Lehre
Der Kasseler Süden - Räumliche Entwicklung eines vielfältigen Stadtbereichs (Einführungsprojekt)
M.Sc. Jan Werneke, M.Sc. Elena Vopicka
Fußgängerzonen im Wandel (Vertical Studio)
Prof. Dr. Frank Roost, Dr. Wiebke Reinert
BLP – Einführung in die Bauleitplanung
M.Sc. Jan Werneke
Die Vorlesung richtet sich primär an die Bachelor-Studiengänge ASL. Ziel ist eine Einführung in die verbindliche Bauleitplanung zu geben. Dabei wird ein Überblick in das Bauleitplanverfahren (FNP/B-Plan) gegeben. Die bauplanungsrechtlichen aber auch verfahrenstechnische Aspekte werden behandelt. Es gibt einen praktischen Übungsanteil und seminaristische Elemente. Qualifikationsziel ist Grundlagenwissen über die Erstellung eines Bebauungsplans mit allen rechtlich notwendigen Teilen (B-Plan, Begründung, Umweltbericht) zu vermitteln. Prüfungsleistung ist eine Klausur. Zu allen Veranstaltungen sind folgende Texte mitzubringen: Baugesetzbuch, Baunutzungsverordnung, Planzeichenverordnung (jeweils aktuelle Fassung).
Literaturempfehlung:
- Zemke, Reinhold (2018): Der Bebauungsplan in der Praxis - Grundlagen, Abwägungs- und Festsetzungstechnik, Kommunikation und Verfahren, Kalkulation nach HOAI, Stuttgart: Kohlhammer Verlag
- Lehr, Marc (2016, 2. Auflage): Der Bebauungsplan - Praxishinweise für Architekten und Ingenieure, Berlin: DIN / Beuth Verlag
- Bischopink, Olaf; Külpmann, Christoph; Wahlhäuser, Jens (2021, 5. Auflage): Der sachgerechte Bebauungsplan, Bonn: vhw Verlag
- Hilfreich, aber nicht zwingend, ist oft eine Gesetzeskommentierung, z.B. kompakt: Jäde, Hennig / Dirnberger, Franz et al. (2022, 10. Auflage): Baugesetzbuch (BauGB) Baunutzungsverordnung (BauNVO) – Kommentar, Stuttgart: Richard Boorberg Verlag
Räumliche Planung I/2 Teilmodul
Prof. Dr.-Ing. Frank Roost
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die Studierenden in die Zugänge, Maßstäbe und Gegenstände der räumlichen Planung einzuführen und dabei grundlegendes Wissen zu den verschiedenen Ebenen und Stufen der räumlichen Planung zu vermitteln. Hierzu gehört auch ein generelles Verständnis der Aufgaben der Stadt- und Regionalplanung, Kenntnisse der Grundlagen und Methoden zur Analyse von Räumen sowie Wissen über die wesentlichen Zugänge der räumlichen Planung im Spektrum zwischen Strategie, Konzept und Entwurf.
Im Rahmen der Vorlesung wird die Praxis der räumlichen Planung beleuchtet, insbesondere die Rolle und das Zusammenwirken von formalen und informellen Instrumenten. Dabei werden u.a. behandelt
- Die Funktionen und Nutzungen des Raumes
- Die Ebenen der räumlichen Planung
- Karten, ihre Aussagen und Darstellungsformen
- Analyse-Techniken
- Die Stufen der räumlichen Planung im Anschluss an die Analyse
Die Veranstaltung ist der zweite Teil des Moduls D-1.2-02 (6 credits, 4 SWS), das in zwei Teilen in zwei aufeinanderfolgenden Semestern durchgeführt wird: Im Wintersemester wird Räumliche Planung Ia angeboten (3 credits, 2 SWS), im Sommersemester Räumliche Planung Ib (3 credits, 2 SWS).
Integrierte Stadtentwicklung und Fachplanungen: Fokus Gewerbe
Prof. Dr.-Ing. Frank Roost
Lerninhalte:
Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Umwälzungen im gewerblichen Bereich, die veränderten Ansprüche an Gewerbegebiete und die damit verbundenen planerischen Ansätze im Kontext der Integrierten Stadtentwicklungsplanung
Im Zuge des Strukturwandels und des Wachstums der Großstadtregionen erhöhen sich die Nachfrage ebenso wie die Qualitätsansprüche bezüglich der Gewerbestandorte. Zugleich wird aber auch das Ziel einer Verringerung des Flächenverbrauchs im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung verfolgt, so dass sich v.a. in den Städten die Flächenkonkurrenz erhöht. Als planerischer Lösungsansatz wird eine Nachverdichtung angestrebt, doch diese ist gerade bei gewerblichen Nutzungen mit Konflikten um Immissionen, Verkehrsbelastungen etc. verbunden. Um dennoch eine Umsetzung dieses Ansatzes zu ermöglichen, werden als Kernfragen behandelt:
Wie verändern sich die Ansprüche an Gewerbestandorte im Zuge der Digitalisierung (Industrie 4.0, neue Mobilität und Logistik, Onlinehandel) und was bedeutet das für das Nutzungsprofil von verschiedenen Typen von Gewerbegebieten?
Wie kann die Effizienz der Flächennutzung und die stadträumliche Qualität in bestehenden Gewerbestandorten erhöht werden und welche Formen von Nachverdichtung bzw. Nutzungsmischung sind hierfür sinnvoll?
Und wie können angesichts der heterogenen Ansprüche der Betroffenen die Planungsprozesse im Zuge der Integrierten Stadtentwicklungsplanung organisiert werden?
Lernziele:
Vertiefte Auseinandersetzung mit sektoralen Planungen, insbesondere soziale und technische Infrastrukturen, Wohnen, Handel, Bürostandorte, Gewerbe, Verkehr und Mobilität
Methoden der Formulierung sektoraler Fachbeiträge zur Stadtentwicklung
Abgleich unterschiedlicher Nutzungsanforderungen und deren Integration in formelle und informelle integrale Planungen
Themenvorschläge für Masterarbeiten
Weiterentwicklung von Gewerbegebieten aus den 1970er Jahren durch Nachverdichtung - eine Studie im Kontext des ExWoSt-Projektes Kassel-Waldau
Aneignungsprozesse von suburbanen Gewerbegebieten als Alltagsorte: Untersuchung der stadträumlichen und baukulturellen Eigenschaften von Handwerksbetrieben und Einzelhandelseinrichtungen im Kasseler Umland
Stadträumliche Integration von Logistikstandorten - Das Gewerbegebiet Langes Feld
Zentrumsentwicklung in Niedenstein - Umbau und Neukonzeption eines seit den 1980er Jahren entstandenen Gewerbe- und Handelsstandortes in einer nordhessischen Kleinstadt