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Erster Nachhaltigkeitstag des Fachgebiets Arbeitslehre
Erster Nachhaltigkeitstag des Fachgebiets Arbeitslehre: Studierende präsentieren Projekte zu nachhaltiger Zukunft
Welche Rolle kann Schafswolle für nachhaltige Produktionskreisläufe spielen? Wie unterstützt eine „Futter-Tafel“ bedürftige Tierhalter*innen? Und wie könnte eine Schule aussehen, die Berufsorientierung ideal umsetzt? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich der erste Nachhaltigkeitstag des Fachgebiets
Arbeitslehre an der Universität Kassel.
Erstmals wurden die Ergebnisse der Projektseminare nicht nur im Rahmen interner Prüfungen vorgestellt, sondern öffentlich präsentiert. Über ein Semester hinweg entwickelten Studierende Projekte zu den Sustainable Development Goals (SDGs) in Kooperation mit Kasseler Unternehmen und Organisationen sowie zum Thema „Arbeit und Utopie“. Die Ergebnisse stellten sie nun einem interessierten Publikum vor.
Die vorgestellten Projekte zeigten eine große thematische Bandbreite: So entwarfen Studierende das Konzept einer „Null-Stress-Schule“, die Überforderung und Ausbrennen bei Lehrenden und Schülerinnen möglichst vermeiden soll. Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit der Überarbeitung von Guckrohren für das Wassererlebnishaus Fuldatal, mit denen Besucher*innen Teiche erkunden und verschiedene Unterwassertiere beobachten können. Andere Gruppen entwickelten Zukunftsentwürfe, etwa eine Utopie, in der Fürsorgearbeit stärker gesellschaftlich anerkannt und strukturell in Institutionen verankert werden soll.
Auch Einblicke in regionale Kooperationen wurden gegeben. Das Publikum erhielt beispielsweise einen Blick hinter die Kulissen des Kasseler Tierheims und erfuhr, welche Herausforderungen mit der Produktion eines Informationsvideos für die Einrichtung verbunden waren. Zudem präsentierten Studierende ihre Vision, wie berufliche Orientierung bereits in der Schule systematisch verankert werden kann – inklusive eines beispielhaften Stundenplans.
Ergänzt wurde das Programm durch einen Vortrag von Dr. Maximilian Spiegelberg aus dem SDG+ Lab der Universität Kassel, der kurzfristig für den erkrankten Prof. Dr. Bernd Overwien einsprang. Spiegelberg stellte die grundlegende Arbeit und aktuelle Projekte des Labs vor. Im derzeitigen Themenjahr „Transformationen in Arbeit und Wirtschaften“ widmet sich das SDG+ Lab unter anderem dezentralen, sozial inklusiven und alternativen Ansätzen für eine nachhaltige und zirkuläre Wirtschaft in Nordhessen. Interessierte können die Arbeit des Labs auch vor Ort kennenlernen – etwa im Uni:Lokal in der Wilhelmsstraße 21 in Kassel.
Das positive Feedback der Teilnehmenden spiegelte sich auch in den Stimmen der Studierenden wider. Eine Teilnehmerin fasste den Tag so zusammen: „Man, alle, die heute nicht da waren, haben ja richtig was verpasst!“
Der nächste Nachhaltigkeitstag des Fachgebiets Arbeitslehre ist bereits geplant: Er findet am 17. Juli 2026 statt.