Podcast-Serie
In der ersten Folge der Podcastserie widmet sich der Wissenschaftsjournalist und Host Dr. Jan-Martin Wiarda im Gespräch mit Prof. Dr. Uwe Schimank (Universität Bremen) der umfassenden Einordnung von multiplem Wettbewerb in Theorie und Praxis.
UWE SCHIMANK ist Professor em. für Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziologische Theorie an der Universität Bremen. Er forscht u.a. in den Teilprojekten der DFG-Forschungsgruppe “Fächer im Wettbewerb” und “Fächer im Wettbewerb: Disziplinarität im internationalen Vergleich”.
In der zweiten Episode unserer Podcast-Serie spricht Wissenschaftsjournalist Jan-Martin Wiarda mit Prof. Dr. Uwe Cantner und Prof. Dr. Thomas Grebel darüber, wie Marktmodelle aus der Industrieökonomik helfen können, die Dynamiken in Position und Konstitution von Wettbewerbsakteuren in Hochschule und Wissenschaft zu verstehen.
Die beiden Wissenschaftler berichten unter anderem über die Ergebnisse ihres Teilprojekts “Autonome Hochschulen im dynamischen Wettbewerb” der DFG Forschungsgruppe.
UWE CANTNER ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und war mehrere Jahre Vorsitzender der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) der Bundesregierung. THOMAS GREBEL ist Professor und Fachgebietsleiter für Wirtschaftspolitik an der TU Ilmenau.
Beide Gesprächspartner sind in der 2. Förderphase der DFG Forschungsgruppe im Teilprojekt "Internationale Dimensionen des multiplen Wettbewerbs: Deutsche Hochschulen im internationalen Vergleich" involviert.
In der dritten Episode unserer Podcast-Serie geht Wissenschaftsjournalist Jan-Martin Wiarda mit Prof. Dr. Kathia Serrano Velarde und Jun.-Prof. Dr. Julian Hamann den Fragen nach, was Wettbewerbsfähigkeit im Wissenschaftsbetrieb für Post-Docs bedeutet, welchen multiplen Dynamiken des Wettbewerbs sie sich stellen und welche Auswirkungen das auf individuelle Leistungen und auch Karriereentscheidungen haben kann.
Im Gespräch wird von Strategien berichtet, mit denen Postdocs versuchen, sich im multiplen Wettbewerb zu orientieren und handlungsfähig zu bleiben. Zugleich wird deutlich, wie die Postdocs selbst ihre Rolle als Wettbewerbsakteur:innen wahrnehmen. Die Folge zeichnet dabei auch ein eindrückliches Bild der nicht immer positiven Folgen multiplen Wettbewerbs wie Stress, Erschöpfung und Unsicherheit – mit empirisch identifizierbaren Auswirkungen auf ihre Karriereentscheidungen.
JULIAN HAMANN ist Juniorprofessor für Hochschulforschung an der Humboldt Universität zu Berlin. KATHIA SERRANO VELARDE ist Professorin für Politische Soziologie an der Universität Heidelberg.
Mit Fokus auf die Post-Doc-Perspektive erforschen die beiden gemeinsam mit ihren Teams die Teilprojekte “Sozialisationsprozesse in der Post-doc-Phase” und “Internationalität im Wettbewerb: Fremdheit und Übersetzung in Postdoc-Karrieren” im Rahmen der DFG Forschungsgruppe.
In der aktuellen Podcastfolge kommt erstmals eine Person von außerhalb der Forschungsgruppe "Multipler Wettbewerb" zu Wort. Prof. Dr. Julika Griem wirft einen Blick aus kulturwissenschaftlicher Perspektive auf die Erforschung der verschiedenen Dimensionen wissenschaftlicher Wettbewerbe und ihrer Dynamiken. Sie berichtet über Ihre Beobachtungen von Mechanismen der "Sportifizierung" und "Festivalisierung" des Wissenschaftssystems, betont die Relevanz systematischer Vergleiche und berichtet nicht zuletzt anhand ihrer aktuellen Forschung zur Übergangskompetenz am wissenschaftlichen Karriereende von den Problematiken der Generationengerechtigkeit und (In-)Transparenz der Spielregeln von Wettbewerben im Hochschul- und Wissenschaftssystem.
JULIKA GRIEM ist Leiterin des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und Sprecherin des Rhine Ruhr Center for Science Communication Research (RRC), von 2016 bis 2023 war sie Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Als Kulturwissenschaftlerin und Person außerhalb der Forschungsgruppe bietet sie aufschlussreiche Perspektiven auf multiplen Wettbewerb im Hochschul- und Wissenschaftssystem und die zunehmende "Sportifizierung der Wissenschaft".
