Sina Taal

CV

Ausbildung

10/2017 – 06/2025

Studium Gymnasiales Lehramt Englisch und Deutsch

Examensarbeit: „Stereotypes and Post-Racism Narratives in the Black Horror Cinema of Jordan Peele“

Abschluss: Erstes Staatsexamen

 

Kurzbiografie

Sina Taal studierte gymnasiales Lehramt mit den Fächern Englisch und Deutsch an der Universität Kassel und schloss das Studium 2025 mit dem Ersten Staatsexamen ab. Während des Studiums entwickelte sie ein besonderes Interesse an US-amerikanischer Geschichte, Fragen von Race und Repräsentation sowie an Film und populärer Kultur.

Die Examensarbeit mit dem Titel „Stereotypes and Post-Racism Narratives in the Black Horror Cinema of Jordan Peele“ widmete sich der Darstellung von Blackness im zeitgenössischen US-amerikanischen Horrorfilm und untersuchte insbesondere das Zusammenspiel von Genre-Konventionen und Post-Racism Diskursen.

Ihr Dissertationsprojekt untersucht die historische Darstellung von Blackness im US-amerikanischen Horrorfilm und analysiert, wie filmische Repräsentationen im Spannungsfeld von Genre, Produktionskontexten und gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA entstehen und sich verändern.

 

Dissertationsprojekt

Beyond the Screen: Historical Dynamics of Black Representation in U.S. Horror Cinema from 1968 to the Present (working title)

Popular genres such as horror cinema function as sites in which social tensions, cultural anxieties and questions of belonging are negotiated within widely accessible forms of mass entertainment. As one of the most enduring and commercially successful genres in U.S. film history, the horror genre offers a particularly rich field for examining how race is represented, negotiated, and mediated in American popular culture. Despite the increasing scholarly attention to Black representation in film, existing studies have often focused on symbolic interpretation or individual case studies, while the historical processes through which recurring narratives, tropes and stereotypes emerge and persist within the genre remain less systematically examined.

This PhD project investigates the historical representation of Blackness in U.S. horror cinema from the late 1960s to the present. It approaches horror films as historical sources to analyse how racial meanings are produced, stabilised and transformed within specific phases of U.S. social and political history. By tracing developments across key periods, from the aftermath of the Civil Rights Movement and the Blaxploitation era to the Black Lives Matter movement and contemporary debates on race, the project examines how genre conventions, production contexts, and recurring narrative patterns shape the representation of Black characters over time.

 

Populäre Filmgenres wie das Horrorgenre sind zentrale kulturelle Räume, in denen gesellschaftliche Spannungen, kollektive Ängste sowie Fragen von Zugehörigkeit verhandelt werden. Gerade weil das Horrorgenre zu den langlebigsten und kommerziell erfolgreichsten Bereichen der US-amerikanischen Filmindustrie gehört, eignet es sich in besonderer Weise, um zu untersuchen, wie Vorstellungen von Race in der Populärkultur entstehen, geprägt werden und Verbreitung finden. Obwohl die Forschung zur Darstellung von Blackness im Film in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, konzentrieren sich die meisten Studien auf symbolische Deutungen einzelner Filme oder einzelner Figuren. Die historischen Prozesse, durch die sich wiederkehrende Narrative, Tropen und Stereotype innerhalb des Genres herausbilden und über längere Zeit stabilisieren, sind bislang jedoch nur unzureichend systematisch untersucht worden.

Das Dissertationsprojekt untersucht die Entwicklung der Darstellung von Blackness im US-amerikanischen Horrorfilm von den späten 1960er Jahren bis heute. Dabei werden Horrorfilme als historische Quellen verstanden, anhand derer sich analysieren lässt, wie Bedeutungen von Race in unterschiedlichen Phasen der US-amerikanischen Sozial- und Politikgeschichte entstehen, gefestigt und verändert werden. Im Zentrum steht eine diachrone Betrachtung zentraler historischer Kontexte: von den Umbrüchen nach der Bürgerrechtsbewungen über die Blaxploitation-Ära bis hin zur Black-Lives-Matter-Bewegung und aktuellen gesellschaftlichen Diskursen. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Genrekonventionen, Produktionsbedingungen und wiederkehrende narrative Muster die Darstellung Schwarzer Figuren im Horrorgenre nachhaltig prägen.