Forschungsschwerpunkte

Innovativ, interdisziplinär und zukunftsorientiert in den Kompetenzfeldern Natur, Technik, Kultur und Gesellschaft forschend - das ist das Kennzeichen der Universität Kassel. Unsere zentralen Forschungsschwerpunkte sind:

1. Industrielle Systemtechnik - Simulation technischer Systeme

Wie kann die industrielle Produktion und Automatisierung effektiver gestaltet werden? Welche Methoden, Simulationsverfahren und Werkstoffe sind hierfür notwendig? Der ingenieurwissenschaftliche Forschungsschwerpunkt in Kassel beschäftigt sich mit dem Entwurf komplexer technischer Systeme im Bereich Fahrzeugbau und mit Eigenschaften von Werkstoffen.

2. Nanostrukturwissenschaften

Wie können quantenmechanische Gegebenheiten kleinster Strukturen in neue Funktionalitäten umgesetzt werden? Wie wirken sich diese Strukturen in optischen, magnetischen und biotechnologischen Bauelementen aus? Und wie können diese kleinsten Strukturen überhaupt erzeugt werden? Zu diesen Fragen forschen Arbeitsgruppen aus der Biologie, der Chemie, der Physik, dem Maschinenbau, der Elektrotechnik und der Architektur gemeinsam in interdisziplinären Forschungsgruppen. Schwerpunktthemen sind hierbei die Photonik, die dreidimensionale Nanostrukturierung, die Biosensorik und die Chiralität. 

3. Empirische Bildungsforschung und Hochschulforschung

Das Bildungswesen verändert sich und steht vor großen Herausforderungen. Unter welchen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen agieren die einzelnen Bildungsbereiche zukünftig? Welchen Einfluss haben psychologische, soziologische und volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse auf die Praxis im Schul- und Hochschulalltag? Didaktik, Lehrerbildung und Hochschulforschung sind Kernthemen dieses Schwerpunktes:

4. Sozialpolitik, Entwicklungspolitik und menschenwürdige Arbeit

Menschenwürdige Arbeitplätze und faire Handelsbedingungen sind zentrale Instrumente zur Bekämpfung von Hunger und Armut in der Welt. Aber auch die nationalen Arbeitsbedingungen stehen im Blickfeld dieses Forschungsschwerpunktes. Das vielschichtige Thema wird in Kassel durch eine enge Vernetzung der gesellschaftswissenschaftlichen und agrarwissenschaftlichen Disziplinen bearbeitet:

5. Umwelt, Klima und Ernährung

Der Klimawandel und die Ernährungssicherung sind in den kommenden Jahrzehnten die zentralen Herausforderungen für die Weltgemeinschaft. In Kassel forschen Ingenieur- und Sozialwissenschaften über Funktionszusammenhänge in den Umweltsystemen und über Managementmaßnahmen zum Umgang mit den Umweltproblemen. Hierbei stehen die Themen Klima, Wasserverfügbarkeit, Stoffströme, Ernährung und Landnutzung im Mittelpunkt. 

6. Energieversorgungssysteme der Zukunft

Kasseler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler suchen im Rahmen dieses Schwerpunktes nach technischen Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energiequellen und der Effienzsteigerung bei der Energienutzung. Die Themen reichen von der Windkrafttechnik, den Photovoltaiksystemen über intelligente Stromnetze bis hin zur energieeffizienten Produktion. Parallel spielen der wirtschaftliche Betrieb und die grundsätzlichen Fragen zur Einbindung in regionale und überregionale Versorgungssysteme eine Rolle. 

Die Universität Kassel kooperiert eng mit dem in Kassel ansässigen Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und ist Mitglied im House of Energy

7. Kultur- und Geschlechterforschung

Die Geschlechterforschung hat an der Universität Kassel eine langjährige Tradition. Erweitert wurde dieser Forschungsschwerpunkt um die Kulturforschung mit dem besonderen Schwerpunkt Tier-Mensch-Beziehung. Kaum ein anderer Schwerpunkt ist so interdisziplinär aufgestellt: Die Forschergruppe besteht aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Fachdisziplinen Germanistik, Geschichte, Kunst, Ökologische Agrarwissenschaften, Politik, Philosophie und Theologie.

8. Sozialnützliche Informationstechnik-Gestaltung

Die Fortschritte in der Informations- und Kommunikationstechnik stellen moderne Gesellschaften vor neue Herausforderungen. Einerseits ermöglichen sie eine zunehmende Vernetzung, mobile Nutzung und ein effizienteres Informationsverhalten; andererseits bestehen Gefahren durch Datenmissbrauch, überforderte Nutzer und nichtausreichende Regulierung. Hier setzt die Kasseler Forschung an: