Ma­ri­us Win­gen

Ka­lo­rik in fer­ro­elek­tri­schen Werk­stof­fen – von der Va­ria­ti­ons­for­mu­lie­rung zur Mo­del­lie­rung und Si­mu­la­ti­on

In meiner Arbeit habe ich mich mit der Modellierung und Simulation thermo-ferroelektrischen Materialverhaltens beschäftigt. Vereinfacht ging es darum, das Verhalten von mechanischen, elektrischen und kalorischen Feldgrößen, die in ferroelektrischen Materialien wechselseitig gekoppelt sind, mathematisch zu formulieren. Der Fokus lag dabei insbesondere auf der Modellierung von Temperaturänderungen aufgrund von Domänenwandbewegungen im Material und deren numerischer Umsetzung.

Marius Wingen ist ein echter Kasselaner. Im Anschluss an Abitur und Zivildienst begann er als letzter Diplomjahrgang ein Studium im Bereich Maschinenbau und konnte nun auch seine Promotion in seiner Heimatstadt Kassel abschließen: „Die Promotion war kein lang gehegtes Lebensziel von mir. Wie bei vielem in meinem Leben bin ich hineingerutscht und glücklich gelandet. Wichtig ist, dass es Spaß macht. Inhalte sind das eine, aber man muss dabei lachen können.“ Marius bekam während seiner Studienzeit Einblicke in verschiedene Institute und Fachgebiete der Universität Kassel. Am Institut für Mechanik arbeitete er als Tutor und schrieb seine Studienarbeit. „Die Technische Mechanik an der Universität Kassel ist ein tolles Fachgebiet. Nicht nur die dort behandelten komplexen wissenschaftlichen Fragestellungen. Auch kollegial stimmt alles. Ich war zu jeder Zeit froh, die Stelle angetreten zu haben.“ Der Wechsel vom Studenten zum Wissenschaftlichen Mitarbeiter lief für Marius abrupt: „Am Donnerstag habe ich meine letzte mündliche Prüfung gehabt, am Freitag habe ich meine Diplomarbeit eingereicht, am Montag begann meine Zeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter.“ Beruflich möchte Marius nun etwas Neues ausprobieren. Er hat eine Stelle im Bereich der Organisationsentwicklung in einem wachsenden mittelständischen Unternehmen angenommen. „Der sehr vielseitige, interessante und nicht zuletzt lustige Lebensabschnitt an der Universität Kassel ist zu Ende. Meine ehemaligen Kollegen und ich haben natürlich weiterhin Kontakt. Und wieder bin ich in etwas Neues, ebenfalls sehr Vielseitiges und Interessantes reingerutscht und (bisher) sehr glücklich gelandet.“