2020

31.3.2020

Thema: Volkswagen Kassel wird digital: Fachvortrag mit Führung

Termin: 31.03.2020, 17:00 -19:45 Uhr

Ort: Volkswagen AG Baunatal, Dr. Rudolf-Leiding-Platz 1, 34225 Baunatal, Besucherzentrum

Als Vorsichtsmaßnahme wegen der aktuellen Lage bzgl. des Corona-Virus wird die Exkursion vorerst nicht stattfinden, jedoch zu geeigneter Zeit nachgeholt werden.

Vielen dank für Ihr Verständnis

 

Firmenprofil: Volkswagen AG Baunatal - ein nordhessisches Multitalent

Die Volkswagen AG ist einer der weltweit führenden Automobil-Hersteller. Seit 1958 gehört das Werk Kassel am Standort Baunatal zu Volkswagen. Inzwischen ist es nach Wolfsburg das zweitgrößte Volkswagen Werk in Deutschland – mit derzeit über 12.000 Beschäftigten (Komponentenfertigung). Über drei Millionen Schalt- und Automatikgetriebe werden hier jährlich gefertigt. Das entspricht etwa der Hälfte aller benötigten Getriebe des Konzerns weltweit. In Kassel ist auch die Fertigung von E-Motoren und Hybridgetrieben beheimatet. In der größten Leichtmetall-Gießerei Europas werden dazu die notwendigen Gehäuseteile aus Aluminium und Magnesium hergestellt. Darüber hinaus erfolgt im Werk Kassel auch die Aufbereitung alter Motoren und Getriebe, sowie die Fertigung von Karosserieteilen für den Passat und Plattformteilen für Golf und Polo.

Firmenbesichtigung

Die Besichtigung wird mit einem ca. halbstündigen Fachvortrag zu den aktuellen Vorhaben der Konzern-Komponente im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0 beginnen, anschließend erfolgt ein etwa einstündiger Rundgang. Danach findet ein kleines Get-Together statt.

Hinweis: Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 23.03.2020 unter [https://tinyurl.com/vdi-vwkassel] für die Veranstaltung anzumelden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anreise erfolgt in Eigenverantwortung. Alle Teilnehmer werden gebeten, sich bis 16:45 Uhr an der oben angegebenen Adresse einzufinden.

Ankündigung im PDF-Format

3.3.2020

Herr Dr. Simon J. Altenburg

Arbeitskreis Mess- und Automatisierungstechnik

Einladung zur Vortragsveranstaltung

 

Referent

Herr Dr. Simon J. Altenburg

Thema

Prozessüberwachung in der additiven Fertigung von Metallen an der BAM: Das Projekt ProMoAM

Zeit

03.03.2020, 18:00 Uhr

Ort

Universität Kassel, Mönchebergstraße 7, Hörsaal 400

Inhalt

Für die Prozessüberwachung in der additiven Fertigung (AM) von Metallen werden Sensoren und Messsysteme zur Überwachung der Energiequelle, des Bauraums, des Schmelzbades und der Bauteilgeometrie bereits kommerziell angeboten. Obwohl über konkrete praktische Umsetzungen bisher nur sehr selten berichtet wird, werden in der Literatur eine Reihe weiterer Verfahren der Optik, Spektroskopie und zerstörungsfreien Prüfung als geeignet für die in-situ Anwendung bezeichnet.


Das Projekt ProMoAM der BAM im Themenfeld Material hat daher das Ziel, Verfahren der Prozessüberwa-chung zur in-situ Bewertung der Qualität additiv gefertigter Metallbauteile in AM-Prozessen mit Laser- bzw. Lichtbogenquellen zu entwickeln. Dies beinhaltet neben passiver und aktiver Thermografie die optische Tomografie, die optische Emissionsspektroskopie, die Wirbelstromprüfung, die Laminografie, die Röntgen-rückstreuung und photoakustische Verfahren. Diese Verfahren werden in verschiedenen AM-Systemen zum selektiven Laserschmelzen, zum Laser-Pulver-Auftragsschweißen und zum Lichtbogenschweißen mit Draht-zuführung zum Einsatz gebracht. Für die zum Teil sehr großen Datenmengen werden Algorithmen für eine effiziente Datenvorverarbeitung entwickelt und Merkmale der Messdaten in Korrelation zu Fehlern und Inhomogenitäten extrahiert, welche mit Referenzverfahren wie Computertomografie und Ultraschall-Tauchtechnik ermittelt werden. Die Ergebnisse der Einzelverfahren werden fusioniert und mit den Fertigungsparametern und Bauteildefekten korreliert. Diese Prozessüberwachung soll eine deutliche Reduzierung aufwändiger und zeitintensiver, zerstörender oder zerstörungsfreier Prüfungen nach der Fertigung des Bauteiles und zugleich eine Verringerung von Ausschussproduktion bewirken. Im Beitrag werden die verschiedenen im Projekt zum Einsatz gebrachten Messtechniken kurz vorgestellt und erste Ergebnisse der verschiedenen Verfahren werden präsentiert.


Herr Dr. Simon J. Altenburg hat in Kiel Physik mit dem Schwerpunkt Oberflächenphysik studiert und dort auch in diesem Bereich promoviert. Seit 2015 ist er an der BAM im Fachbereich Thermografische Verfahren beschäftigt und koordiniert seit 2017 das interne Projekt ProMoAM zur zerstörungsfreien in-situ Prozessüberwachung in der additiven Fertigung von Metallen.


Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Sie prüft, forscht und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Der Fachbereich Thermografische Verfahren (8.7), unter der Leitung von Frau Dr. Christiane Maierhofer, entwickelt Lösungen für Prüfprobleme und messtechnische Fragestellungen aus dem Bereich der zerstörungsfreien Prüfung mit Thermografie.

Ankündigung im PDF-Format