lernarrangements, Fachkräfte des Handwerks für die zukünftige Nutzung der Potenziale von IuK-Technologien zu qualifizieren.

Das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik der Universität Kassel übernimmt im Rahmen des Projekts den Aufbau, die Bereitstellung und die Evaluation einer gebrauchstauglichen digitalen Lernumgebung für die Selbstlernphase. Dazu werden in der Konzeptionsphase bestehende Lernmanagementsysteme identifiziert und anhand von zuvor erhobenen Anforderungen auf ihre Einsatzeignung bewertet. Weiter wird ein Konzept der digitalen Lernumgebung erarbeitet und iterativ umgesetzt. Um die Gebrauchstauglichkeit für die Lernumgebung zu gewährleisten, werden Umsetzungen unter Einbezug der Praxispartner entwicklungsbegleitend evaluiert.

Am Projekt beteiligte Wissenschaftler

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt
Andrea Eis, M. Sc.
Johannes Funk, M. Sc.

Kooperationspartner

Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement der Universität Kassel
Universität Hannover
Berufsförderungswerk des Handwerks GmbH, Korbach
Gringel Bau + Plan GmbH, Schwalmstadt
Hübschmann Aufzüge GmbH & Co. KG, Korbach
Agentur für Arbeit, Korbach
Handwerkskammer Kassel

Förderung und Laufzeit

Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2 / 2017 - 1 / 2020


Nach oben

virtuelle Führung beim Umsteigen: grüne Linien leiten den Reisenden zum nächsten Verkehrsmittel. Der Mobilitätsagent adaptiert die geplante Mobilitätskette aufgrund einer Verspätung und versucht entsprechend der Nutzergewohnheiten die geplante Kaffeepause zu erhalten

RadAR+: Reiseassistenzsystem für dynamische Umgebungen auf Basis von Augmented Reality

Ziel des Projektes RadAR+ ist die Entwicklung eines persönlichen, adaptiv lernenden Reiseassistenz­­systems für den öffentlichen Verkehr. Insbesondere bei Verkehrsmittelwechseln wird der Nutzer bei der Orientierung und Navigation unterstützt, um so die Beanspruchung bei der Reise zu reduzieren. Der Reisende wird dabei mit den für ihn relevanten Informationen versorgt, also all jenen, die auf der individuellen Route in der aktuellen Situation für ihn nützlich sind. Das System erfasst dabei selbst­ständig die Handlungen und Bedürfnisse des Nutzers, greift auf externe Echtzeit­daten wie beispiels­weise Verspätungsinformationen zurück und integriert diese in seine Mobilitätsplanung. Dazu sammelt, filtert und wertet es die Erfahrungen aus der Vergangenheit auf dem Gerät des Nutzers aus und stellt entsprechend individueller Gewohnheiten und Bedürfnisse, wie bspw. längeren Umsteige­­zeiten von älteren oder körperlich eingeschränkten Nutzern, alternative Möglichkeiten in geeigneter Weise dar. Durch die Verwendung von Augmented-Reality-Technologien zur Darstellung von Informationen in einer Datenbrille sowie eine interaktive Sprachsteuerung entsteht eine Hands-Free-Schnittstelle, die einfach und intuitiv benutzbar ist.

Das Projektkonsortium besteht aus Forschungs-, Entwicklungs- und Anwendungspartnern, die im Verbund alle notwendigen Kompetenzen in den Bereichen Mobilität, Augmented Reality, Sprach-User Interfaces, Mensch-Maschine-Interaktion und Nutzermodellierung bündeln. Das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik der Universität Kassel ist dabei insbesondere für die benutzerzentrierte Entwicklung und Gestaltung des Systems zuständig. In allen Entwicklungsphasen von der Konzeption bis zur Evaluation werden Nutzer involviert. So wird von Anfang an dafür gesorgt, dass nötige Anpassungen an Nutzererwartungen früh identifiziert werden und es wird nachhaltig die größt­­­mögliche Gebrauchstauglichkeit und Akzeptanz der technischen Lösung gewährleistet.

Am Projekt beteiligte Wissenschaftler

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt
Dipl.-Inf. Jens Hegenberg
Elisa Klose, M. Sc.
Andrea Eis, M. Sc.

Kooperationspartner

House of Logistics & Mobility GmbH, Frankfurt am Main
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Prien am Chiemsee
HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover
Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbH, Frankfurt am Main
Ubimax GmbH, Bremen
voiceINTERconnect GmbH, Dresden
Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Hofheim am Taunus
Fraport AG, Frankfurt am Main

Förderung und Laufzeit

Bundesministerium für Bildung und Forschung, 1 / 2016 - 12 / 2018

Weitere Informationen zum Projekt


Nach oben