To­bi­as Stein

Vi­bro­tak­ti­le Co­die­rung von Stan­dard­funk­tio­nen in ei­ner Me­nü­füh­rung zur Ver­bes­se­rung der In­ter­ak­ti­on mit Touch­screens

Ich habe untersucht, wie Touchscreens mittels Vibrationsmustern Informationen über Standardfunktionen wie z. B. „Bestätigen“ oder „Abbrechen“ übermitteln können. Durch diese Informationsweitergabe über die Fingerspitzen können sich die Anwender:innen auf weitere Aufgaben fokussieren und etwa das Infotainment-System im Auto bedienen, ohne den Blick von der Straße abzuwenden. Prinzipiell ist der Einsatz solcher „Tacton-Sets“ überall dort denkbar, wo eine Menüführung über Touchscreens mit Standardfunktionen erfolgt.

Tobias Stein verkörpert die zunehmend interdisziplinäre Ausrichtung des Maschinenbaus: Denn obwohl er am Fachbereich 15 promoviert wurde, ist er kein Ingenieur. Tobias Stein ist Biomechaniker: Zunächst hat er an der Hochschule Fresenius einen Bachelor in Physiotherapie und anschließend einen Master of Science in Biomechanik-Motorik-Bewegungsanalyse an der Universität Gießen erworben. Während seines Studiums wuchs sein Interesse an wissenschaftlichen Fragestellungen sukzessive. Daher zögerte er nicht lange und bewarb sich 2014 an der Universität Kassel, als eine für ihn passende Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik ausgeschrieben war. In den nächsten fünf Jahren arbeitete Tobias Stein an mehreren interdisziplinären Projekten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse führte er in seiner Dissertation zusammen. Bevor er schließlich seinen Doktorhut aufsetzen konnte, hatte er jedoch noch etwas Wichtiges zu erledigen: „Bevor ich nach Kassel zur Disputation gefahren bin, war ich morgens noch auf dem Standesamt und habe einen Hochzeitstermin klargemacht!“ Beruflich hat sich Tobias Stein noch nicht festgelegt, derzeit arbeitet er in Mainz in einem Institut für Marktforschung.