Abschlussarbeiten

Bild: FG Umweltmeteorologie

Bei Interesse an einer Abschlussarbeit am Fachgebiet zu einem der aufgeführten oder weiteren Themen, melden Sie sich bitte möglichst frühzeitig bei uns, um alles Weitere gemeinsam zu besprechen.

  • Klärung der formalen Voraussetzungen mit dem SPS
  • Es sollte möglichst eine Veranstaltung des Fachgebiets Umweltmeteorologie belegt
  • Die Arbeit kann je nach Studien- und Prüfungsordnung auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden
  • Entwicklung einer groben Idee bzw. Aufgreifen eines Vorschlags
  • Kontaktaufnahme mit potenziellen Betreuer:innen am Fachgebiet Umweltmeteorologie
  • Einreichen eines 1 - 2 Seitigen Exposés bei Betreuer:in möglichst drei Wochen vor Frist beim SPS
  • Abstimmung und ggf. Überarbeitung des Exposés
  • Einreichung des Exposés beim SPS
  • Bei Masterarbeiten: Die Arbeit kann auch im Format zur Vorbereitung für die Veröffentlichung in einem Zeitschriftenartikel eingereicht werden. Bei Interesse frühzeitig besprechen
  • Üblicherweise bieten wir bei Bachelorarbeiten mindestens zwei bis drei Besprechungs- und Beratungsgespräche an
  • Bei Schwierigkeiten selbstständig Austausch mit Betreuer:in suchen und zusätzliche Termine rechtzeitig vereinbaren
  • Umfang variiert, je nach verwendeter Methodik (z. B. eigene Messungen, Modellierung kürzer, bei Literaturstudien ohne eigene Datenerhebung länger)
  • Eigenständiger Austausch mit Studierenden am FG, die auch Abschlussarbeiten schreiben
  • Eigenständig Rückmeldungen und Abstimmung mit Zweitbetreuung koordinieren

Themen Abschlussarbeiten

Weitere Themen insbesondere im Bezug zu Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekten sind eben falls möglich.

Der Radverkehr gilt als Schlüssel zur Verkehrswende und zum Klimaschutz. Doch extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen oder Starkregen können Radnutzung und -infrastruktur selbst stark beeinträchtigen. Diese Arbeit untersucht – anhand einer Literaturstudie oder modellbasierter Analysen – wie sich der Radverkehr an die Folgen des Klimawandels anpassen kann.

Evaluierung der Kühlen-Orte-Karte Kassel

Die Stadt Kassel hat Kühle-Orte-Karte veröffentlich, die für heiße Tage, kühle Ort zur Erholung aufzeigt, darunter auch verschiedene Freiflächen wie Parks, Friedhöfe und Kleingärtenvereinen. Unklar ist allerdings, ob diese kühlen Orte tatsächlich kühler und zugänglich sind und welche Stadt bzw. Grünstrukturen beeinflussen dies. Diese könnte mittels räumlicher Analysen der Strukturen oder über Messungen in ausgewählten kühlen Orten genauer evaluiert und ggf. mit Optimierungsvorschlägen kombiniert werden.


Grün in Rothenditmold

Durch das Förderprogramm „Grün in Rothenditmold“ können Eigentümerinnen und Eigentümer eine finanzielle Förderung für verschiedene Maßnahmen zur Haus- und Hofbegrünung erhalten. Um gezielt Eigentümerinnen und Eigentümer anzusprechen, deren Grundstück Potenzial haben könnte, wird eine GIS eine Analyse durchgeführt, um eine Priorisierung vorzunehmen und ggf. schon die Wirkung abzuschätzen.

Analyse der städtischen Wärmeinsel in Kassel

Mit den Daten aus dem KUCON-Projekt und weiteren Quellen (Crowd-Sourcing, Messnetz der Stadt) lassen sich neue, detaillierte Einblicke in das Stadtklima Kassels gewinnen. Im Fokus könnten die räumliche Variabilität der städtischen Wärmeinsel und der Einfluss von Bebauung oder Grünstrukturen stehen. Die Arbeit bietet die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte in Analyse und Methodik zu setzen.


Das Klima von Kassel

Kassel hat eine besondere Lage, die u. a. zum vermehrten Auftreten von Nebeltagen führt. Auch die Stadtbebauung und die Topographie beeinflusst die räumliche Variabilität der Lufttemperatur. Was ist über das Klima von Kassel bekannt? Welche Ergebnisse und Untersuchungen lassen sich anhand von Literatur ist aus wissenschaftlichen, historischen und studentischen Arbeiten zusammentragen, um ein umfassenden Bild über das Klima von Kassel in der Vergangenheit und heute zu erlangen?


Untersuchungen zur Dachbegrünung der Stadt Kassel

Dachbegrünung wird häufig als Maßnahme zur Anpassung an Hitze in Städten diskutiert. Die Stadt Kassel hat eine Demonstrationsfläche für Dachbegrünung etabliert und an einer anderen Fassadenbegrünung in der Stadt sind bereits Messdaten erhoben wurde. Wie wirksam ist diese Dachbegrünung und die verschiedenen Varianten? Welche Reduktionen der Oberflächen- und Lufttemperatur können nachgewiesen werden? Wie ließe sich die Wirkung noch erhöhen?


Klimatische Wirksamkeit der urbanen Waldgärten in Kassel

In Kassel wurden zwei urbane Waldgärten etabliert, wo bereits seit einiger Zeit Klimamessungen durchgeführt werden. Hierzu kann mithilfe der vorhandenen Messstationen oder durch eigene Analysen und Messungen untersucht werden, welche klimatischen Funktionen die urbanen Waldgärten erfüllen. 

Mikroklimatische Analyse

Der Campus der Universität Kassel wird häufig als lokaler Hitzespot wahrgenommen. Auf bisherigen Projekten und Seminaren aufbauend, kann diese Arbeit den Campus differenziert untersuchen – etwa im Hinblick auf saisonale Unterschiede oder unterschiedliche Nutzungsbedingungen. So lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen für eine klimaresiliente Campusgestaltung ableiten.


Experimente & DIY Adaptation

In vielen Städten entstehen Do-it-yourself-Initiativen, die mit kleinen Eingriffen wie Wasserneblern, Begrünungen oder Sonnensegeln auf Hitze reagieren. Doch wie wirksam sind solche Maßnahmen wirklich? Diese Arbeit bietet die Chance, ihre Effekte experimentell und mit eigenen Messungen zu überprüfen.

Stadtklimaanalysen weltweit

In Deutschland sind Stadtklimaanalysen und Planungshinweiskarten (VDI 3787 Blatt 1) eines der wesentlichen Instrumente um Stadtklima und lokales Klima in Planungsprozesse zu berücksichtigen. Auch weltweit finden Stadtklimaanalysen zusehends Eingang in Planungsprozesse. Bisher gibt es allerdings kaum Übersicht darüber, wie viele Städte Stadtklimaanalysen durchgeführt haben, wie dabei vorgegangen wird, wie die Daten bereitgestellt werden, welche Inhalte dargestellt werden und ob bzw. wie die Qualität und Verlässlichkeit überprüft wird. Anhand einer Internetrecherche für ein Land (je nach Sprachkenntnissen z. b. in China, Frankreich, Spanien) werden die vorhandenen Stadtklimaanalysen systematisch gegenübergestellt und verglichen.


Schwammstadt: Wirksamkeit, Synergien und Zielkonflikte in der Klimawandelanpassung

Das Thema Schwammstadt wird in den letzten Jahren zunehmend diskutiert. Dabei handelt es sich prinzipiell um kein neues Thema, sondern eines, das schon seit Jahrzehnten z. B. unter lokaler Regenwasserbewirtschaftung beschrieben wird. So gibt es sowohl in Deutschland als auch international zahlreiche Beispiele. Ziel der Arbeit wäre es, einen Aspekt wie z.B. die Wirksamkeit von Schwammstadtmaßnahmen für verschiedene Ziele der Klimaresilienz zu bewerten, geeignete Indikatoren zu identifizieren oder Synergien und Zielkonflikte genauer zu betrachten.


Rolle von Klimadaten in Smart-City-Projekten
Die Bedeutung städtischer Klimadaten für die Planung und Entwicklung von Maßnahmen zur Eindämmung und Anpassung an den Klimawandel in Städten sollte in den Mittelpunkt rücken. Wie können diese Daten dazu beitragen, bessere Lösungen für die Zukunft zu entwickeln und dabei Aspekte wie das menschliche Wohlbefinden, die Landschafts- und Flächennutzung, die Förderung der biologischen Vielfalt sowie die Widerstandsfähigkeit gegenüber Risiken im Blick zu behalten?

Mikroklimatische Modellierung unter verschiedenen Planungsszenarien bzw. Entwurfsoptimierung

Bislang wird Klimawandelanpassung nur unzureichend in der Planung- und Entwicklung von Quartieren und Freiflächen berücksichtigt. Für ein konkretes Projektgebiet oder für einen vorhandenen (eigenen) Entwurf kann mittels mikroskaliger Modellierung eine Bewertung der thermischen Belastung vorgenommen werden. In einem iterativen Prozess können so verschiedene Entwurfszenarien hinsichtlich der Verbesserung des thermischen Komforts überprüft werden. Dies bildet eine Grundlage für eine Diskussion, wie und an welcher Stellte sich solche Untersuchungen in die Praxis einbinden lassen können.

Während in europäischen Städten oft umfangreiche Klimadaten vorliegen, gestaltet sich die Erfassung in datenarmen Regionen wie Santa Clara, Kuba, deutlich schwieriger. Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Wissensstand zum Stadtklima dieser Stadt zu erfassen und zu bewerten. Grundlage können Literaturrecherchen, die Auswertung früherer Untersuchungen sowie Satellitendaten sein – im Rahmen der bestehenden Kuba-Kooperation.