SoSe 2025 Ringvorlesung: Neu überdacht

Beschreibung

Das Dach ist eine Kampfzone des Architekturdiskurses-  eine Konfliktzone – im technischen, rechtlichen wie kulturellen Sinne.

Das Thema „Neu überdacht“ fragt in Bezug auf die Gestaltung des Dachs nach zeitgenössischen Gegenpositionen sowohl zur neotraditionellen und bildfixierten „Stadtverschönerung“ als auch zu einem unreflektierten Flachdachautomatismus.

Dachformen prägen den Charakter und die Silhouette von Gebäuden, ihre formale Ausbildung trägt zur Erscheinung von Quartieren maßgeblich bei. Nicht ohne Grund sind sie wichtiges Element von Gestaltungssatzungen. 

Kein Stelle eines Gebäudes ist dem Wetter im guten wie im schlechten so ausgesetzt wie das Dach. Das Dach soll vor seinen Unbillen schützen, und seine Segnungen nutzen. Hier kann Sonne und Regenwasser geerntet werden, kann ein weiter Blick genossen werden. 

Das Dach ist rechtlich eine Grauzone, kann nutzbaren Raum bieten und gilt planungsrechtlich doch nicht als „Vollgeschoss“. Eine große Bandbreite von Dachformen versuchen, sich diese Grauzone nutzbar zu machen, wobei zum Ausdruck kommt, wie sehr Gestaltqualitäten einem Verwertungsinteresse untergeordnet werden.

Die Ringvorlesung begleitet die Bearbeitungsphase für den BdA-Preis und gibt aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven Anregungen zur Bearbeitung des Themas. Die Vorlesung werden auch aufgezeichnet und sind im Nachgang veröffentlicht.

Ort:  Campus Center, Raum 1112 (Seminarraum 3) 

Zeit: i.d.R. Donnerstags, 18.00