Kassel 19_20_Jh

Kassel im 19. und 20. Jahrhundert

Machbarkeitsstudien

 

[2.4] Ergebnisse der Kommunalwahlen von 1924 + 1929 + 1933
Visualisierung als Flächen

 

  1. Raumbezug als Fläche

    In Kapitel 2.1 wurde der Punkt-Raumbezug beschrieben. Die 122 Wahlbezirke (Stand 1933) werden den 51 unterschiedlichen Wahl-Lokalen ("Orte") zugewiesen; diese wiederum sind die Grundlagen für entsprechende Karten mit Punktsignaturen. In dieser Darstellung ist es jedoch schwierig, Bereiche zu entsprechenden Aussagen (z.B. verbliebene Mehrheit für die SPD) zu erkennen und abzugrenzen.
    Dies ist möglich, wenn man den Punkt-Raumbezug der Orte (Wahl-Lokale) durch einen Flächen-Raumbezug ersetzt. Hierbei wird, ausgehend von der Lage der Wahl-Lokale, der umliegende Bereich mit Wohnbebauung als Bezirk des Wahl-Lokals konstruiert. Entsprechende Karten mit Flächen-Darstellungen lassen Bereiche leicht erkennen.

    Karten zur Darstellung der konstruierten Bezirke :
    Karte 0.1 (pdf 143 KB) Anzahl Stimmbezirke pro Wahl-Lokal
    Karte 0.2 (pdf 103 KB) ... für die Innenstadt
    Karte 0.3 (pdf 143 KB)
    Die Gesamtzahl der Stimmen pro Wahl-Lokal wird auf die Fläche des Bezirkes bezogen
     

  2. Einsatz für die Ergebnisse aus den Jahren 1924 + 1929 + 1933

    In Kapitel 2.1 wird die Situation für 1933 beschrieben: die 122 Wahlbezirke werden den 51 Wahl-Lokalen zugeordnet.
    In Kapitel 2.2 wird die Situation für 1924 und 1929 beschrieben: es kann der Raumbezug aus 1933 übernommen werden (mit einer kleinen Modifikation : 1929 entfällt der Stimmbezirk 53b zum Wahl-Lokal 51 , so dass zum Ort 51 nur noch ein Stimmbezirk (53a) verbeleibt. 1924 gibt es den Stimmbezirk 53a noch nicht, sodass dann der Ort 51 ganz entfällt).
     

  3. Kartengalerie

    Die folgenden Karten repräsentieren nicht alle Ergebnisse zum Teil-Projekt Kommunalwahl. Sie zeigen nur exemplarisch die Vielfalt der Analyse- und Visualisierungs-Möglichkeiten. Sie könnten die Grundlage für die Entscheidung zur endgültigen Analyse und Visualisierung sein.

  4. Relation der Ergebnisse zur Sozialstruktur

    In dem Sozial-räumlichen Informationssystem nach Peter Jüngst (SRIS) erfolgt für den Stand von 1913 und 1932 auf der Grundlage der Berufsangaben der Adressen im Adressbuch eine Einordnung in folgende Wirtschaftsbereiche :
    [1] im öffentlichen Dienst
    [2] in Handel und Dienstleistung
    [3] in Handwerk und Industrie
    [4] in der Landwirtschaft
    [5] ohne Bereichszuordnung
    [6] nicht berufstätige Personen (Rentner, Witwen etc)

    1913 1932
    pdf-Datei (179 KB) pdf-Datei (179 KB)

    In der Karten wird auf der Grundlage der Blöcke der jeweils maximale Wirtschaftsbereich dargestellt. Dieser Befund könnte mit den obigen Wahlergebnissen korreliert werden (z.B. SPD+KPD-Mehrheiten in den Bereichen, in denen SRIS ein Vorherrschen des Wirtschafsbereich [3] [ Flächen in oker ] ausweist ?).
     


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Seite erstellt am 02.12.2010 von Klaus Horn
E-Mail = horn.gis BEI www.uni-kassel.de