Ein­füh­rungs­pro­jekt | räu­me er/fin­den | ASL Rund­gang goes vir­tu­al

Aufgrund der aktuellen Ereignisse und Regelungen, deren Ende noch nicht absehbar ist, haben wir uns entschieden die Chance am Schopfe zu packen um ein neues Display für den Rundgang zu schaffen, der virtuell und daher auch über die Grenzen der UNI hinaus erlebbar werden kann. Es ist ein Experiment in das wir uns gemeinsam mit Euch begeben wollen.

Konkret werden wir Ausstellungsräume für den ASL Rundgang entwerfen, in denen die im SoSe20 entwickelten Projekte von ASL präsentiert werden. Ein Ort für Talks, Treffs, Vorträge wie auch Partys soll natürlich hierbei auch Platz finden.

 

Die von Euch entworfenen Ausstellungsräume sollen auch virtuell begangen werden. Wir werden eure im 3d (Rhino) erstellten Entwürfe in eine Game Engine importieren, die man dann mit Hilfe eines Avatars virtuell durchwandern kann.

Das Projekt wird sich stufenweise in angeleiteten Schritten entwickeln, mit allen Mitteln die jedem zu Hause zur Verfügung stehen. Neben dem digitalen Entwerfen werden wichtige Entwurfsskills, wie das Anfertigen von Zeichnungen und des analogen Modellbaus, parallel ein stetiger Begleiter sein.


Mas­ter­pro­jekt | Baum und Raum | in­mit­ten der Stadt

Was wäre wenn … ? Wir befinden uns im Übermorgen und einiges ist anders als wir es heute gewohnt sind. Lebensweisen und Einstellungen wie wir miteinander wohnen, arbeiten, kommunizieren, produzieren, mit Ressourcen umgehen, … haben sich weiterentwickelt. Momentan erleben wir gerade selber wie sehr geänderte Rahmenbedingungen unseren Alltag beeinflussen.

Ausgehend von zukünftigen Szenarien, die im Rahmen des Projektes von den Studierenden skizziert/konzipiert/erdacht werden, werden wir für einen exemplarischen Bauplatz _ „inmitten der Stadt“_ einen hybriden Wohnkomplex für Arbeiten/Produzieren und Wohnen entwerfen, der den Bedürfnissen der imaginären Bewohner*innen gerecht wird. Unsere Vorgabe ist, dass zumindest ¼ der Bewohner*innen Bäume sind, die als gleichwertige Nutzer in den Gebäudekomplex integriert werden. Wir wollen mit diesem Paradigmenwechsel unser Verständnis zur Natur neudenken und mögliche Synergien und Wechselbeziehungen der Bewohner*innen untereinander untersuchen. ArchitekturMITNatur

Die feministische Theoretikerin Donna Haraway ruft mit dem Chthuluzän ein Zeitalter aus, in dem das Leben aller Arten und Kreaturen und deren Koexistenz im Zentrum stehen. Verwandtschaften sollen neu gedacht werden, Beziehungen artenübergreifend sein. Sie meint: „Das Anthropozän können wir nur hinter uns lassen wenn wir uns als ein besonders empathisches unter den vielen Wesen im Humus des Planeten, dem Komposthaufen des Lebens, fühlen.“

Ziel ist es, Architekturen für eine „lebendige Stadt der Zukunft“ zu entwickeln, die wechselseitigen Beziehungen von Mensch, Baum/Natur und Raum thematisiert.

Se­mi­nar | As­so­zia­ti­ves Ver­or­ten

Allen gestalterischen visuellen Darstellungen geht eine bestimmte Idee voran. Sie formt sich aus den eigenen Gedanken zu einem bestimmten Thema oder zu einer konkreten Aufgabenstellung. Mittels assoziativer Verortung lassen sich die eigenen Beweggründe und die Einflüsse auf das eigene Schaffen formulieren. 

Über die (hand-)schriftliche Reflexion erworbenen Wissens, gemachter Erfahrungen und erlangter Erkenntnisprozesse werden die Produktion gestalterischer Arbeit beeinflusst und neue Bedeutungszusammenhänge erkannt – Schreiben ist Gedankenverlängerung.

Im Rahmen des Workshops werden Techniken des Assoziativen Verortens vorgestellt und experimentelle Methoden für die Erstellung freier Konzepte auf Textbasis zur Erweiterung gestalterischer Möglichkeiten erprobt.

Im ersten Teil werden nach einer grundsätzlichen Einführung unterschiedliche Methoden wie Free Writing, Live Writing und Unfunctioning sowie Übungen zu konkreten Überlegungen und Mind Mapping zum Thema Raum und Baum in der Großgruppe als auch in Kleingruppen vermittelt. 

Der zweite Workshoptag widmet sich der Er- und Ausarbeitung eines Statements zur Aufgabenstellung. Es kommuniziert den eigenen Entwurf und stellt eine Grundlage für die mögliche praktische Übersetzung und Ausführung der Aufgabenstellung dar. 

Se­mi­nar | Bey­ond Mat­ter

Mit der Digitalisierung verschiedenster Prozesse bewegen wir uns immer mehr auf eine Zeit zu, die ohne die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine kaum vorstellbar ist.

Auch in der Architektur verschmelzen physische Gesetzmäßigkeiten, wie zum Beispiel materialspezifische Eigenschaften mit dynamischen und regelbasierten virtuellen Gedanken-Modellen und eröffnen damit Gestalter*innen und Planer*innen komplexe Strukturen zu entwerfen.

Im Rahmen des Seminars wird ein Überblick über die momentanen Methoden im Bereich des „Digitalen Entwurfs“ geschaffen und erprobt.

Dieses Seminar ist gekoppelt und verpflichtend für die Teilnehmer*innen des Einführungsprojekts „Räume er/finden – ASL Rundgang goes virtiual“. Wir forcieren das Arbeiten mit allen Mitteln und digitale Medien so früh wie möglich in den kreativen Entwurfsprozess einzubinden.

Se­mi­nar | Kas­sel Ge­wöhn­lich - Un­ge­wöhn­lich

Bis heute besitzt die Stadt Kassel kein Medium für virtuelle Exkursionen durch die Stadt. Wir möchten im Rahmen des Exkursions-Angebots „Kassel - gewöhnlich - ungewöhnlich” einen virtuellen Stadtrundgang erstellen. Dieser basiert auf euren persönlichen Erfahrungen, Inspirationen und Meinungen des euch umgebenden täglichen Lebens. Aufgrund der aktuellen Situation und des social distancing sind die Städte fast menschenleer. So sind wir in der Lage den leeren Ist-Zustand der Stadt zu dokumentieren und im weiteren Verlauf des Semesters, wenn hoffentlich diese Orte wieder mit Leben gefüllt sind, die Transformation der Orte festzuhalten. Wie im Titel beschrieben suchen wir Orte in Kassel, welche als gewöhnlich und deshalb als ungewöhnlich wahrgenommen werden. Wir suchen eine Reflexion eures eigentlichen täglichen Lebens. Zeigt uns die Orte, an denen ihr immer wieder stehen bleibt, welche eure Gedanken anregen oder welche euch einfach beeindrucken. Wir freuen uns, mit euch Kassel auf neue Art und Weise zu entdecken und zu dokumentieren.

„Kassel: Gewöhnlich - ungewöhnlich" ist Kooperationsveranstaltung des Netzwerks FG Entwerfen und Gebäudelehre / EuG mit Prof. Marie Therese Harnoncourt–Fuchs, Harun Faizi und Ludwig Geßner & Forschungsplattform BAU KUNST ERFINDEN / BKE mit Prof. Heike Klussmann und Anne Krönker, das sich für die Konzeption und Realisierung des ASL-Rundgangs SoSe2020 gegründet hat.

Se­mi­nar | „Nar­ra­ti­v“

Im Seminar „Narrativ“ werden neue Formate der Kommunikation von Projektinhalten vermittelt und 1:1 erprobt. Die teilnehmenden Studierenden erwerben Kenntnisse über Erzähl- und Animationstechniken, die sie dann direkt an ihren eigenen Projekten anwenden.