Einzelmeldungen
Einzelne Meldung
Fachgebiet LE auf der Hannovermesse 2026
Logistik und Anreise
Das Team reiste an beiden Messetagen, dem 23. und 24. April 2026, mit dem ICE nach Hannover. Die Fahrt von Kassel nach Hannover dauerte jeweils etwa 50 Minuten, was die Anreise sehr bequem, komfortabel und pünktlich machte. An beiden Messetagen wurde derselbe Fahrplan für die Hinfahrt genutzt. Durch die Fahrt mit dem ICE konnte das Team seine Zeit effizient einteilen und kam gegen 8:30 Uhr am Hauptbahnhof Hannover an. Vom Hauptbahnhof aus fuhr das Team etwa 20 Minuten mit dem Bus weiter, um zum Messegelände zu gelangen. Der günstige Fahrplan bot genügend Zeit und Flexibilität, um den ganzen Tag über an Workshops und Vorträgen teilzunehmen und verschiedene Messestände zu erkunden.
Messeüberblick Als wir auf der Hannover Messe 2026 ankamen, waren dort Teilnehmer aus vielen Ländern anwesend, darunter Studierende, Forscher, Ingenieure, Start-ups und Industrieunternehmen. Das Ausstellungsgelände war in mehrere Hallen und Technologiezonen unterteilt, was es uns erleichterte, verschiedene Themen entsprechend unseren Interessen zu erkunden. Innerhalb der Messe gab es mehrere Hauptaktivitätsbereiche wie „Interactive Formats“, „Center Stage“ und „FEMWORX“. Wir erkundeten den Bereich „Automation & Digitalization“, der zu den Haupt-Highlights der Messe gehörte. Dieser Bereich umfasste Technologien im Zusammenhang mit industrieller KI, Robotik, IIoT (Industrial Internet of Things), Smart Factories und industriellen Automatisierungssystemen. Viele Unternehmen demonstrierten echte Industrieroboter, automatisierte Fertigungssysteme und KI-basierte Plattformen. An einigen Ständen wurden autonome Roboter, Roboterarme und Echtzeit-Überwachungssysteme gezeigt, die in Fabriken zum Einsatz kommen. Es war interessant zu sehen, wie KI und Automatisierung mittlerweile in realen industriellen Anwendungen weit verbreitet sind.
Industrietechnologien und Vorführungen
Wir besuchten viele Industriestände und Technologiedemonstrationen verschiedener Länder und Unternehmen. Mehrere Stände von Automatisierungsunternehmen präsentierten industrielle Automatisierungs- und Bewegungssteuerungstechnologien, darunter Roboterarme, Fördersysteme und automatisierte Produktionslinien, die in intelligenten Fertigungsumgebungen eingesetzt werden.
Beispiele für Industrietechnologien
Ein interessanter Stand demonstrierte automatische Ladekontaktsysteme für AGVs und autonome Industriefahrzeuge. Anstelle herkömmlicher Steckladegeräte nutzt das System leitfähige Ladekontakte, die es automatisierten Robotern und mobilen Plattformen ermöglichen, sich in intelligenten Fabriken und Lagersystemen automatisch aufzuladen. Wir haben uns auch ein Exoskelett-Unterstützungssystem angesehen. Diese Technologie gewinnt in intelligenten Fabriken, im Gesundheitswesen und bei Rehabilitationsanwendungen zunehmend an Bedeutung. Das System kann das Gehen, Heben und repetitive Aufgaben unterstützen und so dazu beitragen, die Ermüdung der Mitarbeiter zu verringern und die Sicherheit in industriellen Umgebungen zu verbessern. Darüber hinaus besuchten wir den Stand von Vayo, der Technologien zur Digitalisierung von Fertigungsprozessen für PCBA-Prozesse vorstellte. Die Softwareplattform hilft dabei, das Design von Hardware-Schaltkreisen effizienter und genauer mit den Produktionslinien in der Fabrik zu verknüpfen und gleichzeitig zu prüfen, ob PCB-Designs gemäß industriellen Standards hergestellt werden können. Ein weiterer Stand war MADAM4Life, das eine ultraschallbasierte Batteriediagnostik für Lithium-Ionen-Zellen vorstellte. Die Technologie kann die Alterung und den Zustand der Batterie analysieren, ohne diese zu beschädigen, und trägt so zur Verbesserung der Lebensdauerprognose, der Sicherheit und zukünftiger Recyclingprozesse bei. Am Stand von Phoenix Contact sahen wir uns ein kommunikatives 24-V-Versorgungssystem für industrielle Automatisierungsanwendungen an. Im Gegensatz zu herkömmlichen Stromversorgungen nutzt das System eine intelligente 24-V-Gleichstromversorgung, die Betriebsdaten in Echtzeit übermitteln kann. Es kann Parameter wie Spannung, Strom und Fehlerzustände überwachen und trägt so zur Verbesserung der Systemzuverlässigkeit, der vorausschauenden Wartung und des Betriebs in Smart Factories bei. Ein weiteres interessantes Produkt war die Active Harmonic Filter (AHF)-Serie SLV, die darauf ausgelegt ist, die Netzqualität durch die Reduzierung von Oberschwingungen in elektrischen Systemen zu verbessern. Das System nutzt eine dreistufige IGBT-basierte NPC-Topologie (Neutral-Point-Clamped), die mit einer Schaltfrequenz von 20 kHz arbeitet. Es kann Oberschwingungen bis zur 51. Ordnung mit einer sehr schnellen Reaktionszeit von nur 25 Mikrosekunden kompensieren. Darüber hinaus erleichtert das modulare Steckdesign die Erweiterung der Leistungskapazität für industrielle Anwendungen. Am Stand von Planar Motor wurde zudem ein fortschrittliches industrielles Automatisierungssystem vorgeführt, das die Magnetschwebetechnologie (Maglev) nutzt.
Das System besteht aus modularen stationären Plattformen, die Magnetfelder erzeugen, um drahtlose Träger, sogenannte „Mover“, frei über die Oberfläche zu bewegen, ohne dass ein herkömmlicher mechanischer Kontakt erforderlich ist. Diese Technologie ermöglicht eine sanftere Bewegungssteuerung, geringeren mechanischen Verschleiß und anpassungsfähigere Produktionslayouts für intelligente Fertigung und automatisierte industrielle Prozesse.
FEMWORX-Aktivitäten
FEMWORX war eine Sonderveranstaltung, die sich auf die Unterstützung von Frauen in Technik und Industrie konzentrierte. Das Programm umfasste Workshops, in denen die Teilnehmerinnen Erfahrungen, Ideen und Perspektiven im Zusammenhang mit der Karriereentwicklung und dem beruflichen Wachsen in technischen Bereichen austauschen konnten. Außerdem gab es Keynotes von Ingenieurinnen und Fachfrauen aus der Industrie, die ihre Erfahrungen und Einblicke in die Arbeit in den Bereichen Ingenieurwesen und Technologie teilten. Darüber hinaus bot die Veranstaltung eine Jobwand, an der die Teilnehmerinnen Karrieremöglichkeiten, Praktika und Stellenangebote verschiedener Unternehmen erkunden konnten, die an der Rekrutierung von Fachkräften in den Bereichen Ingenieurwesen und Industrie interessiert waren.
Stadterkundung und Teamaktivitäten
Am Abend verbrachten wir auch einige Zeit damit, die Stadt Hannover zu erkunden, bevor wir nach Kassel zurückkehrten. Wir besuchten den Maschsee, der eine sehr entspannte Atmosphäre bot, insbesondere dank des angenehmen Wetters während unseres Besuchs. Außerdem aßen wir gemeinsam zu Abend und genossen eine Vielzahl von Speisen, darunter japanische Küche, vietnamesische Gerichte und Burger. Diese Aktivitäten boten dem Team eine gute Gelegenheit, sich nach den Messeaktivitäten zu entspannen und Zeit miteinander zu verbringen.