Globale Bildung in der Transformation Eine hegemonietheoretisch inspirierte Analyse der Transformationsverständnisse von Bildungsakteur*innen des Globalen Lernens
Von Nilda Inkermann
Welche impliziten und expliziten Transformationsvorstellungen liegen den Konzepten Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zugrunde? Im Rahmen der qualitativen Forschungsarbeit wird aus einer machtkritischen Perspektive das Verhältnis von Globalem Lernen/BNE und Transformation untersucht.
Für die Umsetzung von gesellschaftlich notwendigen Transformationsprozessen wird Bildung eine Schlüsselrolle zugeschrieben. Mit den Konzepten Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen wird der Anspruch verknüpft, zu globaler und sozial-ökologischer Gerechtigkeit beizutragen. Dass sich die Praxis dabei auf grundlegend unterschiedliche – und umkämpfte – Transformationsverständnisse bezieht, arbeitet diese qualitative Interviewstudie heraus. Transformation wird als Bildungsprojekt und Bildung als Feld und Strategie von Transformation thematisiert und analysiert. Dabei wird deutlich, dass Globales Lernen/BNE immer als verwoben mit bestehenden Macht- und Herrschaftsstrukturen verstanden werden muss, wenn sie einen Beitrag zu einer kritisch-emanzipatorischen Subjektbildung leisten will.