Projekte

Laufende Projekte


Jacob u. Wilhelm Grimm, Stadt Kassel
Gedichtabschrift von Jacob Grimm. 340 Grimm Ms. 244

Grimmiana

Die in Hessen archivierten Bestände aus dem Nachlass der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm für die Forschung  leichter zugänglich zu machen, ist das vornehmliche Ziel des Projekts Grimmiana zwischen der Universitätsbibliothek Kassel und dem Hessischen Staatsarchiv Marburg. Die Kooperation der beiden Häuser, die über einen ansehnlichen Grimm-Bestand verfügen, wurde 2012, zum 200. Jubiläum der Kinder- und Hausmärchen, ins Leben gerufen. 

Dabei stellt das Staatsarchiv wertvolle Original-Dokumente, Digitalisate und zugehörige Verzeichnungsdaten bereit. Die Universitätsbibliothek übernimmt ihrerseits die hochwertige Digitalisierung, Datenanreicherung und weltweit kostenfreie Bereitstellung der Dokumente über das Onlinearchiv ORKA der Universität Kassel. Die Digitalisate sind außerdem auch in Arcinsys, der Online-Datenbank des Hessischen Landesarchivs abrufbar.
Die Auswahl und wissenschaftliche Auswertung der Bestände erfolgt über die 2012 eingerichtete Kasseler Stiftungsprofessur Werk und Wirkung der Brüder Grimm, der bundesweit ersten, die sich ausschließlich dem Leben und Werk der Forscherbrüder widmet.

Projektphase 1 Briefe und andere Dokumente der Familie Grimm

  • Bereitstellung von mehr als 6.000 Briefen von und an Jacob und Wilhelm Grimm sowie von rund 500 handschriftlichen Zeugnissen aus deren familiären und beruflichen Umfeld.
  • Projektlaufzeit: 2012 - 2015 [mehr]

Projektphase 2 Bilder, Handexemplare und Rezensionen Grimm

  • Bereitstellung von rund 35 Marburger Handexemplaren der Grimmschen Privatbibliothek, darunter eigene Werke der Brüder Grimm sowie Ausgaben anderer Autoren mit handschriftlichen Eintragungen der Brüder und 20 Sonderdrucke von Aufsätzen.
  • Bereitstellung der Bildersammlung und der zu Werken der Grimms und ihrer Nachkommen erschienenen Rezensionen
  • Projektlaufzeit: Herbst 2015 - Sommer 2017. [mehr]

Aktuelle Literatur:
Christian Reinhardt: Service für den Grimm-Hype
Holger Ehrhardt: Blick ins Allerheiligste
in: Archiv-Nachrichten aus Hessen Nr. 16, 1.2016    

Kontakt

Dr. Brigitte Pfeil
Leitung Abteilung IV: Landesbibliothek, Leitung der Sondersammlungen, Fachreferentin für Handschriften und Buchwesen
Telefon +49 561 804-7344
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben
Dr. Matthias Schulze
Stellv. Bibliotheksleiter, Leitung Abteilung III: Digitale Bibliotheksdienste, komm. Fachreferent für Politikwissenschaft und Publizistik
Telefon +49 561 804-3821
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben

Kasseler Grimmbestände:

Zu den historisch gewachsenen und ebenfalls über ORKA online verfügbaren Grimmbeständen der UB Kassel gehören unter anderem die zwei- und dreibändigen Originalausgaben der Kinder- und Hausmärchen, die in der Ausstellung der GRIMMWELT Kassel zu sehen sind.


Open Access Publikationsfonds

Seit Mitte 2013 verwaltet die UB Kassel einen Publikationsfonds zur Übernahme von Autorengebühren, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Kassel bei der Veröffentlichung von Fachartikeln in Open-Access-Zeitschriften entstehen können. Zusätzlich beantragt die UB seit 2014 im Rahmen des DFG-Förderprogramms Open Access Publizieren  erfolgreich entsprechende Fördergelder. Das Förderprogramm mit einer Dauer von maximal 6 Jahren pro Einrichtung versteht sich als Anschubfinanzierung einer Open-Access-Transformation an den Hochschulen. Der Kostenübernahmeanteil der DFG nimmt dabei von 75 % in den ersten beiden Jahren auf 40 % in den letzten zwei Jahren ab. Danach muss der Fonds komplett aus Eigenmitteln finanziert werden. Ziel ist es, diese Ausgaben nicht dauerhaft als reine Zusatzkosten zu verbuchen, sondern diese bei wachsender Open-Access-Durchdringung des wissenschaftlichen Publikationsmarktes künftig stärker aus Einsparungen bei der Subskription klassischer wissenschaftlicher Zeitschriften finanzieren zu können. [mehr]

Kontakt

Dr. Tobias Pohlmann
Fachreferent für Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Technik allgemein
Telefon +49 561 804-2529
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben

Forschungsdatenmanagement

Angesichts der rasant wachsenden Menge an digitalen Forschungsdaten hat die Universität Kassel das Ziel, eine Infrastruktur aufzubauen, die den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beim effizienten und unkomplizierten Arbeiten mit diesen Daten unterstützt. Derzeit entwickelt deshalb die  Universitätsbibliothek gemeinsam mit dem IT-Servicezentrum und der Universitätsverwaltung ein Gesamtkonzept für den Umgang mit Forschungsdaten an der Universität Kassel. Seine Grundlage ist die zu Beginn des Jahres verabschiedete Forschungsdaten-Leitlinie, sein Kern das Referat Forschungsdaten, das zeitgleich seinen Dienst aufgenommen hat. Seine Hauptaufgabe liegt im Aufbau von Beratungsdienstleistungen und technischer Infrastruktur sowohl auf lokaler als auch auf überregionaler Ebene. Die Aufbauphase wird im Rahmen des Landesprojektes HeFDI durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.

Kontakt

Arvid Deppe
Fachreferent für Theologie, Klassische Philologie, Allgemeines, Informations- und Bibliothekswissenschaft, Referat Forschungsdatenmanagement
Telefon +49 561 804-2470
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben

Abgeschlossene Projekte


PUMA Publikationsmanagement

PUMA ist ein Portal für das Management von akademischen Publikationen. Es bietet die Möglichkeit, die eigenen Veröffentlichungen mit einem Mausklick zentral zu sammeln und sinnvoll zu verwalten. Dies gewährleistet u.a. die kontinuierliche Aktualität der eigenen Publikationsliste im Curriculum Vitae innerhalb von PUMA oder der Literaturliste auf der eigenen Homepage. Projektlaufzeit der beiden DFG-Projekte: 2009 - 2015 [mehr]

Projektseite Academic PUMA


Besucherbuch Fridericianum

Das Museum Fridericianum als ein Ziel von Bildungs- und Forschungsreisen der europäischen Aufklärung,  kommentierte digitalisierte Edition des Besucherbuchs 1769-1796" (2° Ms. Hass. 471)

Über welch bedeutende Quelle zur Aufklärungszeit die Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Kassel verfügt, macht der Abschluss des DFG-Projekts zum Besucherbuch des Museum Fridericianum deutlich. Dieses Verzeichnis von rund 14.000 Personen aus aller Welt belegt über drei Jahrzehnte die Anziehungskraft der Kasseler Sammlungen auf ein internationales und sozial breit gefächertes Publikum. Mit seiner kommentierten, digitalisierten Edition liegt nun erstmals in einem herausragenden Beispiel die vollständige Bearbeitung eines solchen Besucherbuchs aus dem 18. Jahrhundert vor, die über den lokalen Bezug hinaus ergiebiges Forschungsmaterial für die Wissenschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte der europäischen Aufklärung bietet. [mehr]


Fahre, Entwurf eines Lustschlosses

Architektonische Handzeichnungen

Hanschke, Ulrike: Ein dapferer Held und Vermesser - Landgraf Moritz der Gelehrte und der Bestand seiner architektonischen Handzeichnungen in der Universitätsbibliothek Kassel (2° Ms. Hass. 107)

Landgraf Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632) war ein gebildeter Fürst, der mehrere Sprachen beherrschte, komponierte und eine vielseitige Korrespondenz mit Wissenschaftlern führte. Weniger bekannt ist, dass sich auch zahlreiche Zeichnungen von seiner Hand erhalten haben. Sie gehören zu einer Sammlung, die 1786 von der Kriegs- und Domänenkammer in die landgräfliche Bibliothek in Kassel eingeliefert wurden. 

Dieses umfangreiche Konvolut wird in den Sondersammlungen der UB Kassel aufbewahrt. Es umfasst neben Zeichnungen des Landgrafen Moritz auch zahlreiche von der Hand anderer Zeichner sowie einige Schriftstücke. In seiner speziellen, bis heute unverändert erhalten gebliebenen Zusammensetzung und als Dokument der umfangreichen zeichnerischen Tätigkeit eines deutschen Fürsten zu Beginn des 17. Jahrhunderts ist dieser Bestand einzigartig.

Die wissenschaftliche Auswertung der Sammlung sowie die Digitalisierung und Bereitstellung der ca. 400 Zeichnungen im Online-Archiv ORKA der Universität Kassel waren Gegenstand des 2011 abgeschlossenen DFG-Projekts.