Hin­rich Lührs

“Clad­ded steel for clutch disc car­ri­er­s“

In meiner Doktorarbeit habe ich die Umformbarkeit, die Verschleißfestigkeit und die Eigenspannungen verschiedener Stahlschichtverbundwerkstoffe in Hinblick auf den Einsatz in Doppelkupplungen untersucht. Dadurch kann in der bisherigen Prozesskette von Lamellenträgern die Wärmebehandlung entfallen und die Bauteile kostengünstiger und mit optimierten Eigenschaften hergestellt werden.

Hinrich Lührs wusste schon früh, in welche Richtung sein Leben gehen sollte und bereits während seines Abiturs stand für ihn fest: Ich will promovieren! Neben theoretischen Kenntnissen wollte er aber auch praktische Erfahrungen in seinem technischen Beruf erwerben. Daher bewarb er sich für ein Studium im Praxisverbund bei Volkswagen und zog 2010 aus der niedersächsischen Provinz nach Kassel. Hier studierte Hinrich Lührs Maschinenbau und absolvierte während der Semesterferien eine Ausbildung zum Industriemechaniker, die er 2013 abschloss. Nur ein Jahr später folgte der Bachelor of Science. Im Anschluss studierte er für zwei Semester an der University of California Santa Barbara, bevor er 2016seinen Master of Science an der Universität Kassel erwarb. 2017 begann Hinrich Lührs zu promovieren, wobei er jedoch seinem alten Arbeitgeber treu blieb: Im Rahmen des Doktorandenprogramms von VW konnte er ein bis zwei Tage pro Woche an der Universität forschen, die restliche Woche arbeitete er weiterhin im Unternehmen, wobei auch dort 51% der Arbeitszeit für seine eigene Forschung reserviert war.

Nach seiner Promotion möchte Hinrich Lührs noch weitere Industrieerfahrung sammeln, insbesondere im Managementbereich. Doch perspektivisch kann er sich gut vorstellen, einmal auf eine Professur hinzuarbeiten, was sicherlich auch auf seine positiven Erlebnisse am Institut für Werkstofftechnik zurückzuführen ist: „Die komplette Promotion war ne verdammt geile Zeit! Die Truppe am Fachgebiet ist der Hammer: eine super produktive Arbeitsatmosphäre, viele Freiheiten und sehr kollegial; Ich habe von meinen Kollegen an der Uni viel gelernt, was das Wissenschaftliche angeht, gleichzeitig konnte ich ihnen die Industriesicht vermitteln. Das Fachgebiet Metallische Werkstoffe mit seinen Mitarbeitern ist einfach megacool!“