Korpus und Forschungsbibliographie

Ein zentraler Bestandteil empirischer diskurslinguistischer Forschung ist der Aufbau eines Textkorpus. Das im DFG-Projekt erarbeitete Verschwörungstheorienreferenzkorpus (VerReKo) versammelt 366 Kommunikate mit fast 2 Mio. Token (Stand 05.12.2024). Enthalten sind neben journalistischen und politischen Textsorten Beiträge mehrerer Social Media-Plattformen sowie deren Kommentarbereiche. Auch in Bezug auf die Urheber weist das Korpus große Heterogenität auf. Es folgt einem thematischen Aufbau und ist in fünf Teilkorpora zu Verschwörungstheorien verschiedener Diskursbereiche gegliedert:

  • Gesundheit: Corona-Pandemie
  • Umwelt: Klimawandel
  • Migration: „Umvolkung“
  • Sicherheit & Krieg: Ukraine-Krieg
  • Diversität: „Frühsexualisierung“ & „Gender Agenda“

Weiterführende Literatur zu Korpuskonzeption und -aufbau

Stumpf, Sören (2025): Syntaktische Negation in Verschwörungstheorien: Eine diskursgrammatische Untersuchung der Inexistenz-Konstruktion [es gibt kein X]. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 53, S. 1–47.


Hormann, Merle, Hanna Poloschek & David Römer (i.V.): Zensur-Vorwürfe in verschwörungstheoretischen Texten – Versuch einer Typologie. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 20 (3).

Forschungsbibliographie

Im Rahmen des Projekts wurde eine kommentierte Bibliographie interdisziplinärer Forschungsliteratur zu Verschwörungstheorien erarbeitet.

Forschungsbibliographie: Zum PDF