Leh­re

Das Seminar dient dem intensiven Austausch über die Forschung des documenta Instituts. Innerhalb der Lehrveranstaltung werden aktuelle Forschungsansätze diskutiert, die sich auf der Schnittstelle von Kunst, Gesellschaft, Ökonomie und Wissen befinden. Im Zentrum stehen dabei Ausstellungen als Medien der gesellschaftlichen Selbstverständigung. BA- und MA-Kandidat*innen sowie Doktorand*innen und Postdoktorand*innen haben die Möglichkeit, ihre Vorhaben vorzustellen. Zudem finden im Rahmen des Seminars Gastvorträge statt. Das Seminar findet voraussichtlich als Veranstaltung in Präsenz statt.

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Die seit 1895 stattfindende Biennale in Venedig gilt als eine der wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Neben den Nationalpavillons in den „Giardini” stellt die von Cecilia Alemani kuratierte Gruppenausstellung „Milk of Dreams” im Zentralpavillon und Arsenale einen Ausgangspunkt dar, um sich einen Überblick über aktuelle zeitgenössische Kunst zu verschaffen. Zusätzlich finden sich über die ganze Stadt verteilt weitere Ausstellungsorte einzelner Länder sowie zahlreiche kollaterale Ausstellungen. Ergänzend zur Biennale werden wir sowohl weitere Museen zeitgenössischer Kunst besuchen als auch punktuell architektonische Denkmale besichtigen.

 

Bitte senden Sie ein kurzes Motivationsschreiben unter Angabe Ihres Studiengangs und Fachsemesters bis zum 1.10.2022 an felix.vogel[at]uni-kassel[dot]de.

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Ziel des Seminars ist die Bestimmung des Verhältnisses von Kunst und Wissen: Gibt es ein genuin „künstlerisches” Wissen? Wie verhält sich dieses zu Vorstellungen von Wissen aus den Geistes- und Naturwissenschaften? (Oder wohnt diesen selbst nicht auch ein „kreatives” Moment inne?) Insbesondere wenn die Rede von der „Wissensgesellschaft” ist, gilt es zu fragen, was „Wissen” überhaupt ist, in welche politischen und ökonomischen Kontexte die Wissensproduktion eingebettet ist und wie dies vielleicht letztlich mit der Idee eines „kreativen Imperativs” zusammenhängt.

 

Neben der Diskussion von Grundlagentexten aus der Wissensgeschichte (und wie diese sowohl für die Architektur als auch die Kunstwissenschaft produktiv „angeeignet” werden können) wird es immer auch darum gehen, die eigene (entwurfliche, künstlerische, planerische, wissenschaftliche) Praxis als epistemische Praxis zu untersuchen. Ergänzt wird dies durch Vorträge und Diskussionen mit internationalen Gästen aus der künstlerischer Praxis, der Philosophie sowie der Architektur-, Kunst- und Wissensgeschichte.


Seminarbeginn: 27.10.2022. Anmeldung via Moodle bis zum 21.10.2022. 

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Ist die sakrale Bauaufgabe überhaupt noch zeitgemäß? Die Anzahl der bestehenden Sakralbauten und deren Nutzer:innen befinden sich zumindest in einem Ungleichgewicht zueinander, was gegenwärtig vielerorts zu Leerstand, Umnutzung oder Abriss führt. Genau umgekehrt verhielt es sich hingegen 1945, als der Bedarf an neuen Sakralbauten groß war. Ausgehend von den sogenannten Notkirchen der unmittelbaren Nachkriegszeit, geht das Seminar den Entwicklungen des Sakralbaus bis zur Gegenwart nach. Mit einem Fokus auf Europa, sollen hierbei exemplarische Kirchen und Kapellen, Synagogen sowie Moscheen als Ausdruck ihrer Zeit und einer sich im Wandel befindenden Gesellschaft analysiert werden.

Die Referatsvergabe erfolgt in der ersten Sitzung.

Die Anzahl der Teilnehmer:innen ist auf 20 Personen begrenzt. Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist eine Anmeldung bis zum 17. Oktober 2022 per E-Mail an: linda.schiel[at]uni-kassel[dot]de

 

LITERATUR

Lieb, Stefanie: Himmelwärts. Geschichte des Kirchenbaus von der Spätantike bis heute. Berlin 2010.

Schulz, Ansgar / Schulz, Benedikt (Hg.): Religion und Stadt. Positionen zum zeitgenössischen Sakralbau in Deutschland. Berlin 2018.

Stegers, Rudolf: Entwurfsatlas Sakralbau. Basel / Boston / Berlin 2010.

Stock, Jean Wolfgang (Hg.): Europäischer Kirchenbau 1950–2000. München u.a. 2002.

Wittmann-Englert, Kerstin: Zelt, Schiff und Wohnung. Kirchenbauten der Nachkriegsmoderne. Lindenberg im Allgäu 2006.


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