Forschungskolloquium

Forschungskolloquium Biblische Wissenschaften

Das Forschungskolloquium Biblische Wissenschaften richtet sich vornehmlich an Studierende in höheren Semestern, die ihre Pflichtmodule absolviert haben und/oder sich unter dem Forschungsaspekt in besonderer Weise für die Arbeit am Neuen Testament interessieren. Daneben beteiligen sich auch Doktorandinnen bzw. Doktoranden des Faches.

Ziele

Das Kolloquium eröffnet den Raum, um sich mit Forschungsfragen zu beschäftigen. Außerdem dient es dem Erlernen von Fähigkeiten im wissenschaftlichen Diskurs und als Ideenschmiede für das Anfertigen von Qualifizierungsarbeiten (Hausarbeit zum 1. Staatsexamen, Dissertation).

Durch die intensive Arbeit an Texten und Themen soll der Diskurs angeregt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Interessen der Mitglieder auf fachlicher Ebene bietet das Kolloquium die Möglichkeit, Kontakte zwischen den Mitgliedern zu intensivieren und damit einen Fundus an fachspezifischen Themen zu erlangen.

Arbeitsformen

Bei den Treffen werden Themen behandelt, die sich im Laufe des vorangegangenen Semesters eröffnet haben. Daneben wird stets der Gang aus der Universität gesucht, um Realbezüge herzustellen. Neben einem Intensivwochenende am Edersee wurden bereits Exkursionen nach Frankfurt ins Jüdische Museum und ins Bibelhaus veranstaltet sowie die Sonderausstellung „Sintflut & Sündenfall – Die Tierwelt in der Bibel“ in Kassel besucht.


ROM-EXKURSION 25.-29.05.2016

Im Rahmen des Forschungskolloquiums Neues Testament unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Paul-Gerhard Klumbies traten am 25.05.2016 zehn Studierende und die Wissenschaftlichen Mitarbeiter, Frau Hühne und Herr Haase, die Exkursionsreise nach Rom an. Bereits am ersten Abend konnte das Forschungskolloquium Eindrücke der Stadt gewinnen. In Zusammenhang mit einem ausgiebigen abendlichen Spaziergang konnten die Teilnehmenden vom „Gian Nicolo“ den imposanten Blick über Rom genießen. Bereits hier konnten Fragen hinsichtlich der Bedeutung von römischen Gebäuden geklärt werden. Bereits an diesem Abend wurde deutlich: Rom ist eine pulsierende, beeindruckende und vielfältige Stadt.

Am zweiten Reisetag erhielten die Teilnehmenden unter fachkundiger Führung im Besuch des Kolosseums, des Palatins und des Forum Romanums Einblicke in das soziokulturelle Umfeld der ersten Christen in Rom. Nach diesem geschichtlichen Tauchgang konnte der Dekan der Waldenserfakultät die Teilnehmenden am Nachmittag wieder in die Realität zurückholen. In seinem markanten Satz „man kann sehr gut in Rom leben, ohne jemals von der Existenz von protestantischen Christen gehört zu haben“ lässt sich das Leben der heutigen Protestanten in Rom und Italien gut zusammenfassen.

Am darauffolgenden Tag konnten in den Kapitolinischen Museen viele gut erhaltene Schätze der antiken Kunst besichtigt werden. Besonders die Schrifttafeln aus den ersten Jahrhunderten in griechischen Lettern ließen die Herzen der Exegetinnen und Exegeten höher schlagen. Diesem Programmpunkt folgte ein Besuch der Basilika St. Clemente. Eine Kirche, die auf drei Etagen einen Durchgang durch die Jahrhundert bietet: Vom 17. Jahrhundert n. Chr. im Erdgeschoss die Treppen hinab in das 2. Jahrhundert n. Chr. Eine Annäherung an die ersten Christen und insbesondere die Anhänger des Mitraskultes konnten hier erfolgen. Gegen Abend besuchten die Teilnehmenden den etwas außerhalb Roms gelegenen antiken Hafen „Ostia Antica“, der v.a. Einblicke in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der Römer gab - von Bädern bis hin zu Theatern bot dieser ruhige Ort manche Möglichkeiten zur entspannten und kreativen Ausgestaltung. Das gilt übrigens bis heute. So ließen die Forscherinnen und Forscher das antike Theater durch kurze kreative Einlagen zu neuem Leben erblühen. Beschlossen wurde dieser ereignisreiche Tag durch einen authentischen italienischen Abend: Bei Wein und original italienischer Küche durch eine europäische Familie ist der Tag ausgeklungen und die Teilnehmenden konnten für den nächsten Tag viel Kraft tanken. Das war auch nötig, denn am dritten Tag der Romreise stand der Besuch der Vatikanstadt auf dem Programm. Die vielen Vatikanischen Museen und ein Durchgang der Sixtinischen Kapelle sowie der Besuch des Petersdoms mitsamt dem Aufstieg auf dessen Kuppel vollendeten schließlich die Exkursion.