Your uto­pia, my dys­to­pia? Frei­raum-Uto­pi­en

Das Seminar wird zunächst digital angeboten.

1. Sitzung:
Mittwoch, 22.4.2020, 10.00 Uhr

Alle interessierten Studierenden werden darum gebeten, sich bis zum 17.4.2020 sowohl im Hispos als auch im Moodlekurs „Your utopia, my dystopia? Freiraum-Utopien“ anzumelden.
Sie werden dann zur ersten Sitzung per Mail eingeladen.

SWS 4, Credits 6
Modulzuordnung
PO 2015: D-2.0-43; D-2.3-21; D-2.3-04; D-1.3-34

Lehrende
Dr. Annette Voigt

Teilnehmer_innen
insgesamt max. 16

Beschreibung
Im Seminar werden wir untersuchen, welche radikalen Zukunftsvorstellungen utopischer und dystopischer Art wir selber entwickeln können und welche in Literatur, Medien oder Projekten formuliert werden. Aktuell drängt sich zudem die Frage auf, ob sich unsere Vorstellungen über die Zukunft durch die Corona-Krise und ihre dystopischen, aber eventuell auch utopischen Aspekte verändert haben. Unser Leben ist den letzten Wochen erstaunlich schnell sehr anders geworden: bedroht, vereinzelt, begrenzt… Die Pandemie und die durch sie entstehenden Einschränkungen kann aber auch genutzt werden darüber nachzudenken, wie wir in Zukunft leben wollen (und auch nicht leben wollen). Das machen wahrscheinlich gerade viele: Was mach ich als erstes, wenn die Ausgangsbe-
schränkungen aufgehoben werden? Viele denken das wahrscheinlich sehr kurzfristig und pfadabhängig, pragmatisch oder eher hedonistisch.  Aber es gibt auch viele, die denken, es sei nun die richtige Zeit, das „window of opportunity“ für das große Umdenken…

Im Mittelpunkt des Seminars stehen Zukunftsvorstellungen, die sich auf den öffentlichen Freiraum beziehen – auf seine Eigenschaften und Ausstattung, seine Nutzung, Aneignung und Gestaltung und auf das sich in ihm ausdrückende Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit.
Die derzeitige Corona-Krise kann die Auseinandersetzungen mit dem Freiraum der Zukunft in bestimmte Weise fokussieren: Denn fast über Nacht sind Maßnahmen möglich geworden, die die Nutzung von öffentlichen Räumen begrenzen oder verunmöglichen, wie es bis vor kurzem noch undenkbar war. Wenn so eine schnelle Veränderung unseres Alltages möglich ist, fragt man sich, was wohl noch möglich ist? Wird es in der Zukunft überhaupt noch öffentliche Freiräume oder nur noch privatisierte Konsumräume geben? Welche Typen öffentlicher Räume wird es geben und wer nutzt und gestaltet sie – und wie? Werden Straßen weiterhin vom Individualverkehr dominiert sein – und wenn nicht, wie wird der dadurch frei gewordene Raum genutzt? Spielen unsere Enkel drohnenüberwacht auf Spielplätzen und programmieren mit ihren mobilen Endgeräten die Klettergerüste? Welche Pflanzen und Tiere wird es in der Zukunft in der (klimaerwärmten) Stadt geben und welche nicht? 

Ist jede Utopie für jemand anders eine Dystopie?
Wir werden reflektieren, was die Ambivalenzen und Konsequenzen dieser Utopien in gesellschaftspolitischer und ökologischer Hinsicht sind: Wer hat die Macht über den Freiraum? Welche Bereiche des individuellen Lebens werden aus dem öffentlichen Raum ausgegrenzt? Wie sind unsere Beziehungen zu Nichtmenschlichen Lebewesen in der Stadt?

Die Diskussion von Utopien und Dystopien dient sowohl dazu, gegenwärtige Problemlagen grundsätzlich zu hinterfragen als auch einen Blick auf alternative, divergierende Zukünfte zu erlauben und sich pfadunabhängige Impulse zur Veränderung zu überlegen und dabei den Raum des derzeit Möglichen oder Machbaren verlassen.

Erwartete Prüfungsleistung
•    Erarbeitung einer eignen Vision
•    Diskussionsbeteiligung
•    Diskussion einer Utopie und einer Dystopie
•    Seminararbeit


Das Seminar ist offen für Studierende Master oder höhere Semester Bachelor aus ASL. Bei Überbelegung erfolgt die Auswahl per Motivationsschreiben

Das Seminar wird zunächst digital angeboten.
1. Sitzung: Mittwoch, 22.4.2020, 10.00 Uhr
Alle interessierten Studierenden werden darum gebeten, sich bis zum 17.4.2020 sowohl im Hispos als auch im Moodlekurs „Your utopia, my dystopia? Freiraum-Utopien“ anzumelden.
Sie werden dann zur ersten Sitzung per Mail eingeladen.