Mar­vin Nahr­mann

“De­for­ma­ti­on and failu­re mo­dels of high strength steels for fi­ni­te ele­ment si­mu­la­ti­ons“

In meiner Doktorarbeit habe ich mathematische Modelle zur Beschreibung des Verformungs- und Versagensverhaltens von hochfesten Stählen entwickelt und in eine Simulationssoftware implementiert. Dies ermöglicht eine computergestützte Prognose des mechanischen Verhaltens von Bauteilen, wodurch aufwändige experimentelle Tests ersetzt und deren Entwicklungszeit und -kosten gesenkt werden können.

Marvin Nahrmanns Karriere ist sehr geradlinig. 2011 hat er an der Universität Kassel sein Maschinenbaustudium begonnen und hier zehn Jahre später seine Promotion abgeschlossen. Dies war jedoch keineswegs von langer Hand geplant, sondern zum Teil auch ein glücklicher Zufall: „Ich war Hilfskraft am Fachgebiet Numerische Mechanik und dann war der Übergang zur Promotion sehr fließend. Ich habe einfach mit den Themen weitergearbeitet, mit denen ich schon seit einiger Zeit konfrontiert war.“ Zudem konnte Marvin sich nicht vorstellen, direkt nach dem Studium in die Industrie zu gehen. Denn zum einen reizte ihn die ‚Herausforderung Doktorarbeit‘ und zum anderen hatte er ein großes fachwissenschaftliches Interesse an der Mechanik entwickelt und die kollegiale Atmosphäre am Institut zu schätzen gelernt: „Mir hat der Mix zwischen, Mathe, Mechanik und Programmieren gefallen und durch die kleinen Gruppen in dieser Nische war alles sehr familiär. Ich habe mich einfach sehr wohlgefühlt.“

Heute arbeitet Marvin bei dem Triebwerkshersteller MTU in München in der Abteilung Strukturmechanik. Hier profitiert er immens von seinen Erfahrungen und Kenntnissen, die er im Rahmen seiner Promotion erworben hat. Gleichzeitig lernt er viel Neues und hat zudem die Möglichkeit, Einblick in viele verschiedene Projekte zu gewinnen.