Prof. Dr. Mischa Honeck

Prof. Dr. Mischa Honeck erforscht und lehrt die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika an den Schnittstellen zwischen globaler und nationaler Geschichte. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die vielfältigen – oft ungleichen – Wechselbeziehungen von Menschen, Ideen und Waren aus Nordamerika und anderen Teilen der Welt. Seine Publikationen erstrecken sich über zwei Jahrhunderte und schenken den Kategorien von race, Geschlecht, Ethnizität, Kindheit, Jugend und empire besondere Aufmerksamkeit.

Mischa Honeck ist der Autor zweier Monographien. Sein erstes Buch, We Are the Revolutionists: German-Speaking Immigrants and American Abolitionists after 1848 (University of Georgia Press, 2011) untersucht die Rolle deutscher Revolutionsflüchtlinge von 1848 in der Entstehung transnationaler abolitionistischer Netzwerke. Sein zweites Buch, Our Frontier Is the World: The Boy Scouts in the Age of American  Ascendancy (Cornell University Press, 2018) beleuchtet die globale Expansion der Boy Scouts of America im 20. Jahrhundert und Austauschbeziehungen dieses größten US-amerikanischen Jungenverbandes mit Jugendorganisationen in anderen Weltregionen. Darüber hinaus ist er der Mitherausgeber der beiden Sammelbände Germany and the Black Diaspora und War and Childhood in the Era of the Two World Wars.

Prof. Dr. Honeck promovierte im Juni 2008 an der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg und erhielt an gleicher Stelle im Dezember 2016 die venia legendi für Neuere und Neueste Geschichte. Er arbeitete von 2011 bis 2017 als Research Fellow am Deutschen Historischen Institut in Washington DC. Nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten schloss er sich dem Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin an. Vom Oktober 2018 bis zum September 2019 vertrat er den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Prof. Dr. Schneider) an der Universität Duisburg-Essen.

Zurzeit arbeitet Mischa Honeck, unterstützt von Drittmitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft, an einem dritten Buch. Untersucht wird die Verbreitung, Aneignung und Bedeutung verschiedener Verjüngungstechniken in der Geschichte der USA vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ein zentrales Anliegen ist es, historische Konjunkturen und Verbindungen zwischen Verjüngungsprojekten, die auf die Revitalisierung individueller Körper abzielten, und solchen die sich der Erneuerung kollektiver Körper (Nationen, Imperien, internationale Ordnungen) verschrieben, aufzuzeigen.

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