• Gesellschaftswissenschaftliche Voraussetzungen politischer Bildung
  • Politische Ökonomie und politische Bildung
  • Historische Horizonte und politische Mentalitäten

Fachdidaktische Studienanteile sind eine Besonderheit der Lehrerausbildung. Das hat seinen Grund darin, dass es bekanntlich nicht genügt, ein Fach zu können, um es weitergeben zu können. Zwischen "können" und "erklären können", "wissen" und "Wissen weitergeben", "etwas verstehen" und "etwas verständlich machen" besteht ein erheblicher, oft als schmerzhaft empfundener Unterschied. Aufgabe der Didaktik ist es, über diese spezifische Schwierigkeit des Lehrens und Lernens nachzudenken, ihre Bedingungen zu ergründen und Wege ihrer Überwindung zu suchen.

Dabei richtet Didaktik heute ihren Blick zu allererst auf die Schülerinnen und Schüler, weil sie ja die „Subjekte des Lernens“ sind, für die Schule überhaupt stattfindet. Die erste Aufgabe der Didaktik besteht deshalb darin, den Blick künftiger Lehrerinnen/Lehrer für diesen Umstand zu schärfen und Wege zu erschließen, auf denen Lehrende etwas über Voraussetzungen und Einstellungen der Heranwachsenden, ihrer Lebenswelten und Wahrnehmungsweisen in Erfahrung bringen und in ihre Unterrichtsplanungen und pädagogischen Überlegungen einbeziehen können. Zu diesem Zweck nimmt die Fachdidaktik Ergebnisse und Sichtweisen der soziologischen Jugendforschung, der Entwicklungspsychologie und der Erziehungswissenschaften, etwa der interkulturellen Erziehung und der Medienpädagogik auf.

So unerlässlich es ist, Lernende dort „abzuholen“, wo sie sich befinden, sich auf sie so einzulassen, wie sie sind, so falsch wäre es, dabei stehen zu bleiben (obwohl Mystiker der Didaktik glauben, alles weitere entwickle sich daraus mit Hilfe geschickter methodische Arrangements von selbst). Kinder und Jugendliche sind neugierig und wollen mehr über die Welt wissen, als ihre eigene Lebensumwelt ihnen mitteilt. Und weil sie es sind, die morgen in dieser Welt zurechtkommen und mit ihr umgehen müssen, hat Bildung – und politische Bildung zumal – die Aufgabe, Wege anzubahnen, auf denen ihnen gesellschaftliche und politische Zusammenhänge und Entwicklungen durchschaubarer werden können, sie also politisch urteils- und handlungsfähig werden. Auf Seiten der Lehrer verlangt das eine beträchtliche und sich stets erneuernde fachwissenschaftliche und zeitdiagnostische Kompetenz. Deshalb ist gerade aus der Sicht der Didaktik die Notwendigkeit einer soliden fachwissenschaftlichen Ausbildung hervorzuheben, die für ein langes Berufsleben Grundlagen und Potentiale der Erneuerung bereitstellen muss.

Unter diesem Aspekt besteht die Aufgabe der Fachdidaktik vor allem in der Entwicklung der Fähigkeit, einen didaktischen Perspektivpunkt einzunehmen, aus dem relevante gesellschaftliche und politische Fragen (die ja zugleich Themen/Gegenstände der entsprechenden Fachwissenschaften sind) sich in die Horizonte von Lernprozessen heutiger Heranwachsender einfügen. Dem didaktischen Blick erschließen sich also Lernchancen aus der Fülle des gesellschaftlichen und politischen Geschehens, weil er zugleich dessen fachwissenschaftliche Bearbeitung kennt und die Heranwachsenden und ihre Lernvoraussetzungen sieht. Hier wird besonders deutlich, dass Didaktik eine spezifische professionelle Form geistiger Tätigkeit ist, einer Reflexion, die schon recht komplexe Eigensphären (die Lebensumstände der Heranwachsenden, das gesellschaftliche und politische Geschehen, die fachwissenschaftlichen Erkenntnisse) im Hinblick auf Lernprozesse von Heranwachsenden zusammenführen, vermitteln muss. Diese Fähigkeit lässt sich kaum durch die Lektüre didaktischer Handbücher erwerben, sondern nur, indem man sich der Herausforderung didaktischer Reflexion am konkreten Beispiel selbst stellt. Gelegenheiten dazu bieten sowohl das fachdidaktische Praktikum wie die jeweiligen fachdidaktischen Seminare des Hauptstudiums, in denen Sachthemen oder politisch-gesellschaftliche Problemstellungen in der Perspektive ihrer didaktischen Erschließung und Entwicklung von Unterrichtsvorstellungen angegangen werden.

Ohne diese beiden grundlegenden didaktischen Kompetenzen – die informierte Aufmerksamkeit auf die Subjekte des Lernens und der gegenstandsbezogene Blick für Lernchancen – blieben die weiteren didaktischen Kompetenzen und ihre Vermittlung im Studium ohne Fundament. Das gilt insbesondere von der heute oft stark betonten Methodenkompetenz. Die Fähigkeit, z.B. ein Rollenspiel zu organisieren, ist offenkundig nur dann sinnvoll anzuwenden, wenn eine Problem- oder Konfliktsituation zuvor unter dem didaktischen Blick auf ihre Lernchancen hin analysiert worden ist und – hier etwa – eine gehaltvolle Erarbeitung und Ausgestaltung der Rollen möglich erscheint. Methoden sind bekanntlich Mittel zum Zweck. Wo sie ein Eigenleben zu entfalten beginnen, werden sie zu faulem Zauber, dessen Unterhaltungswert auch für Heranwachsende sehr begrenzt ist. Andererseits können aber selbst didaktisch gut begründete Lernprozesse fehlschlagen, wenn sie methodisch misslingen oder nur einen Teil der Schüler erreichen. Deshalb ist die Fähigkeit, gegenstands- und lerngruppenangemessene Methoden wählen und anwenden zu können, eine Erfolgsbedingung von Unterricht. Anregungen zum Aufbau eines Methodenrepertoires und zur Entwicklung von Methodenphantasie sind dabei Bestandteil des fachdidaktischen Studienangebotes, sei es im Rahmen von themenbezogener Erarbeitung von Unterrichtsideen, sei es als eigenständiges Veranstaltungsangebot.

Politiklehrerinnen und -lehrer unterrichten ein Fach, dessen Inhalte und Problemstellungen so aktualitätsbezogen und veränderungsbetroffen sind wie in keinem anderen Fach. Daher müssen sie auch stärker noch als Lehrer anderer Fächer zur eigenständigen Erarbeitung von Unterrichtsthemen oder -sequenzen bereit sein. Die fachdidaktischen Veranstaltungen setzen sich deshalb auch zum Ziel, die künftigen Politiklehrerinnen/-lehrer mit dieser Besonderheit ihres Berufes vertraut zu machen. Daher ist die Erschließung themen- oder fallbezogener Informationen über die Medien, neuerdings insbesondere das Internet, ein regelmäßiger Aspekt der fachdidaktischen Veranstaltungen. Ebenso wichtig sind in dieser Hinsicht die alle drei bis vier Semester angebotenen Seminare zur Erarbeitung neuester zeitdiagnostischer Literatur. Damit ist eine Literaturgattung bezeichnet, die sachlich zuverlässig und anspruchsvoll neue gesellschaftliche Entwicklungen oder Problemstellungen erörtert und so häufig neue Fragen oder neue Horizonte des Verstehens eröffnen. Beide Fähigkeiten – Erschließung aktueller Information und Erarbeitung zeitdiagnostischer Literatur – können im Studium angeregt werden und müssen – wie alle anderen hier genannten Kompetenzen – in der beruflichen Praxis entwickelt und perfektioniert werden. Lebenslanges Lernen ist deshalb für Politiklehrerinnen und -lehrer lebenslange Realität – wer sich darauf nicht einlassen möchte, sollte diesen Beruf nicht ergreifen.

Bio­gra­fi­sche In­for­ma­tio­nen

Nach dem Studium in den sechziger Jahren - Germanistik, Politik, Geschichte, Philosophie und Pädagogik in Hamburg und Heidelberg - Mitarbeit in einem Projekt zur Wissenschaftsgeschichte und an zeitgemäßen praktischen Projekten politischer Veränderung.

Seit dem Referendariat für das gymnasiale Lehramt Anfang der siebziger Jahre praktisch und theoretisch in Schulreformen verwickelt, sowohl in die Erneuerung der Lehrpläne im Bereich der politischen Bildung (Rahmenrichtlinien, später Rahmenpläne Gesellschaftslehre) wie in den Aufbau einer integrierten Gesamtschule.

Von 1978 bis 1984 zuständig für schulpraktische Studien an der TH Darmstadt,

1984 Promotion mit einer Arbeit über politisch-gesellschaftliche Auseinandersetzungen um Lehrpläne und Bildungsziele.

Seitdem Lehraufträge an der TH Darmstadt und Publikationen zu theoretischen wie unterrichtspraktischen Fragen historisch-politischer Bildung, meist als Reflexion eigener Unterrichtstätigkeit oder als Folge von Mitarbeit in Lehrerfortbildung und Lehrplanentwicklung.

In der Hauptsache zwischen 1984 und 1998 Lehrer an einer kooperativen Gesamtschule in den Klassen 5-13 mit langfristigen und intensiven Klassen- und Fachlehrtätigkeiten sowie als SV-Lehrer.

Seit 1992 auch abgeordnet an das Hessische Institut für Bildungsplanung und Schulentwicklung zur Erarbeitung der 1995 eingeführten neuen Rahmenpläne Gesellschaftslehre, Sozialkunde, Geschichte, Erdkunde sowie entsprechender Unterrichtsmaterialien.

Seit Sommersemester 1998 am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel als Professor für Didaktik der Sozialkunde.

Seit 2007 im Ruhestand.

Seit Sommersemester 1998 am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel als Professor für Didaktik der politischen Bildung.

Seit 2001 Mitherausgeber des "Jahrbuchs für Pädagogik"

Von 2003 - 2010 Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung, Landesverband Hessen.

Seit 2007 im Ruhestand, lebt und arbeitet in Wedel bei Hamburg und Frigiliana/ Malaga; Lehrveranstaltungen (an der Universität Wien und Wuppertal), Vorträge und Tagungen, Herausgebertätigkeiten (ins. Jahrbuch für Pädagogik) und Publikationen.

2015

Gerd Steffens zus. mit Martin Dust, Sven Kluge, Andrea Liesner, Ingrid Lohmann, David Salomon, Jürgen Matthias Springer und Edgar Weiß (Hrsg.): Inklusion als Ideologie. Jahrbuch für Pädagogik 2015. Frankfurt 2015. 351 S.

Gerd Steffens zus. mit Benedikt Widmaier (Hrsg.): Politische Bildung nach Auschwitz. Erinnerungsarbeit und Erinnerungskultur heute. Schwalbach/Ts.(Wochenschau Verlag) 2015. 191 S.

Gerd Steffens/Benedikt Widmaier: Politische Bildung nach Auschwitz und die Erinnerungskultur heute. In: Widmaier/Steffens, Politische Bildung nach Auschwitz, a.a.O., S. 5 – 11

Gerd Steffens: Europäisierung der Erinnerung? Vergangenheitsdiskurse in Spanien, Polen und Deutschland. In: Widmaier/Steffens, Politsisch Bildung nach Auschwitz, a.a.O., S. 176 – 187

Gerd Steffens: „Öffentlichkeit“ oder „Transparenz“? – Hat der Begriff der Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter ausgedient? In: Schulpädagogik heute. H. 12 (2015) Transparenz – im Unterricht und in der Schule.

2014

Gerd Steffens zus. mit Martin Dust, Sven Kluge, Andrea Liesner, Ingrid Lohmann, David Salomon, Jürgen Matthias Springer und Edgar Weiß (Hrsg.): Transhumanismus. Jahrbuch für Pädagogik 2014. Frankfurt 2014. 393 S.

Gerd Steffens mit Ingrid Lohmann/Sven Kluge: Editorial.Transhumanismus. Jahrbuch für Pädagogik 2014: Frankfurt a.M. 2014. S. 9-15

Gerd Steffens: Krisendiskurse auf der Linken – eine Sammelrezension. In: Jahrbuch für Pädagogik 2014, a.a.O., S. 347 – 362

Gerd Steffens: Die Krise als Lerngelegenheit. Für eine an der Welt interessierte politische Bildung. In: Tim Engartner/Jens Korfkamp (Hrsg.): Grenzgänge. Traditionslinien und Spannungsfelder in der politischen Bildung. Schwalbach/ts. 2014. S.227 – 236

Gerd Steffens/Haydée Mareike Haass: Politische Bildung und die Dynamik ihres Gegenstandsbereichs. In: Andreas Eis/David Salomon (Hrsg.): Gesellschaftliche Umbrüche gestalten. Transformationen in der Politischen Bildung. Schwalbach/Ts. 2014. S. 22 – 27

Gerd Steffens: Volksgemeinschaft, Weltkrieg, Holocaust – Folgerungen für die politische Bildung. In: Journal für Politische Bildung 1/2014: Historische Kompetenz. S. 22 – 30

2013

Gerd Steffens zus. mit Martin Dust, Sven Kluge, Andrea Liesner, Ingrid Lohmann, David Salomon, Jürgen Matthias Springer und Edgar Weiß (Hrsg.): Krisendiskurse. Jahrbuch für Pädagogik 2013. Frankfurt 2013. 314 S

Gerd Steffens: Krise und gesellschaftliches Lernen. Jahrbuch für Pädagogik 2013: Krisendiskurse. Frankfurt a.M. 2013. S. 41-51

Gerd Steffens: Kritik und Bildung – Eine Vergegenwärtigung. Jahrbuch für Pädagogik 2013: Krisendiskurse. Frankfurt a.M. 2013. S. 229-238

Gerd Steffens: „Mutti passt auf unser Geld auf“ – Angela Merkel, die Eurokrise und die Deutschen. Jahrbuch für Pädagogik 2013: Krisendiskurse. Frankfurt a.M. 2013. S. 279-290

Gerd Steffens: Ian Morris: Wer regiert die Welt? Jahrbuch für Pädagogik 2013: Krisendiskurse. Frankfurt a.M. 2013. S. 298-302

Gerd Steffens: Hans Jochen Gamm: Pädagogik als humanes Erkenntnissystem. Jahrbuch für Pädagogik 2013: Krisendiskurse. Frankfurt a.M. 2013. S. 305-306

Gerd Steffens: Bildungspotenziale der Kritik – Eine notwendige Erinnerung. In: Was heißt heute Kritische Politische Bildung? Hrsg. v. Benedikt Widmaier u. Bernd Overwien. Schalbach/Ts. 2013. S. 256-264

Gerd Steffens: Warum politische Bildung heute eine kosmopolitische Perspektive der Weltwahrnehmung braucht. In: Wissen und Können. Wege zum professionellen Handeln in der politischen Bildung. Hrsg. v. Klaus-Peter Hufer; Theo W. Länge; Barbara Menke; Bernd Overwien; Laura Schudoma. Schwalbach/Ts. (Wochenschau Verlag) 2013. S. 220 – 223

2012

Gerd Steffens zus. mit Martin Dust, Sven Kluge, Andrea Liesner, Ingrid Lohmann, David Salomon, Jürgen Matthias Springer und Edgar Weiß (Hrsg.): Schöne neue Leitbilder. Jahrbuch für Pädagogik 2012. Frankfurt 2012. 366 S.

Gerd Steffens: Serielle Visionen – Unternehmer besetzen die Zukunft. In: Jahrbuch für Pädagogik 2012: Schöne neue Leitbilder. Frankfurt 2012. S. 29-33

Gerd Steffens: Dreistigkeit als Lebensstil – Guttenberg und sein Publikum. In: Jahrbuch für Pädagogik 2012: Schöne neue Leitbilder. Frankfurt 2012. S.305-317

Gerd Steffens: Politische Bildung. In: ABC der Alternativen 2.0. Von Alltagskultur bis Zivilgesellschaft. Hrsg. v. U. Brand, B. Lösch, B. Opratko, St. Thimmel. Hamburg 2012. S. 208-209

2011

Gerd Steffens/Thomas Lange: Der Nationalsozialismus. Bd. 2. Volksgemeinschaft, Holocaust und Vernichtungskrieg. 1939 – 1945. Fundus Quellen für den Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts 2011. 366 S.

Gerd Steffens zus.mit Armin Bernhard, Martin Dust, Sven Kluge, Ingrid Lohmann, Andreas Merkens, Johanna Mierendorff und Edgar Weiß (Hrsg.): Menschenrechte und Bildung. Jahrbuch für Pädagogik 2011. Frankfurt 2011. 362 S.

Gerd Steffens/Edgar Weiß: Editorial. Menschenrechte und Bildung. Jahrbuch für Pädagogik 2011. Frankfurt 2011. S. 9 – 14

Gerd Steffens: Völkische Homogenität als regressive Utopie – Sarrazins antihumanistischer Politikentwurf. In: Menschenrechte und Bildung. Jahrbuch für Pädagogik 2011. Frankfurt 2011. S. 175 – 191

Gerd Steffens: Generation als hermeneutisches Konzept. In: Friederike Heinzel (Hrsg.): Generationenvermittlung in der Grundschule. Bad Heilbrunn 2011. S. 70 – 89

Gerd Steffens: Politische Bildung in einer Welt der Umbrüche und Krisen. In: politische Bildung in der Weltgesellschaft. Hrsg. Wolfgang Sander u. Annette Scheunpflug.Bonn 2011. S. 385 – 398

Gerd Steffens: Politically Incorrect – Erinnerungspolitik in Europa in der Krise. In: Hessische Lehrerzeitung 11/2011. S. 16-17

2010

Gerd Steffens zus.mit Armin Bernhard, Martin Dust, Sven Kluge, Ingrid Lohmann, Andreas Merkens, Johanna Mierendorff und Edgar Weiß (Hrsg.): Der vermessene Mensch. Ein kritischer Blick auf Messbarkeit, Normierung und Standardisierung. Jahrbuch für Pädagogik 2010. Frankfurt 2010. 310 S.

Gerd Steffens/Guido Steffens/Martina Tschirner: Vom Curriculum zum Bildungsstandard – Implikationen und Folgen einer Umsteuerung der Schulen. In: Der vermessene Mensch. Jahrbuch für Pädagogik 2010. Frankfurt 2010. S. 113 – 125

Gerd Steffens zus. mit Benedikt Widmaier (Hrsg.):Weltbürgertum und Kosmopolitisierung. Interdisziplinäre Perspektiven für die Politische Bildung. Schwalbach/Ts 2010. 191 S.

Gerd Steffens: Autonomie und Identifikation – Zwei Modelle weltbürgerlicher Moral und ihre Bedeutung für politische Bildung. In: Weltbürgertum und Kosmopolitisierung. Hrsg. v. Benedikt Widmaier und Gerd Steffens. Schwalbach/Ts 2010. S. 136 – 149

Gerd Steffens: Braucht kritisch-emanzipatorische Bildung heute eine Neubegründung? In: Kritische politische Bildung. Ein Handbuch. Hrsg. Bettina Lösch u. Andreas Thimmel. Schwalbach/Ts 2010. S. 25 – 36

Gerd Steffens: Politik und Geschichte: „Narrativität“ und „Diskursivität“ und ihr gemeinsames Drittes. In: Ingo Juchler (Hrsg.): Kompetenzen in der politischen Bildung. Schriftenreihe der GPJE Bd. 9. Schwalbach/Ts 2010. S. 59 – 69

Gerd Steffens: Verstehen als Überlebenskunst. Zu Louis Begleys Romanautobiografie „Lügen in Zeiten des Krieges“. Ein interpretierender Essay. In: Jens Birkmeyer/Anette Kliewer (Hrsg.):Holocaust im Deutschunterricht. Modelle für die Sekundarstufe II. Baltmannsweiler 2010. S. 107 – 124

Gerd Steffens: Die Krise als Lerngelegenheit - Ein Plädoyer für einen an der Welt interessierten Politikunterricht. Hessische Lehrerzeitung 7/8 2010. S. 8-9

Gerd Steffens: In Hessisch Berlusconien – Roland Koch und das Schauspiel der Macht. Hessische Leherzeitung 1/2 2010. S. 22-23

2008/2009

Gerd Steffens zus.mit Armin Bernhard, Martin Dust, Sven Kluge, Ingrid Lohmann, Andreas Merkens, Johanna Mierendorff und Edgar Weiß (Hrsg.): Entdemokratisierung und Gegenaufklärung. Jahrbuch für Pädagogik 2009. Frankfurt 2009. 387 S.

Gerd Steffens: Vom „kommunikativen Beschweigen“ zur „Ergreifung des Worts“. Anmerkungen zur Diskursgeschichte der Nachkriegszeit. In: Jahrbuch für Pädagogik 2009: Entdemokratisierung und Gegenaufklärung. Red. Sven Kluge, Gerd Steffens und Edgar Weiß. Frankfurt 2009. S. 15 – 40

Gerd Steffens zus. mit Thomas Lange: Der Nationalsozialismus. Bd. 1. Staatsterror und Volksgemeinschaft. 1933 – 1939. Fundus Quellen für den Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts 2009. 238 S.

Gerd Steffens zus. mit Armin Bernhard, Hans-Jochen Gamm, Wolfgang Keim, Dieter Kirchhöfer, Christa Uhlig und Edgar Weiß (Hrsg.): 1968 und die neue Restauration. Jahrbuch für Pädagogik 2008. Frankfurt 2009. 376 S.

Gerd Steffens: Mündigkeit als pädagogisches Paradigma und die Globalität der Revolte von 1968. – Ein innerer Zusammenhang am Fallbeispiel. In: 1968 und die neue Restauration. Jahrbuch für Pädagogik 2008. Frankfurt 2009. S. 239 – 250

Gerd Steffens: 1968 als Literaturereignis 2008. In: 1968 und die neue Restauration. Jahrbuch für Pädagogik 2008. Frankfurt 2009. S. 341 – 351

Gerd Steffens zus. mit Benedikt Widmaier (Hrsg.): 2008: Politische und ökonomische Bildung. Konzepte – Leitbilder – Kontroversen. Wiesbaden 2008. 145 S.

Gerd Steffens/Benedikt Widmaier: Politische und ökonomische Bildung. Zur Einführung.In: Politische und ökonomische Bildung. Konzepte – Leitbilder – Kontroversen. Hrsg. v. Gerd Steffens und Benedikt Widmaier. Wiesbaden 2008. S. 3 - 9

Gerd Steffens: Wirtschaftssubjekt und Staatsbürger. Konkurrierende Leitbilder und Konzepte politischer Bildung? In: Politische und ökonomische Bildung. Konzepte – Leitbilder – Kontroversen. Hrsg. v. Gerd Steffens und Benedikt Widmaier. Wiesbaden 2008. S. 27 – 37

Gerd Steffens zus. mit Armin Bernhard, Hans-Jochen Gamm, Wolfgang Keim, Dieter Kirchhöfer, Christa Uhlig und Edgar Weiß (Hrsg.): Arbeitslosigkeit. Jahrbuch für Pädagogik 2007. Frankfurt 2008. 378 S.

Gerd Steffens: Soziologische Konzepte von Exklusion und die politische Debatte um Mindestlöhne. In: Arbeitslosigkeit. Jahrbuch für Pädagogik 2007. Frankfurt 2008. S. 13 – 24

2006/2007

Gerd Steffens (Hrsg.): Politische und ökonomische Bildung in Zeiten der Globalisierung. Münster 2007. 320 S.

Gerd Steffens: Zur Einführung. In: Politische und ökonomische Bildung in Zeiten der Globalisierung. Hrsg. v. Gerd Steffens. Münster 2007. S. 7 - 16

Gerd Steffens: Ist der homo oeconomicus gesellschaftsfähig? – Denkansätze der Ökonomie und politische Bildung. In: Politische und ökonomische Bildung in Zeiten der Globalisierung. Hrsg. v. Gerd Steffens. Münster 2007. S. 258 - 274

Gerd Steffens zus. mit Hans-Jochen Gamm, Wolfgang Keim, Dieter Kirchhöfer, Christa Uhlig und Edgar Weiß (Hrsg.): Infantilisierung des Lernens? – Neue Lernkulturen- Ein Streitfall. Jahrbuch für Pädagogik 2006. Frankfurt 2007. 358 S.

Gerd Steffens zus. mit Dieter Kirchhöfer: Editorial. Infantilisierung des Lernens? Jahrbuch für Pädagogik 2006. Frankfurt 2007. S. 9 – 14

Gerd Steffens: Unter dem neoliberalen Wahrheitsregime – Durchsetzungsformen neoliberaler Bildungspolitik – ein Fallbeispiel. In: Infantilisierung des Lernens? Neue Lernkulturen – ein Streitfall. Jahrbuch für Pädagogik 2006. Frankfurt a. M. 2007. S. 289 – 298

Gerd Steffens: Pädagogik aus neoliberaler Perspektive. Zum neoliberalen Paradigmenwechsel in Bildungspolitik und Erziehungswissenschaften. In: Nachdenken in Widersprüchen. Gernot Koneffkes Kritik bürgerlicher Pädagogik. Hrsg. v. Harald Bierbaum, Peter Euler, Katrin Feld, Astrid Messerschmidt, Olga Zitzelsberger. Wetzlar 2007. S. 115 – 125

Gerd Steffens: Politik als Diskurs. In: Basiswissen Politische Bildung. Handbuch für den sozialwissenschaftlichen Unterricht. Hrsg. Dirk Lange/Volker Reinhardt. Bd. 2 Strategien der politischen Bildung. Hrsg. Dirk Lange. Baltmannsweiler 2007  S.10 – 21

Gerd Steffens: Curriculum. In: Basiswissen Politische Bildung. Handbuch für den sozialwissenschaftlichen Unterricht. Hrsg. Dirk Lange/Volker Reinhardt. Bd. 4 Forschung und Bildungsbedingungen. Hrsg. Volker Reinhard. Baltmannsweiler 2007.S. 109 – 118

Gerd Steffens: Einstieg/Entfaltung der Fragestellung. In: Basiswissen Politische Bildung. Handbuch für den sozialwissenschaftlichen Unterricht. Hrsg. Dirk Lange/Volker Reinhardt. Bd. 5 Planung Politischer Bildung. Hrsg. Volker Reinhardt. Baltmannsweiler 2007. S. 62 - 68

Gerd Steffens zus. mit Wolfgang Keim (Hrsg.): Bildung und gesellschaftlicher Widerspruch. Hans-Jochen Gamm und die deutsche Pädagogik seit dem zweiten Weltkrieg. Frankfurt a.M. 2006. 464 S.

Gerd Steffens: Kann die Erinnerung an den Holocaust zum Aufbau einer weltbürgerlichen Moral beitragen? Eine Auseinandersetzung mit einem neuen Vorschlag zur Universalisierung der Holocaust-Erinnerung. In: Wolfgang Keim/Gerd Steffens (Hrsg.): Bildung und gesellschaftlicher Widerspruch. Hans-Jochen Gamm und die deutsche Pädagogik seit dem zweiten Weltkrieg. Frankfurt a.M. 2006. S. 155 – 167

Gerd Steffens zus. mit Hans-Jochen Gamm. Thomas Gatzemann, Wolfgang Keim, Dieter Kirchhöfer, Christa Uhlig und Edgar Weiß (Hrsg.): Religion – Staat – Bildung. Jahrbuch für Pädagogik 2005. Frankfurt 2006. 352 S.

2004/2005

Gerd Steffens: Jorge Semprún – Das Jahrhundert der Extreme als Topologie intellektueller Erinnerung. In: Der Intellektuelle und der Mandarin. Für Hans-Martin Bock. Hrsg. v. Franҁois Beilecke und Katja Marmetschke. Kassel 2005. S. 431 - 450

Gerd Steffens: Weltwissen, Teilhabe, Lebenshilfe – woran orientiert sich politische Bildung? In: E. Jung (Hrsg.): Standards für die politische Bildung. Zwischen Weltwissen, Teilhabe und Lebenshilfe. Wiesbaden 2005. S. 15 – 29

Gerd Steffens zus. mit Sigrid Blömeke, Hans-Jochen Gamm. Thomas Gatzemann, Wolfgang Keim, Dieter Kirchhöfer, Christa Uhlig und Edgar Weiß (Hrsg.): Globalisierung und Bildung. Jahrbuch für Pädagogik 2004. Frankfurt 2004. 426 S.

Gerd Steffens/Edgar Weiß: Zur Einführung: Globalisierung und Bildung – ein Problemaufriss. In: Globalisierung und Bildung. Jahrbuch für Pädagogik 2004. Frankfurt 2004. S. 9 – 34

Gerd Steffens: Bushs Irakkrieg als gegenrevolutionäre Herausforderung (auch) der Bildung. In: Globalisierung und Bildung. Jahrbuch für Pädagogik 2004.Frankfurt 2004. S. 375 - 386

2002/2003

Gerd Steffens zus. mit Detlef Sack (Hrsg.): Gewalt statt Anerkennung? Aspekte des 11.9.2001 und seiner Folgen. Frankfurt 2003. 263 S.

Gerd Steffens mit Detlef Sack: Gewalt statt Anerkennung nach dem 11. 9. 2001. Zur Einführung. In: Detlef Sack/Gerd Steffens: Gewalt statt Anerkennung? Aspekte des 11.9.2001 und seiner Folgen. Frankfurt 2003. S. 7 - 35

Gerd Steffens: "Weltereignisse", Selbstverständigungsdiskurse und politische Bildung. Hat der 11. September Auswirkungen auf Konzepte von Demokratie und politischer Bildung? In: Detlef Sack/Gerd Steffens: Gewalt statt Anerkennung? Aspekte des 11.9.2001 und seiner Folgen. Frankfurt 2003. S. 243 – 259

Gerd Steffens zus. mit Kurt Beutler, Hans-Jochen Gamm. Thomas Gatzemann, Wolfgang Keim, Dieter Kirchhöfer, Christa Uhlig und Edgar Weiß (Hrsg.): Erinnern – Bildung – Identität. Jahrbuch für Pädagogik 2003. Frankfurt 2003. 406 S.

Gerd Steffens: Familiengedächtnis, Didaktik und Geschichtspolitik. Zu zwei neuen Studien über den Umgang mit dem Holocaust in Deutschland und den USA. In: Erinnern – Bildung – Identität. Jahrbuch für Pädagogik 2003.Frankfurt 2003. S. 173 – 183

Gerd Steffens: Der Weltbürger als Untertan. Zur Innenseite des imperialen Unilateralismus, In: Blätter für deutsche und internationale Politik 11/2003. S. 1333-1341

Gerd Steffens: Rechtsextremismus als Extremismus der Mitte und die Aufgaben der politischen Bildung in der Schule. In: Eberhard Jung (Hrsg.): Rechtsextremismus als gesellschaftliches Problem. Schwalbach/Ts.2003. S. 89-98

Gerd Steffens zus. mit Kurt Beutler, Hans-Jochen Gamm. Thomas Gatzemann, Wolfgang Keim, Dieter Kirchhöfer, Christa Uhlig und Edgar Weiß (Hrsg.):Kritik der Transformation – Erziehungswissenschaft im vereinigten Deutschland. Jahrbuch für Pädagogik 2002. Frankfurt 2003. 436 S.

Gerd Steffens: Rechtsextremismus – Zwischen Skandalisierung und Normalisierung. In: Kritik der Transformation – Erziehungswissenschaft im vereinigten Deutschland. Jahrbuch für Pädagogik 2002. Frankfurt 2003. S. 361 - 369

Gerd Steffens: Eine zeitgemäße politische Bildung? Eine kritische Bestandsaufnahme der neuen Politiklehrpläne für hessische Schulen. Frankfurt (GEW) 2002

2000/2001

Gerd Steffens: Im Generationen-Container. Die 68er und ihre Nachfolger. Blätter für deutsche und internationale Politik 6/2001. S. 737 -746.

Gerd Steffens: Politisieren Krisen? Versuch einer Momentaufnahme von Wirkungen der Parteispendenaffäre unter Jugendlichen. Gegenwartskunde 1/2001, S. 103-116

Gerd Steffens: Wiederkehr der Fetische. Begriffs- und Ideenmoden im Bildungsdiskurs. Blätter für deutsche und internationale Politik 9/2000, S. 1125-1133

1984 – 1999

Gerd Steffens: Martin Walser oder die Unberührbarkeit des Glückes. Blätter für deutsche und internationale Politik. 4/1999, S. 486-494.

Gerd Steffens: Ausgrenzung, Verfolgung, Enteignung, Deportation, Vernichtung. Die Leidensgeschichte der jüdischen Bevölkerung im Gebiet des heutigen Landkreises Darmstadt-Dieburg 1933 – 1945. In: „L’chajim“ – Die Geschichte der Juden im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Hrsg. Landkreis Darmstadt-Dieburg. Thomas Lange. Reinheim. S.169 - 270

Gerd Steffens: Öffentlichkeitsverlust. Beobachtungen und Überlegungen zu einem aktuellen Problem der politischen Bildung. In: Gegenwartskunde 1996. S. 531-540

Gerd Steffens: Die Gegenwart von Auschwitz. Zum pädagogischen Umgang mit der Realität des Unglaublichen. In: Jahrbuch für Pädagogik 1995. Frankfurt 1995. S. 73 ff.

Gerd Steffens: Die praktische Widerlegung des Rassismus. Verbotene Liebe und ihre Verfolgung. In: F. Dorn/K. Heuer (Hrsg.), „Ich war immer gut zu meiner Russin“. Struktur und Praxis des NS-Zwangsarbeitssystems. Studien und Materialien zum Rechtsextremismus. Hrsg. v. Eike Hennig. Bd. 1. Pfaffenweiler 1991, S.185 ff.

Gerd Steffens: Wer nur versteht, versteht zu wenig. Eine Auseinandersetzung mit der Forderung nach „Historisierung des Nationalsozialismus“. In: Politische Pädagogik. Beiträge zur Humanisierung der Gesellschaft. Hrsg. Friedhelm Zubke. Weinheim 1990. S. 153 – 177

Gerd Steffens: Der neue Irrationalismus in der Bildungspolitik. Zur pädagogischen Gegenreform am Beispiel der hessischen Rahmenrichtlinien. Frankfurt/New York 1984. 179 S.