BUKO40 2025

Im Oktober 2025 war das Fachgebiet Mitveranstalter des 40. Bundeskongress Internationalismus (BUKO) mit dem Thema „Jeden Kolonialismus beenden. Anerkennung, Widerstand, Reparationen“ und organisierte insbesondere die Podien „Plunder in the Postcolonial Political Economy“ und „Erinnerungspolitik in Deutschland“ sowie die begleitende Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“.

Video: Plunder in the Postcolonial Political Economy

Decades after the formal end of colonialism in most countries, massive transfers of wealth from the global South to the global North are still taking place in the global economy. This panel will focus on the most prominent types of these transfers: debt service, profit repatriation and unequal exchange. Three eminent experts on the topic will present the extent of these transfers, their underlying mechanisms, and political strategies of how to overcome them.

Invited speakers:

Mariana Morena Hanbury Lemos, economist and researcher at the Institute of Environmental Science and Technology at the Autonomous University of Barcelona

Malina Stutz, economist, consultant and researcher at the Jubilee/Erlassjahr campaign

Christof Parnreiter, Professor of Economic Geography at the University of Hamburg and head of a research project on the repatriation of profits“

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Video: Erinnerungspolitik in Deutschland – Eine Debatte

Die zunehmende öffentliche Auseinandersetzung mit Kolonialismus und seinen Nachwirkungen in Deutschland mündete in Forderungen nach einer Neustrukturierung der deutschen Erinnerungspolitik in Form einer „dritten Säule“ neben der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der DDR. Dies wurde z.T. interpretiert als eine Infragestellung der Singularität des Holocaust und als Angriff auf die etablierte Erinnerungspolitik. In der Podiumsdiskussion möchten wir uns über die Frage verständigen, wie eine Erinnerungspolitik in Deutschland aussehen muss, die sich mit den historischen Verbrechen sowohl des Nationalsozialismus (und des
fortdauernden Antisemitismus) als auch des deutschen Kolonialismus (und des fortdauernden Rassismus) auseinandersetzt und dabei ihren Unterschieden und Ähnlichkeiten gerecht wird.

Es diskutieren:

Andrea-Vicky Amankwaa-Birago, Kulturwissenschaftlerin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HTW

Reinhart Kößler, Soziologe und ehemaliger Direktor des Arnold-Bergstraesser-Instituts für kulturwissenschaftliche Forschung in Freiburg

Felix Axster, Historiker und Ethnologe an Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin sowie am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt.

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