Ro­bert Fied­ler

“Nu­me­ri­cal Ana­ly­sis of In­va­ri­ant Ma­ni­folds Cha­rac­te­ri­zed by Qua­si Pe­ri­o­dic Oscil­la­ti­ons of Non­line­ar Sys­tems"

In meiner Doktorarbeit habe ich Methoden zur Berechnung und Analyse komplexer Schwingungsmuster entwickelt und ein Simulationsprogramm konzipiert und umgesetzt, das erstmalig eine effiziente Stabilitätsanalyse dieser sogenannten quasi-periodischen Schwingungen ermöglicht. Die so gewonnenen Erkenntnisse können genutzt werden, um Generatorrotoren und Turbinenschaufelräder effizienter und sicherer auszulegen.

Robert Fiedler ist verheiratet, seit kurzem Vater und nun auch noch Doktor. Trotz seiner jungen 29 Jahre kann er schon auf eine lange und erfolgreiche Zeit am Fachbereich 15 zurückblicken: Hier hat er seinen Bachelor- und Masterabschluss erworben und im Anschluss eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mechanik angetreten. Während seines Bachelorstudiums absolvierte Robert Fiedler ein sechsmonatiges Praktikum bei Bosch in den USA und sammelte wertvolle Erfahrungen in der Industrie. Im Rahmen seiner Masterarbeit wuchs sein Interesse an ingenieurwissenschaftlicher Forschung stetig an und so war der Doktor für ihn der logische nächste Karriereschritt: „Ich habe die Herausforderung gesucht, da hat eine Promotion natürlich einen besonderen Reiz!“ Robert Fiedler forschte ab 2016 an Methoden zur Berechnung und Analyse komplexer Schwingungsphänomene, bevor er sich am 23.12.2020 dann selbst ein großes Weihnachtsgeschenk machen und seine Dissertation einreichen konnte.

Beruflich wird Robert Fiedler nach der Erlangung des Doktorgrads neue Wege bestreitet: Ihn zieht es nicht in die Industrie, sondern in die Frankfurter Bankenwirtschaft, wo er seine erlangten analytischen Fähigkeiten auf Finanzmodelle anwenden wird. Gut ausgebildete Maschinenbauingenieur*innen sind offensichtlich gefragte Allrounder, deren Karrieren keineswegs so vorhersehbar sind, wie allgemein angenommen wird. Und so kommt Robert Fiedler treffend zu dem Schluss: „Trotz pandemiebedingter Herausforderungen galt im Schreibprozess und gilt für meinen weiteren Werdegang: Sei geduldig, sei offen für Neues und ergreife Chancen, dann wird sich auf lange Sicht alles fügen.“