www.religionen-entdecken.de

 

religionen-entdecken.de – wirbt mit Wissen, Spiel und Spaß für Respekt und Toleranz


Unabhängiges Mitmachprojekt erklärt Kindern, Eltern, Pädagogen und Jugendlichen die Weltreligionen / Uni Kassel betreut das Thema evangelisches Christentum, entwickelt Unterrichtsideen und liefert Buchtipps



1. Der Hintergrund

Unsicherheit, Ausgrenzung, verbale und körperliche Gewalt zwischen Angehörigen unterschiedlicher Kulturen und Religionen gehören auch in Deutschland wieder vermehrt zum Alltag. Eine Ursache ist fast immer Unkenntnis über den Glauben, die Werte und Rituale des Anderen.

Religionen-entdecken.de informiert Kinder, Eltern und Pädagogen seit mehr als drei Jahren aus der Außensicht über Weltreligionen. Ziel des unabhängigen Projektes ist es, Kindern verschiedener Religionen Wissen übereinander zu vermitteln, damit Berührungsängste abzubauen, einen respektvollen, unverkrampften Umgang miteinander zu üben und so ein friedliches Miteinander im Internet und in der realen Welt zu etablieren


2. Überblick

Zu den Wissens- und Mitmachangeboten zählen u. a. ein Lexikon, Spiele, Quiz, Buchtipps und ein Feste-Kalender sowie ein eigener Bereich „Sicher surfen“. Die User können zu allem Fragen stellen. Mit den Antworten wächst das Projekt seit Mitte 2013 täglich. Lehrer finden außerdem Ideen für interreligiöse Unterrichtseinheiten, Buch- und Veranstaltungstipps, Hintergrundinfos und mehr. Im Dezember 2016 zählte die Website erstmals mehr als 10.000 Besuche an einem Tag.

Herausgeberinnen und Chefredakteurinnen von religionen-entdecken.de sind die beiden Journalistinnen Jane Baer-Krause und Barbara Wolf-Krause. Zum Team gehören außerdem Experten aller behandelten Religionen aus verschiedenen deutschen Universitäten, das Sekten-Info aus Nordrhein-Westfalen und andere Kompetenzträger. Sie kontrollieren jeden Beitrag.

Eine besondere Rolle nehmen Religionspädagoginnen des Instituts für Evangelische Theologie an der Universität Kassel ein. Unter der Leitung von Professor Dr. Petra Freudenberger-Lötz beraten sie das Projekt nicht nur in allen Fragen zum evangelischen Christentum, sondern sie erarbeiten auch kontinuierlich Unterrichtsideen zum interreligiösen Lernen, das auf der Website zum Download bereit gestellt wird. Lehrerinnen und Lehrer nutzen dieses Angebot sehr ausgiebig, da es zum interreligiösen Lernen bisher kaum Lehrmaterial gibt. Auch die Bildungsserver der Länder sind an den Unterrichtsideen sehr interessiert.
Das Modul ist für das Projekt daher ein sehr wichtiger Baustein, der nach Möglichkeit weiter ausgebaut werden sollte. Damit ist das Fachgebiet Evangelische Religionspädagogik der Universität Kassel ein unverzichtbarer Kooperationspartner des Projektes.


3. Die Bereiche

Der Kinderbereich spricht jedes Alter an
Herz des Kinderbereiches ist ein umfangreiches Lexikon. Dort können sich Kinder einzelne Religionen anhand einer Systematik oder anhand von Themen wie Essen, Beten usw. quer durch alle Glaubensgemeinschaften erschließen. Die Texte sind kurz und leicht verständlich und können auch schon im Grundschulalter erfasst werden. Dennoch erfüllt das Lexikon auch die Ansprüche von älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Dafür sorgen überall weiterführende Links. Sie führen in der Regel intern, aber auch extern immer tiefer ins Thema ein. So kann jeder User selbst entscheiden, wo er seine Recherche beenden möchte.
Wissen über die Weltreligionen finden die User außerdem in Quiz, Spielen, Filmen, Tipps und zum Thema Verhalten im lnternet unter ,,Sicher surfen".

Jugendliche forderten den Bereich Religion + Gesellschaft  ein

Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Projektes steuern die User Weise selbst. Sie schicken offene Fragen an die Redaktion. Die zeitnah mit Hilfe der Experten erstellten Antworten münden in neuen Stichworten, erweitern ein Thema oder führen sogar zur Einrichtung neuer Bereiche. Dazu gehört auch der Bereich Religion + Gesellschaft. Dort sind die Positionen der Religionen Sexualität, Rolle der Frau, interreligiöser Dialog, Umweltschutz, Organspende, Sterbehilfe und ähnlichen Themen dargestellt. Diese Inhalte entstanden als Antwort auf viele entsprechende Anfragen von älteren Kindern und Jugendlichen. Gefördert hat diesen Bereich  die Bundeszentrale für politische Bildung.

Pädagogen nutzen Unterrichtsideen und alle anderen Angebote für das interreligiöse Lernen

Parallel finden Eltern und Pädagogen in einem eigenen Bereich für Erwachsene neben Unterrichtsideen viele Rezensionen über Fachliteratur, Veranstaltungstipps, Hintergrundinformationen zum Thema Theologie und über das Projekt selbst. Außerdem steht ein Pressebereich zur Verfügung und auch Erwachsene haben hier die Möglichkeit, Fragen und Kommentare zu positionieren.


4. Finanzierung und Partner

Das Projekt wurde zu 50 Prozent anschubfinanziert über die Bundesinitiative “Ein-Netz-für-Kinder” vom Bundesfamilienministerium und dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien. Weitere Förderungen gewährten folgende Partner:
Hanns-Lilje-Stiftung in Hannover / Dr. Buhmann-Stiftung in Hannover / Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) / Heinrich-Dammann-Stiftung / Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) / Calwer Verlag / Thienemann-Esslinger Verlag / Suma e.V. / Landtagspräsident Bernd Busemann.
Kooperationspartner sind neben der Universität Kassel das rpi Loccum und das Haus der Religionen in Hannover. Außerdem hat der verstorbene Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt die Website mit seinem Grußwort unterstützt. Darin nennt er die Website einen „Grundstein für ein in Zukunft hoffentlich besseres Verständnis verschiedengläubiger Menschen, für gegenseitigen Respekt und gegenseitige Toleranz im Interesse einer friedlicheren Welt.“


5.    Auszeichnungen

Religionen-entdecken.de wurde ausgezeichnet

2012 mit dem Suma-Award (für das Konzept noch vor dem Onlinestart)
2015 mit dem Erfurter Netcode
2016 mit dem 2. Preis des Kindermedienpreises vom MDR-Rundfunkrat


6.    Akzeptanz

Seit dem Onlinegang steigen die Nutzerzahlen von religionen-entdecken.de kontinuierlich an (gerundet):

 

Besucher

Seitenaufrufe

2013

(ab August)

56.000

780.000

2014

400.000

3.500.000

2015

1.100.000

7.000.000

2016

(bis 12.12.)

1.500.000

8.500.000

Summe

3.056.000

19.780.000