Cam­pus­Kas­sel2030 - Kon­zep­te und Maß­nah­men für die be­schleu­nig­te Um­set­zung der En­er­gie­wen­de im Hoch­schul­be­reich

Drei Fachgebiete und die Bauabteilung der Universität Kassel haben sich gemeinsam mit einer Abteilung des Fraunhofer IEE das Ziel gesetzt, im Rahmen des Forschungsprojekts für den Uni-Campus einen gesamtstrategischen Prozess bezüglich der Wärmeversorgung unter Einbeziehung von Neubauvorhaben und der Sanierung von Bestandsgebäuden zu gestalten. Zunächst wurde die erste Phase des zweistufigen Ansatzes bewilligt, so dass ab Januar 2020 mit den Untersuchungen begonnen werden kann.

Luftbildaufnahme vom Hauptcampus Holländischer Platz (HoPla)

Das Verbundprojekt „CampusKassel2030“ greift die Herausforderungen der Energiewende auf und untersucht am Beispiel des Kasseler Universitätscampus „Holländischer Platz“ die Voraussetzungen und Umsetzungsoptionen zur Beschleunigung des Transformationsprozesses hin zu einem bis 2030 weitgehend klimaneutralen Campus. Das zweistufig angelegte Forschungsprojekt erarbeitet hierzu in einem ersten Schritt technische Lösungen für regenerative und effiziente Energieinfrastrukturen im Gebäude- und Quartierskontext und bezieht zukünftige Umsetzungsaspekte mit ein. In der konzeptionell angelegten Phase 1 wird bereits vorgesehen, umsetzungsrelevante Untersuchungen in einer potenziellen Phase 2 durchzuführen.

Grafische Darstellung der Projektstruktur für die beantragte Phase 1 und die optionale Umsetzungsphase 2

Hauptziel des Forschungsprojekts ist die Gestaltung eines gesamtstrategischen Prozesses bezüglich der Wärmeversorgung für einen Universitäts-Campus unter Einbeziehung von Neubauvorhaben und der Sanierung von Bestandsgebäuden.

Das Projekt wird hierzu in den ersten drei Jahren

  • energetisch technische Lösungskonzepte für einen hinsichtlich der Wärmeversorgung energieeffizienten Uni-Campus entwickeln – speziell unter Berücksichtigung der erforderlichen Bestandsmaßnahmen,
  • ökonomische und verhaltensspezifische Anforderungen zur Überwindung von Umsetzungs- und Anwendungshemmnissen integrieren,
  • die Projektergebnisse in einem Gesamttransformationskonzept inklusive eines Monitoring- und Verstetigungskonzepts zusammenfassen und dabei
  • den Transfer der übertragbaren Projektergebnisse und -erkenntnisse in andere öffentlich getragene Liegenschaften und Quartiere ermöglichen.

Sämtliche Maßnahmen und Untersuchungsgegenstände der drei technisch orientierten Kernthemen „Neubau“, „Nahwärmenetz“ und „Bestand“ werden im Sinne eines gesamtheitlichen und langfristig angelegten Strategieprozesses untersucht und im Kernthema „Gesamtstrategie Campus“ zusammengeführt. Die Gesamtstrategie berücksichtigt die technischen Kernthemen in Verbindung mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und nutzerspezifischen Fragestellungen und mündet in ein umsetzungsorientiertes Handlungskonzept.


Lauf­zeit

1/2020 bis 12/2022

Wei­te­re Mit­ar­bei­ten­de

Mit­tel­ge­ber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Wei­te­re Pro­jekt­part­ner

  • Fachgebiet Solar- und Anlagentechnik - Uni-Kassel
  • Fachgebiet Technische Gebäudeausrüstung - Uni-Kassel
  • Abteilung V – Bau, Technik, Liegenschaften - Uni-Kassel
  • Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE, Abteilung Strom-Wärme-Systeme, Gruppe Gebäudesystemtechnik
  • House of Energy - (HoE) e.V. – Bereich Projekte (assoziierte Partnerschaft)

Bild: Rösler