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06.05.2022

Das In­sti­tut für Mu­sik stellt vor. - Kurzin­ter­view mit Prof. Dr. Su­san­ne Dre­ß­ler

IfM: Als Musikpädagogin haben Sie in verschiedenen Kontexten gearbeitet, u.a. als Lehrerin in einem hessischen Gymnasium, als musikpädagogische Lehrkraft beim GewandhausKinderchor Leipzig, als Chorleiterin und nicht zuletzt in Lehre und Forschung an verschiedenen Hochschulen. Jetzt hat Sie der Weg nach Kassel ans Institut für Musik geführt und wir möchten Sie herzlich willkommen heißen.

SD: Vielen Dank!

IfM: Sie haben die Professur für Musikpädagogik erst seit Kurzem angetreten. Wie ist bislang Ihr erstes Gefühl?

SD: Besonders beeindruckend finde ich die Vielzahl und Vielfalt an künstlerischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Initiativen und ihre jeweilige interdisziplinäre Verzahnung. Das zeigt nicht nur eine Lebendigkeit und Aktualität des IfM, sondern ist zugleich gelebte Praxis davon, dass Musik in ihrer Gesamtheit von Menschen für Menschen gemacht (sowie vermittelt und erforscht) wird.

IfM: Wie würden Sie sich als Musikpädagogin beschreiben?

SD: Als Musikpädagogin liegt mir die Gestaltung und Erforschung der Beziehungen zwischen Menschen und Musiken in all ihren Facetten, aber insbesondere für den schulischen Kontext und dessen Umfeld am Herzen. Hierzu möchte ich in den nächsten Jahren gern meinen musikpädagogischen Beitrag für das Institut für Musik leisten.

IfM: Haben Sie dazu konkrete Pläne oder Visionen für die nächste Zukunft?

SD: Gegenwärtig sind das drei Schwerpunkte: Zunächst einmal möchte ich das IfM mit all seiner personellen und inhaltlichen Vielfalt gut kennenlernen. Zum zweiten freue ich mich darauf, wenn ich dazu beitragen kann, die Studienmöglichkeiten für diesen Standort auszugestalten und auch spezifisch weiterzuentwickeln. Das heißt, neben all den bereits bestehenden Initiativen des IfM – wie z.B. die Lernwerkstatt Musik, die Klangwerkstatt, die künstlerische Projektarbeit, die Konzert- und Ensemblevielfalt, die wissenschaftlichen Vorhaben und Kooperationen mit anderen Institutionen u.a.m. – können neue Studienformate (z.B. eine mobile Lernwerkstatt) oder konkrete musikpädagogische Projekte (wie bspw. Schulpatenschaften) eine Bereicherung sein. Schön wäre, wenn es gelänge, eine klare Profilbildung der Musikstudiengänge im Lehramtsbereich aber auch darüber hinaus für den Standort Kassel herauszustellen und dieses Studienangebot auch stark mit Stadt und Region zu verzahnen. Und als dritten Aspekt werde ich natürlich auch interdisziplinäre Vorhaben innerhalb der Universität Kassel aber auch hochschulübergreifend etwa im Bereich der Forschung und der Wissenschaftskommunikation anbahnen und weiterverfolgen. Zum Beispiel plane ich derzeit mit meiner Kollegin Prof. Dr. Annette Ziegenmeyer für November 2022 eine Tagung zum Wissenschaftstransfer in der Musikpädagogik zum Thema „Komponieren in der Schule“. 

Es gibt also viel zu tun und ich freue mich sehr auf die Tätigkeit hier am IfM in Kassel.

IfM: Wir freuen uns darauf und wünschen Ihnen viel Erfolg.