Pro­jekt - Die Na­tur der Flut­mul­de

Erstes Treffen:Dienstag, 21.04.2015, 14.00 Uhr
Studentischer Arbeitsraum, HaFeKa, 2. Stock, Raum 2107
Projekttag: Dienstag ab 14.00 Uhr

Leit­bil­der und Kon­zep­te für die Frei­raum­ent­wick­lung der Flut­mul­de im Kas­se­ler Os­ten

Ziel des Projektes ist es, einen Strategieplan für die Freiraum- und Naturentwicklung der sogenannten Flutmulde im Kasseler Osten zu erarbeiten. Die Flutmulde ist ein Überschwemmungsbereich der Fulda und „umspült“ die „Insel“ der Unterneustadt. Sie wurde weitgehend von Hochbauten freigehalten – wurde aber dazu genutzt, den Kasseler Osten mit großen Straßen autogerecht zu erschließen. Das führt zu einer starken Trennung der Stadtteile Bettenhausen, Forstfeld und Waldau von der Unterneustadt, dem Fuldaraum und auch der Kasseler Innenstadt. Das zeigt sich besonders eindrücklich am Platz der Deutschen Einheit, einem großen, in der Flutmulde gelegenen Kreisverkehr, der für Radfahrer und Fußgänger als starke Barriere wirkt und die Radiale der Leipziger Straße unterbricht. Im Projekt soll eine Strategie entwickelt werden, die die trennende Wirkung der Flutmulde abbaut und die besser nutzbare Freiräume für die Bewohner, aber auch Habitate für unterschiedliche Tierarten bietet. Die Integration der Bedürfnisse von Tieren soll mit der Methode Animal-Aided Design (kurz AAD) erfolgen. Die Kernidee von AAD ist, Naturschutz und Gestaltung zu verbinden, indem das Vorkommen von Tieren als Teil der Gestaltung geplant und als Inspiration für den Gesamtentwurf begriffen wird. Die Auswahl der gewünschten Tierarten wird gleichberechtigt zu allen anderen notwendigen Planungsentscheidungen betrachtet. Um die Frage der Artenauswahl beantworten zu können, sollen im Rahmen des Projektes Leitbilder für die Naturentwicklung der Flutmulde erstellt und untereinander abgewogen werden. Im Zentrum der Leitbildentwicklung steht die Frage: „Welche Natur wollen wir in der Flutmulde?“ Die Methodik AAD wurde bereits im Rahmen eines Forschungsprojektes erfolgreich getestet. Mit dem Studienprojekt soll nun erprobt werden, ob die Methode auch auf größere Freiräume praktikabel angewendet werden kann. Der Fokus des Projektes liegt daher nicht auf der tiergerechten Planung von einzelnen Freiräumen, sondern auf der Erstellung von Leitbildern und Konzepten für die Flutmulde, die die Interessen und Nutzungsansprüche der Nachbarschaften, wie auch die Bedürfnisse ausgewählter Tierarten erfüllt.

De­tails

Projekt für Studierende im Bachelor- und Masterstudiengang
im SoSe 2015

Betreuung
Dr. Annette Voigt
Vertretungsprof. SoSo 2015

Dr.-Ing. Thomas Hauck

wei­te­re In­for­ma­tio­nen