Mo­ham­med Ab­del Ra­him

Me­tho­dik zur Un­ter­stüt­zung der Grob­pla­nung für klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men

In meiner Doktorarbeit habe ich eine Methodik für den Bereich der Fabrikplanung entwickelt. Diese unterstützt bei der Grobplanung neuer Produktionslinien von kleinen und mittleren Unternehmen, indem sie eine situationsgerechte und systematische Auswahl von Methoden zur vernetzten Anwendung bereithält.

Mohammed Abdel Rahim hat schon vieles erlebt und vieles erreicht: Im Alter von sechs Jahren floh er mit seiner Familie aus einem Kriegsgebiet im mittleren Osten nach Deutschland. Er machte seine mittlere Reife und eine Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbauer, ein Jahr später holte Mohammed seine Fachhochschulreife nach und studierte im Anschluss Wirtschaftsingenieurwesen. Danach zog er nach Abu Dhabi und arbeitete dort, bevor er eine Stelle bei einem deutschen Maschinenbau-Unternehmen antrat. Dort ist er seit mittlerweile 14 Jahren tätig; erst als Assistent der Geschäftsleitung, dann als Produktionsleiter und schließlich als Leiter der Produktionslogistik und Materialwirtschaft. Trotz – oder gerade wegen – seines schnellen Aufstiegs in der Firma begann Mohammed sich zu fragen: Was möchte ich in zehn Jahren erreicht haben? Er kam zu dem Schluss, dass sein Wissensdurst noch lange nicht gestillt sei, also schrieb er sich in den Masterstudiengang „Industrielles Produktionsmanagement“an der UNIKIMS ein. Bereits während dieses Studiums stand er im engen Austausch mit Frau Prof. Wenzel, die sein Potenzial erkannte und die später seine Doktormutter wurde.

Anders als die meisten Studierenden oder Doktorandinnen und Doktoranden hat Mohammed während dieser Zeit parallel noch im Unternehmen gearbeitet. Zeit zum Lernen und Forschen blieb daher einzig abends und an den Wochenenden: „Das ging nur, weil meine Familie immer hinter mir stand, insbesondere meine Frau Jasmin! Sehr große Unterstützung habe ich aber auch von Frau Professor Wenzel und der Uni erfahren. Besonders hart war es, wenn draußen die Sonne geschienen hat, wenn man an der Arbeit schon einen anstrengenden Tag hatte oder wenn die Kinder quengeln. In den Momenten musste ich immer an Churchill denken: Wenn du durch die Hölle gehst, geh weiter!“ Trotz aller Entbehrungen blickt Mohammed zufrieden auf die letzten Jahre zurück und er hat noch längst nicht mit der Wissenschaft abgeschlossen, ganz im Gegenteil: Er strebt eine Professur an und wurde bereits zu einigen Berufungsverfahren eingeladen.