Masterarbeiten
Masterarbeiten
Die Masterarbeiten werden grundsätzlich in Projektteams bearbeitet, in denen die einzelnen Masterstudent:innen gemeinsame Fragestellungen bearbeiten.
Themen
Forschungspraktikum
(Prof. Dr. Christoph Flückiger, Dr. Juan Martin Penedo-Gomez und M.Sc. Caroline Kolle)
Alle Gruppen des Forschungspraktikums 2025/26 sind dazu eingeladen, ihre Themen zu einer Masterarbeit auszubauen.
Zusätzliche Projekte:
Alliance-outcome association
(Prof. Dr. Christoph Flückiger & team)
Based on a lasting research project across four decades, the alliance-outcome association is meta-analytically summarized on a regular basis focusing on particular topics of interests.
Familie & Psychische Gesundheit
(Dr. Ann-Katrin Job & Prof. Dr. Christoph Flückiger)
Im Rahmen des DFG-Projekts „Zukunft Familie IV: Längsschnittstudie zur Vorhersage von psychischer Gesundheit und Lebensqualität junger Erwachsener und zur Überprüfung der langfristigen Wirksamkeit einer universellen Präventionsmaßnahme“ wurden von 01/2020−01/2022 316 Familien untersucht, von denen seit dem Kindergartenalter wiederholt Eltern- und Kindvariablen erhoben wurden. Mittlerweile liegen von den Eltern und Kindern Daten über 18 Jahre vor, die längsschnittliche Analysen zu ganz unterschiedlichen Fragestellungen erlauben (z.B. zur körperlichen und psychischen Gesundheit, Substanzkonsum).
Im Rahmen des DFG-Projekts „Zukunft Familie COVID-19: Längsschnittstudie zur Vorhersage von individueller Resilienz und Schwierigkeiten im Umgang mit der COVID-19-Pandemie und deren Folgen“ werden die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Stichprobe des Zukunft Familie IV-Projekts über einen Zeitraum von einem Jahr längsschnittlich untersucht. Zu drei Messzeitpunkten im Abstand von jeweils sechs Monaten wurden in den Jahren 2020−2023 Daten zu den individuellen Auswirkungen der Pandemie sowie zur psychischen Gesundheit, Lebenszufriedenheit und zum institutionellen Vertrauen der Eltern und jungen Erwachsenen erhoben.
Weitere Informationen zu den beiden Projekten finden Sie unter:
https://www.tu-braunschweig.de/psychologie/klinische/projekte/zukunft-familie-iv
Im Rahmen der beiden Projekte werden die folgenden Masterarbeitsthemen angeboten, die alleine oder teilweise auch zu zweit bearbeitet werden können:
- Mit welchen Herausforderungen sehen sich Mitglieder der LGBTQIA*-Community konfrontiert?
- Wie entwickelt sich der Body Mass Index (BMI) vom Jugend- zum jungen Erwachsenenalter? Lassen sich Prädiktoren für Übergewicht identifizieren? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem BMI der Eltern und Kinder?
- Welche Auswirkungen hat sexuelles Risikoverhalten im Jugendalter auf das Beziehungsverhalten junger Erwachsener?
- Lässt sich die Entwicklung elterlicher Partnerschaften über 18 Jahre vorhersagen?
Klinischer Ersteindruck und ressourcenorientierte Perspektiven in der Psychotherapie
(M.Sc. Caroline Kolle & Prof. Dr. Christoph Flückiger)
In der Psychotherapie spielen erste klinische Eindrücke eine zentrale Rolle für Diagnostik, Behandlungsplanung und den therapeutischen Prozess. Gleichzeitig zeigen Befunde aus der klinischen und sozialpsychologischen Forschung, dass solche Einschätzungen anfällig für kognitive Verzerrungen sein können – etwa durch negativity oder confirmationen biases.
Das übergeordnete Forschungsprojekt untersucht experimentell, wie sich eine ressourcen- versus symptomfokussierte Perspektive auf die Wahrnehmung und Bewertung von Patientinnen und Patienten auswirkt. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und in welchem Ausmaß der Fokus auf Stärken und Ressourcen zu ausgewogeneren klinischen Einschätzungen beiträgt und welche Faktoren (z. B. Erfahrung, diagnostische Labels oder Schweregrad der Störung) diese Effekte moderieren.
Das Projekt knüpft an aktuelle Arbeiten zur Ressourcenaktivierung als Wirkmechanismus der Psychotherapie an und greift klassische Fragestellungen zu ersten klinischen Eindrücken (u. a. im Anschluss an Rosenhan) mit modernen experimentellen Designs erneut auf. Die Studien basieren auf standardisierten Fallvignetten und Videomaterial aus diagnostischen Interviews und erfassen therapeutische Einschätzungen zu Psychopathologie, Resilienz, Funktionsniveau, therapeutischer Allianz sowie weiteren prozess- und outcome-nahen Variablen.
Die Abschlussarbeiten können sowohl auf Englisch oder Deutsch verfasst warden.
Wirksamkeit des Unified Protocols in Gruppen
(Nadine Scharnowski & Prof. Dr. Christoph Flückiger)
Das Unified Protocol (Barlow et al. 2011) ist ein allgemeines kognitiv verhaltenstherapeutisches Behandlungskonzept für Pat. mit „emotionalen“ Störungen (z.B. Angst und Depression). In der Zwischenzeit bestehen Adaptionen wie beispielsweise Gruppentherapien oder stationäre Psychotherapie. Im Projekt wird ein systematischer Überblick über den empirischen Stand der Wirksamkeit des Unified Protocols geschaffen. Außerdem werden erste bestehende Daten, die im Rahmen der Erprobung einer in Kassel entwickelten Adaptation für Gruppen erhoben wurden, hinsichtlich der differentiellen Wirksamkeit und emotions- und beziehungsbezogener Prozess-Outcome-Variablen ausgewertet.
Achtsamkeit, Werte und Teamklima im Arbeitskontext mit klinischer Anschlussfähigkeit
(Dr. Jan Lehrke)
Aktuell arbeite ich an einem DFG Antrag im Kontext der Arbeits und Organisationspsychologie. Im Fokus steht die Frage, wie Achtsamkeit mit individuellen Werten und dem Teamklima zusammenspielt und welche Effekte sich daraus auf prosoziales Verhalten am Arbeitsplatz ergeben können. Dabei wird ausdrücklich berücksichtigt, dass je nach Person und Kontext sowohl stärkere als auch geringere Ausprägungen prosozialen Verhaltens plausibel sind.
Aus dieser Perspektive ergeben sich Folgefragen mit klinischer Relevanz, die empirisch untersucht werden können: Führt Achtsamkeit zu stärker wertebasiertem Verhalten. Ist wertebasiertes Verhalten mit protektiven Faktoren psychischer Gesundheit verbunden. Lassen sich bei depressiven Patientinnen und Patienten zusätzliche Effekte von ACT Elementen wie Achtsamkeit und Wertearbeit über standardmäßige Verhaltensaktivierung hinaus nachweisen. Präventiv gedacht stellt sich zudem die Frage, ob mentale Gesundheit durch eine Erhöhung eudaimonischen Wohlbefindens geschützt werden kann, das durch ACT Elemente gestärkt wird.
Auch eigene Ideen in diesem thematischen Rahmen können betreut werden.
Mechanisms of change in psychotherapy
(Dr. Juan Martin Penedo-Gomez & Prof. Dr. Christoph Flückiger)
In the first project we will draw on data from a two randomized controlled trial analyzing the effects of treatment adjustments to enhance resource capitalization within CBT for GAD. We will analyze specifically if mechanisms of resource capitalization and deficit compensation mediate the effects of this treatment adjustment. The study will help to understand the effects of these capitalization-oriented adjustments within CBT of GAD, providing evidence to further develop models of psychotherapy personalization in these treatments
In a further project we will use data from an university outpatient clinic. We will use baseline patients characteristics (sociodemographic, diagnostic, and clinical variables) to predict the effects on outcome of two putative process of change in psychotherapy: problem coping and resource activation. This study will provide evidence for treatment personalization suggesting whom would benefit the most from each pathway of change based on their initial characteristics.