WQ.Hessen (2) - Wärmeversorgung mittels biogener Reststoffe und sonstiger Abfallstoffe
Gesamtziel des Projekts WQ.Hessen: Erhebung von Potenzialen zur Wärmebereitstellung durch Fließgewässer, Kläranlagen sowie Abfall & Reststoffe in Hessen zu Unterstützung von Kommunen bei der „Kommunalen Wärmeplanung“.
Untersuchungsgegenstand dieses Projektteils:
- Erhebung der Potenziale zur thermischen Verwertung bisher weitgehend ungenutzter biogener Reststoffe
- Erhebung der Potenziale zur Effizienzsteigerung von bestehenden thermischen Abfallbehandlungsanlagen
Dieser Projektteil wurde vom Fachgebiet Ressourcenmanagement und Abfalltechnik bearbeitet.
Links:
Ergebnisse
- Potenziale für Biogene Reststoffe
- in Hessen könnte durch verbesserte Erfassung, Trennung und Aufbereitung biogener Reststoffe wie Laub, holzige Bioabfallbestandteile und Straßenbegleitgrün ein Potenzial von etwa 0,5 TWh/a erschlossen werden
- Die heterogene Beschaffenheit der Brennstoffe führt zu technischen Hürden bei der Erschließung der Potenziale. Darüber hinaus ist die potenzielle Konkurrenz zur stofflichen Nutzung zu berücksichtigen.
- Optimierungsmaßnahmen für thermische Abfallbehandlungsanlagen
- Die aktuellen thermischen Nutzungsgrade liegen je nach Anlagentyp bei ca. 29 - 45%.
- Für alle Anlagentypen zeigen sich relevante zusätzliche Wärmebereitstellungspotenziale durch wärmemaximierte Betriebsweise in der Heizperiode, Nutzung des Turbinenabdampfs durch Abwärmenutzung aus dem Luftkondensator und Rauchgaskondensation
- Insgesamt ergibt sich für alle betrachteten Effizienzmaßnahmen ein zusätzliches Wärmebereitstellungspotenzial von insgesamt ca. 2,1 TWh/a. Es kann jedoch nur teilweise ausgeschöpft werden, da für die Umsetzung erhebliche technische und wirtschaftliche Herausforderungen bestehen.
Beteiligte Fachgebiete an der Universität Kassel:
- Solar- und Anlagentechnik
- Siedlungswasserwirtschaft
- Ressourcenmanagement und Abfalltechnik
- Wasserbau und Wasserwirtschaft
Projektlaufzeit:
08/2024 bis 07/2025
Projektleitung:
apl. Prof. Dr. Ulrike Jordan (Fachgebiet Solar- und Anlagentechnik)
Förderung:
LandesEnergieAgentur Hessen (LEA)
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW)