WiSe 21/22 I Kolloquium zur Baracken- und Lagerforschung, Universität Kassel
Kolloquium zu Baracken und Lagern im deutschsprachigen Raum FG Architekturtheorie und Entwerfen der Universität Kassel
Kassel, ASL-Neubau, Raum 106 und auf Zoom
Ziel:
Netzwerkbildung zwischen Baracken und Lagerforschern
Sondierung Möglichkeiten/ Ausrichtung internationale Konferenz zum Thema (mit Publikation) sowie Graduiertenkolleg
Klärung Forschungsbedarf/ offene Fragen
Achtung: anders als manche denken, ist dies nicht schon ein Symposion mit Berichten/ Vorträgen. Dies ist in dem Zeitrahmen völlig unmöglich. Eine Fachtagung soll wie gesagt folgen. Das Treffen dient der Vernetzung und dem Austausch und der Überlegung evtl. gemeinsamer Perspektiven
Beteiligte Forschende:
Namen fett: waren in Kassel am 3.12.2021 persönlich anwesend
Namen unterstrichen: waren am 3.12.2021 per Zoom anwesend.
Sonstige Namen: Weitere Personen, mit denen wir in Kontakt waren
Prof. em. Dr. Hansgeorg Bankel, Professor für Architekturgeschichte und Bauaufnahme an der Fakultät für Architektur der Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Untersuchungen im KZ Lager Mühldorf zu tun, Erdhütten und Bunkerruine.
Dr. habil Mathias Beer, Historiker, Universität Tübingen, Vorsitzender der Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Siebenbürgen-Instituts, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Historische Migrationsforschung, Baracken und Lager für deutsche Flüchtlinge nach 1945
Prof. Dr. Harald Bodenschatz, Center for Metropolitan Studies/TU Berlin, u.a. Forschungen zu Architektur in europäischen Diktaturen und Forschung zu NS-Baubehörden.
Prof em. Berthold Burkhardt, TU Brauschweig, Instituts für Tragwerksplanung. gemeinsames Büro mit Martin Schumacher, Braunschweig, u.a. Sanierung und Umnutzung von Bauten im Bestand, Bauforschung. Forschungsgebiet Zelte incl. Zeltlager.
Dr. Andreas Buss, Universität Kassel, FG Architekturtheorie und Entwerfen, Bauforschung und Design Build Projekte. Sicherung von Bauteilen des Wochenend- und Jagdhauses von Dr. Eduard Fresenius in Schmitten (Christoph & Umack), Geplant 2022: Design Build Projekt Abbau, Restaurierung und Wiederaufbau Wehrmachts-Pferdestallbaracke OKH 260 („Auschwitzbaracke“)
Christina Czymay, Landesdenkmalamt Berlin, Unterschutzstellung behelfsmäßiger Unterkünfte für Ausgebombte des 2. Weltkriegs
Prof Dr. Kenny Cupers, Universität Basel, Schwerpunkt u.a. Bauen im postkolonialen Afrika
Dr. Ayham Dalal, umfangreiche Forschungen zu heutigen Flüchtlingslagern und deren Architekturen im Nahen Osten
Prof. Thomas Danzl und Mitarbeiter Uta Fischer, Sarah Maafi, Alma Thum, TU München: Restauratorische Arbeiten in Theresienstadt, Sachsenburg und Langenstein-Zwieberge
Alaa Dia is a PhD candidate bei Prof. Kenny R. Cupers in Urban Studies at the University of Basel. Researcher for the project “Infrastructure space and the future of migration management: the EU Hotspots in the Mediterranean borderscape”, addressing the power of infrastructure in transforming borders, handling the spatial and architectural aspect of the project
Dr. des. Ann Katrin Düben, Leiterin der Gedenkstätte Breitenau, dort u.a. eine Massivbaracke noch vorhanden.
Andreas Ehresmann, Gedenkstättenleiter Stiftung Lager Sandbostel | Gedenkstätte Lager Sandbostel
Dr. Hans-Christian Feldmann, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Stalag VII A Moosburg an der Isar
Jens Uwe Fischer; HfbK Hamburg, unter andere Forschungsprojekt zu Franz Ehrlich (Bauhaus/ KZ Buchenwald/ DDR)
Prof. Anke Fissabre, Prodekanin, Fachbereich 1 – Architektur, Geschichte und Theorie der Architektur, FH Aachen/ Prof Heike Matcha, Prof. für Systembau und Baukonstruktion: Seit mehreren Semestern arbeiten wir in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte KZ Lichtenburg (Sachsen-Anhalt) zum Thema Schloss Lichtenburg und versuchen gemeinsam mit der Gedenkstättenleiterin Melanie Engler Nutzungskonzepte für die weitgehend leerstehende Schlossanlage zu finden. Ab nächstem Frühjahr planen wir dazu mehrere Workshops vor Ort mit unterschiedlichen Beteiligungsverfahren und -formaten sowie ein Entwurfsprojekt mit Masterstudierenden. Zur Zeit bearbeiten wir das Thema mit Masterstudierenden im Rahmen eines Kurses zum Thema „Zeitschichten – Das Bauwerk als materielle Quelle“, in dem die Studierenden insbesondere zu dem Thema der „frühen Lager“ und „authentischer Orte“ recherchieren.
Christine Fößmeier, Journalistin, Kunsthistorikerin und Künstlerin, setzt sich seit 2014 intensiv als mit dem Kriegsgefangenenlager Stalag VII A Moosburg auseinander. Neben der Mitwirkung an zwei Ausstellungen zeichnet sie u.a. in Eigenregie für die Moosburger Beiträge zum Tag des offenen Denkmals 2020 und 2021, die Ausstellung "Über die Erinnerung hinaus" (Moosburg 2016) und die (Wander-)Ausstellung "Stimmen von jenseits des Stacheldrahts" (Landshut 2019) verantwortlich sowie bis auf wenige Leihgaben für die Kunstausstellung mit Gedenkveranstaltung "29.4.1945" zum 75.+1. Jahrestag der Befreiung des Stalag VII A, online abrufbar über https://tinyurl.com/VHSSTALAG. Veröffentlichungen zu den in Kriegsgefangenschaft entstandenen Werken des französischen Künstlers Antoniucci Volti, schwerpunktmäßig zu den in städtischer Hand befindlichen Baracken des Stalag VII A im "mahn-mal: Stalag VII A" sowie Beiträge im Band "Auf den Spuren verlorener Identitäten. Sowjetische Kriegsgefangene im Stalag VII A Moosburg".
Rune Frandsen, Architecte EPFL, Doctoral candidate, ETH Zürich,
Prof. Günther Vogt, temporary settlements for infrastructure projects in the Swiss Alps after World War 2: barracks for mostly Italian guest workers on the construction sites of the Grande-Dixence dam, in Wallis.
Dr. Christine Glauning, Leiterin Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide
Dr. Benedikt Goebel, Historiker, Berlin. Zusammen mit Jörg Rudolph vom BBSR im Rahmen des Projektes „Bauen und Planen im Nationalsozialismus“ mit der Geschichte der Reichsbauverwaltung 1933-1945 beauftragt. Diese Verwaltung war auch am Bau von Lagern aller Art beteiligt
Dr. Andrea Hampel Hauptkonservatorin Frankfurt: An Ergebnissen Interessiert
Dr. Jan Hasil, Forschungsassistent Archäologisches Institut der AV ČR in Prag, zur Zeit Gastforscher an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. "Lagerforschung" in der Tschechischen Republik. Dokumentations- und Grabungsarbeiten des Arbeitslagers eines Arbeitskommandos der Kriegsgefangenen in Rolava/Sauersack (1941-1945), und eines Arbeitslagers bei der Bau von Stalinmonument in Prag (1949-1954)
Prof. Stephanie Herold, TU Berlin: Transformation ehemaliger Lager(Areale) des 2. WK zu Räumen des Alltags; Behelfsheimsiedlungen dar (Schwerpunkt Berlin)
Dr. Regine Hess, ETH Zürich, Professur für Konstruktionserbe und Denkmalpflege: Rassismus in der Architektur/ Nationalist Mindsets in Architectural History and Theory by Questioning the Concept of the Single-Family-Home. Prefabrication und ihre Ideologie und Geschichte, nicht nur in Notunterkünften und Lagern, sondern auch ihre Dissemination in andere Typologien durch Bauausstellungen, temporäre Bauten und Bücher.
Ronald Hirte, Mitarbeiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora Publikation: Offene Befunde - Ausgrabungen in Buchenwald. Zeitgeschichtliche Archäologie und Erinnerungskultur, Goslar 2000, Mitarbeit an Ausstellung ZeitSchichten. Erkennen und Erhalten - Denkmalpflege in Deutschland (2005)
Arne Keilmann, Sozialwissenschaftler/ Architekturhistoriker, Offenbach am Main, Regionalhistorische Forschung zu Behelfsheimen und deren Kriegs- und Nachkriegsnutzung
Christoph Keller, Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, u.a. archäologischen Untersuchungen in einem Zwangsarbeiterlager bei Königswinter
Volker Kirsch, Architekt, am LVR-Freilichtmuseum in Kommern für das historische Bauwesen zuständig, dort zwei Nissenhütten, von denen eine als Notunterkunft und eine als „Umnutzung“ zum längerfristigen Wohnen inszeniert.
Prof. em. Dietfrid Krause-Vilmar, Erziehungswissenschaften Universität Kassel, Publikationen, u.a. Das Konzentrationslager Breitenau. Zur Geschichte eines staatlichen Schutzhaftlagers 1933/1934. Schüren, Marburg 1998 und einen Aufsatz zur Baracke als Lebensform,
Dr. Astrid Ley, Stellvertretende Leiterin der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten | Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Prof. Dr. Matthias Noell, Universität der Künste Berlin, Professor für Architekturgeschichte und Architekturtheorie, Aufsatzpublikation Auschwitz – Architektur und Gestaltung der instrumentellen Vernunft. In: Tomasz Lewandowski: Auschwitz – Fall of the Modern Age. Halle an der Saale 2019. S. 103-109.
Prof. Philipp Oswalt, Fachgebiete Architekturtheorie und Entwerfen der Universität Kassel, 1999/ 2000 Teilgestaltung der Außenanalgen Gedenkstätte ehemaliges KZ Ravensbrück, neuere Interessen: (a) der Bauhäusler Fritz Ertl, (b) Die Baufirma Stadler Bimsbau 1941-1944, (c) Geplant 2022: Design Build Projekt Abbau, Restaurierung und Wiederaufbau Wehrmachts Pferdestallbaracke OKH 260 („Auschwitzbaracke“) mit Dr. Andreas Buss
Prof. Dr. Ulrich Pantle, Baugeschichte, Architekturtheorie, Architektursoziologie und Entwerfen, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes:
(1) Dissertation, in der es nicht nur um die Bracken des Notkirchenprogramms der Evangelischen Kirche ging, sondern insgesamt um aus dem historischen Kontext eine „Nobilitierung“ der „einfachen Bauten“, um eine „demütige Haltung“ zu zeigen.
Ulrich Pantle: Leitbild Reduktion. Beiträge zum Kirchenbau in Deutschland von 1945-1950. Regensburg 2005 (Diss. auch online / open access unter: https://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/40)
(2) 2015 haben wir das Buch „Räume des Ankommens“ veröffentlicht, in dem ich u.a. „eine kleine Typologie der Flüchtlingsbauten“ geschrieben habe, in dem u.a. die Bauweise (tektonisch vs. stereotomisch) die Bestandsdauer der Bauten repräsentiert und meiner Meinung nach etwas über das „Verschwinden und Bleiben“ der Bewohner aussagt. Amalia Barboza, Stefanie Eberding, Ulrich Pantle, Georg Winter (Hg.): Räume des Ankommens. Bielefeld 2016
Prof. Dr. Alexander Pellnitz, TH Mittelhessen, Professor für Städtebau und Stadttheorie, 2021 Anerkennung Wettbewerb Kommandantenvilla KZ Sachsenburg
Prof. Andreas Putz, TU München, Neuere Baudenkmalpflege
Dr. Edith Raim, Institut für Zeitgeschichte München, Diss. / Buch 1992: Die Dachauer KZ-Außenkommandos Kaufering und Mühldorf : Rüstungsbauten und Zwangsarbeit im letzten Kriegsjahr 1944/45
Dr.phil. Constanze Röhl und Dr.Inh. Peter Schneider, Brandenburgische Technische Universität Cottbus – Senftenberg: Möglichkeit der Lokalisierung und einer hypothetischen Rekonstruktion des KZ-Außenlagers Karlshagen II , das in einem Industriebau der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Peenemünde eingerichtet worden war, unter archäologischer und bauforscherischer Perspektive im Rahmen eines DFG-Projekt (https://www.b-tu.de/fg-baugeschichte/forschung/projekte/aktuelle-projekte/peenemuende)
Carl Rosenburg, Universität der Künste Berlin. Forschung zu britischen Internierungslagern der 1930er-1940er.
Marc Ryszkowski, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg: Schwerpunkt „Lager“ im historischen Baubestand unter den Aspekten der Überlagerung von Zeitschichten, der Umnutzung und der Umdeutung von historischen Strukturen – und ihrem Anteil an der gegenwärtigen Denkmalbedeutung innerhalb komplexer Denkmalstrukturen.
Dr. Timo Saalmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, befasst mit der Übernahme des Steinbruchareals des KZ Flossenbürg. Abgegangene ephemere Bauten kennen wir aus Fotografien, was für uns insofern relevant ist, da wir uns Aufschluss über die lagerzeitliche Nutzung und der Funktionsveränderung des Areals erhoffen. Der Steinbruchbetrieb erforderte per se eine flexible Nutzung von Baracken und fliegenden Bauten.
Dr. Frank Seehausen, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Bürgerbeteiligung und Städtebauliches Erbe, Bürgerportal Denkmalpflege. Aktuell Unterstützung bürgerschaftlicher und wissenschaftlicher Kräfte, die sich für Erhalt und Erforschung der Überreste des STALAG VII A in Moosburg engagieren. Arbeitsgruppe mit Stephanie Herold (TU Berlin), Andreas Putz (TU München) und Jörg Probst (Universität Marburg/ DIZ Stadtallendorf. Für weitere Kooperations- und Vernetzungsmöglichkeiten sind wir offen.
Ass. Prof. Antje Senarclens de Grancy, TU Graz: Lagerkomplex im Ersten Weltkrieg, den k.k. Flüchtlingslagern der Habsburgermonarchie, wobei es mir darum geht, 'das Lager' im Kontext der Architekturgeschichte der Moderne und als dieser zugehörig zu betrachten. Von besonderer Bedeutung ist mir dabei, sowohl den verwendeten Begriff von Architektur zu befragen als auch den politischen Gebrauch zentral zu fokussieren. Mitherausgeberin des Sammelbandes. Reflections on Camps - Space, Agency, Materiality“ (2018/19); habilitation zu “Lager und Architektur in der Moderne. Architekturhistorische Perspektiven auf die Kriegsflüchtlingslager der Habsburgermonarchie“
Katharina Specht, Büro Schneider Schumacher, Masterthesis an der TU Braunschweig zum Thema Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin Fritz-Bauer-Institut, Forschungen zu Auschwitz und Dachau
Dr. Katharina Steudtner, Dezernat Inventarisation und Dokumentation Baulichkeiten und baulichen Resten des NS-Erbes im Land Brandenburg zu tun - die Barackenthematik scheint hier vor allem bei den zahlreichen Außenlagern auf, zudem geht es häufig um Weiternutzung nach 1945, Ab- und Wiederaufbauten etc. Aus aktueller Perspektive stehen neben Sicherungs-, Konservierungs- und Restaurierungsfragen insbesondere die verträglichen Nutzungsperspektiven.
Prof. Dr.-Ing. Klaus Tragbar, Leiter des Instituts für Architekturtheorie und Baugeschichte, Universität Innsbruck, Vergleich Lebensläufe von Franz Ehrlich und Fritz Ertl. / Standardisierung, Vorfertigung und Industrialisierung in der Architektur.
Prof. Dr. Robert van Pelt, Professur für Kulturgeschichte am Institut für Architektur der Waterloo University, Publikationen u.a. A Site in Search of a Mission. In: Yisrael Gutman, Michael Berenbaum (Hrsg.): Anatomy of the Auschwitz Death Camp. 1994; mit Jean-Claude Pressac: The Machinery of Mass Murder at Auschwitz. In: Yisrael Gutman, Michael Berenbaum (Hrsg.): Anatomy of the Auschwitz Death Camp. 1994, mit Debórah Dwork: Auschwitz, 1270 to the present. Yale University Press, 1996, in Vorbereitung: Globalgeschichte der Holzbaracke, Park Books
Dr. Markus Rodenberg, stellvertretender Leiter Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim, Behelfsheime, representation of barracks and auxiliary housing in german open air museums
Dr. Eveline Saal, Bezirksarchäologie für Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg sowie Stadt und Landkreis Kassel , Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Befassung mit nordhessischen Zwangsarbeiter- und Gefangenenlagern
Louis Volkmer, wissenschaftlicher Volontär, KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, arbeitet u.a. zu Neuzugang zur Sammlung, eine Reichsbahnkaue, die vermutlich in dem Außenlager Mehlteuer des KZ Flossenbürg als Unterkunftsbaracke verwendet wurde. Besonders interessiert an
Prof. Dr. Alla Vronskaya, Universität Kassel, Fachgebiet Architekturgeschichte und -theorie. Forschung zu sowjetischen Baracken, Publikation: Modernism and Mobilization: From Viktor Sokolsky’s Economic Principle to Interwar Functionalism, 2021
Kai Wenzel, Stadtmuseum Görlitz, u.a. Buch: Axel Doßmann ; Jan Wenzel ; Kai Wenzel Architektur auf Zeit : Baracken, Pavillons, Container / 2006
Dr. Annika Wienert, Kunsthistorikerin, Max Weber Stiftung. Promotion zur Architektur der nationalsozialistischen Vernichtungslager
Maren Wienigk, Universität der Künste Berlin, Forschung zu Paul Baumgarten als Leiter der Hochbauabteilung Berlin der Holzmann AG 1937/38 bis 1945.
Dr. Susanne Willems, Berlin: Geschichte des KZ Auschwitz, entscheidenden Schritte des tatsächlichen Ausbaus und Funktionswandels des Birkenauer Lagers 1942 vor dem Hintergrund meiner Auseinandersetzung mit der Tätigkeit der Speer‘schen Stadtumbaubehörde
Assoc. Prof. Dr. Heidrun Zettelbauer, University of Graz, Institute of History. Interessensgebiet liegt aktuell u.a. in der Beschäftigung mit NS-Inklusionslagern und damit in Verbindung stehenden geschlechterhistorischen Fragen, konkret etwa auf der Frage der in die Lagerarchitektur eingeschriebenen Geschlechtersegregation und damit einhergehender un/erwünschter Homosozialität/Homosexualität.
Programm
12:00
Begrüßung
Vorstellungsrunde
Kurzeinleitung Robert van Pelt: Die Baracke aus Globalperspektive.
12:30
Teil 1: Globalhistorie der Baracke
Antje Senarclens de Grancy: Lagerkomplex im Ersten Weltkrieg, den k.k. Flüchtlingslagern der Habsburgermonarchie
Regine Hess: Rassismus bei vorgefertigten Unterkünften. Theorien und Entwürfe von Roland Rainer, Hans Schwippert, Guido Harbers
Berthold Burkhardt: Zeltlager
Kai Wenzel: Von Doecker zu Fokorad
Carl Rosenburg: britischen Internierungslagern der 1930er-1940er
Alla Vronskaya: Sowjetische Baracken 1930er Jahre
Jan Hasil: Baracken und Lager in der Tschechien Republik, ca. 1938 - 1955
Markus Rodenberg: Behelfsheime
Christina Czymay/ Arne Keilmann, Behelfsheime (2)
Andreas Buss: Schweizer Perspektive
Rune Frandsen: Gastworkercamps in Switzerland after 1945
Matthias Beer: Lager und Baracken. Plädoyer für eine diachrone und funktionale Betrachtung
13:00
Intermezzo (nur vor Ort/ analog): Besichtigung der gesicherten Barackenteile des Wochenend- und Jagdhauses von Dr. Eduard Fresenius in Schmitten (Christoph & Umack),
Mittagessen in der Universitätskantine
14:00 Fortsetzung Globalhistorie
Ayham Dalal: Architecture of Refugee Camps
Alaa Dia: Damp architecture in the context of managing migration EU/ Mediterranean borderscape
14:30
Teil 2: Baracken und Lager des NS-Regimes
a) Historiografie der NS-Zeit
Annika Wienert: National Socialist Extermination Camps
Edith Raim: Häftlingsunterkünften im Dachauer Aussenlagerkomplex Kaufering.
Constanze Röhl: KZ-Außenlagers Karlshagen II
Susanne Willems: Auschwitz-Birkenauer 1942 / Speerschen Stadtumbaubehörde
Jens Uwe Fischer: Lager der Volksgemeinschaft
Benedikt Goebel: Reichsbauverwaltung 1933-1945
Maren Wienigk: Paul Baumgarten / Holzmann AG
Philipp Oswalt: Stadler Bimsbau
15.30
b)Transformationen nach 1945
Stephanie Herold: Transformation ehemaliger Lager(Areale) des 2. WK in Berlin zu Räumen des Alltags/ Behelfsheimsiedlungen
Marc Ryszkowski: Umnutzung und Umdeutung am Beispiel früher Konzentrationslager in Baden-Württemberg
16:30
c)Erhalt, Restaurierung und Vermittlung
Thomas Danzl und Mitarbeiter: Restaurierungen in ehemaligen (Konzentration)lagern u.a. als Teil der Lehre
Christoph Keller: Bodendenkmale der Zwangsarbeiterlager bei Königswinter
Philipp Oswalt/ Andreas Buss: Sicherung einer Wehrmachts-Pferdestallbaracke OKH für eine Gedenkstätte als Design/ Build Projekt
Volker Kirsch: Präsentation von Baracken in Freilichtmuseen
Christine Fößmeier/ Hans-Christian Feldmann, Kriegsgefangenenlager Stalag VII A
Anke Fissabre/ Heike Matcha: Entwicklung einer Nutzungskonzeption für Schloss Lichtenburg, Prettin
Katharina Specht: Reichsparteitagsgelände Nürnberg
17:30 Schlussrunde – wie weiter: Wünsche, Vorschläge, Fragen.