Si­mon Fries

Wär­me­über­gang bei der Kon­den­sa­ti­on von Koh­len­was­ser­stof­fen im ho­ri­zon­ta­len Rohr

Energie- und Rohstoffeffizienz ist ein wichtiger Grundpfeiler um die Treibhausgasneutralität 2045 zu erreichen. In meiner Dissertation habe ich den Wärme- sowie Impulstransport von einem Einzelrohr eines Rohrbündelkondensators (ein Bauteil von Grosskälteanlagen) untersucht. Die Ergebnisse meiner Arbeit können verwendet werden, um Kondensatoren präziser und somit ressourceneffizienter auszulegen. Hierdurch werden Rohstoffe eingespart und die Umwelt geschont.

Simon Fries hat einen weiten Weg hinter sich: Aufgewachsen ist er in Trier, wo er auch von 2010 bis 2013 Gebäude- und Energietechnik studierte. Für sein Masterstudium schrieb er sich dann für den Studiengang Regenerative Energien und Energieeffizienz ein und zog nach Kassel. Gleich nach der Verteidigung seiner Masterarbeit fing Simon 2015 an, als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Technische Thermodynamik zu forschen und seine Dissertation zu verfassen. Heute lebt und arbeitet er in der Schweiz.

Schon während seines Bachelorstudiums begeisterte sich Simon für das Thema Thermodynamik, weshalb er sich in seinem Master in diese Richtung vertiefen und später auch promovieren wollte: „Mich hat interessiert, dass dieser Bereich ein wenig knackiger ist.“ Dieser Eindruck bewahrheitete sich und die Zeit als Doktorand verlangte Simon einiges ab. Mehr als einmal fragte er sich, ob dieser Karrierepfad der richtige für ihn sei. In diesen Momenten erinnerte er sich aber immer wieder an sein Motto: „Nicht aufgeben!“ Simon hat nicht aufgegeben und so wurde ihm schließlich der Doktortitel verliehen.

Heute arbeitet Simon als Teilprojektleiter bei der Schweizer Firma Lonza, die an der Produktion des Moderna-Impfstoffes beteiligt ist. Diese Stelle ist für ihn eine willkommene Gelegenheit, Erfahrungen außerhalb der Universität zu sammeln. Trotz der nicht immer einfachen Zeit als Doktorand kann Simon sich vorstellen, irgendwann einmal als Professor zu arbeiten. Dann aber eher an einer Fachhochschule, da er hier mehr Freiräume sieht, seiner Leidenschaft für das Unterrichten nachkommen zu können.