Willkommen im Forschungsgebiet Oberflächenphysik

Im Fachgebiet Oberflächenphysik forschen wir an der Elektronenstruktur in niedrig-dimensionalen Systemen. In jüngster Zeit liegt der Schwerpunkt auf Luttinger-Flüssigkeiten in quasi eindimensionalen Systemen, die insbesondere mit Rastertunnelmikroskopie (STM) und Rastertunnelspektroskopie (STS) untersucht werden. Der Fokus liegt momentan auf Gold-induzierten Nanodrähten auf Ge(100), die nur wenige Angström breit sind und in denen sich eine Luttinger-Flüssigkeit ausbildet. Da das System von der Oberfläche aus zugänglich ist und auf atomarer Skala manipuliert werden kann, ist es von besonderem Interesse.

Krisallstruktur Sr(2)RuO(4)

In den vergangenen Jahren gab es Projekte zur Untersuchung der elektronischen Struktur in Übergangsmetalloxiden. Insbesondere wurden schichtförmige Ruthenate (Bild) untersucht, bei denen das Zusammenspiel von elektronischer Struktur, magnetischer Ordnung und Kristallstruktur zu außergewöhnlichen Phasen, wie bspw. der triplet-Supraleitung mit p-Wellen Symmetrie führt. Weiterhin wurde ein quasi-eindimensionales Molybdänoxid untersucht, bei dem sich eine Luttinger-Flüssigkeit ausbildet und eine charakteristische Zustandsdichte in STS-Spektren beobachtet wird.

Im Fachgebiet wird auch winkelaufgelöste Photoelektronenspektroskopie (ARPES) eingesetzt, um die elektronische Struktur an Oberflächen zu studieren. In der Vergangenheit wurde die Lebensdauer von Oberflächenzuständen auf Edelmetalloberflächen mit hoher Auflösung gemessen und elektronische Zustände in nanostrukturierten Adosorbaten untersucht. Aktuell wird versucht, mit geformten Femtosekunden-Laserpulsen nichtlineare Effekte an Oberflächenzuständen zu beobachten.