Da­vid Aren­gas Ro­jas

"On the De­tec­tion and Selec­tion of In­for­ma­ti­ve Sub­se­quen­ces from Lar­ge His­to­ri­cal Da­ta Re­cor­ds for Li­ne­ar Sys­tem Iden­ti­fi­ca­ti­on."

Die Optimierung technischer Prozesse ist ein Kernbestandteil des Maschinenbaus. Hierfür werden Daten benötigt. Da diese nicht immer experimentell gewonnen werden können, wird mitunter auf aufgezeichnete Messwerte zurückgegriffen. In meiner Doktorarbeit stelle ich ein Verfahren vor, das aus solchen historischen Prozessdaten automatisch Informationen für eine datengetriebene Modellierung selektiert und überprüfe es anhand von Simulationen und industrienahen Fallstudien.

David Arengas Rojas hat einen weiten Weg hinter sich: Als gebürtiger Kolumbianer schloss er zunächst an der „Universidad Nacional“ in Bogotá seinen Master in „Industrieller Automatisierung“ ab. Anschließend bewarb er sich für ein Stipendium des Kooperationsprogramms „Colfuturo-DAAD“ und verbrachte ein Semester in Leipzig, um Deutsch zu lernen und mehr über die deutsche Kultur zu erfahren. Kurze Zeit später bot sich ihm die Gelegenheit, im Rahmen des DAAD-Kooperationsprogramms „COLFUTURO – Fundación para el Futuro de Colombia“ an der Universität Kassel zu promovieren. Wie jeder Forschende erlebte auch David während seiner Promotionszeit Höhen und Tiefen. Aufgrund seiner zielstrebigen und gleichzeitig gelassenen Art ließ er sich hiervon jedoch nicht abbringen: „Eine Promotion läuft nie so ab, wie man es sich am Beginn vorstellt; die Problemstellung und Vorgehensweise kann sich mit der Zeit ändern, aber wenn man hart arbeitet, fügt sich am Ende dann doch alles zusammen.“

Obwohl David jetzt weit entfernt von Eltern und Freunden lebt, sieht er seine Zukunft in Deutschland: Hier hat er seine Frau kennengelernt und eine Anstellung in der Automatisierungsabteilung einer baden-württembergischen Firma gefunden. Auch nach seiner Promotionszeit brennt David noch immer für die Wissenschaft, wobei ihm heute wichtiger denn je ist, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu überführen. Vor diesem Hintergrund würde er gerne wieder an Kooperationsprojekten zwischen Universitäten und der Industrie beteiligt sein – dieses Mal jedoch auf Seiten der Industriepartner.