Projekte

Laufende Projekte


Seatfinder - Leitsystem für freie Lernplätze

Ein im Oktober 2017 angelaufenes Projekt beschäftigt sich mit der Einführung eines Leitsystems für Lern- und Arbeitsplätze (Seatfinder) an der Universität Kassel. Das Leitsystem wird zunächst für die beiden größten Lernräume der Universität, das LEO und die Campusbibliothek, umgesetzt. Bis voraussichtlich Ende des Sommersemesters 2018 wird das Projekt abgeschlossen sein. Projektpartner sind das IT-Servicezentrum, das Servicecenter Lehre und die Universitätsbibliothek.

Der Seatfinder soll nach dem Muster eines Park-Leitsystems zu freien Arbeitsplätzen am gewünschten Lernort führen. Über einen Wegweiser auf der Webseite wird das aktuell verfügbare Platzangebot angezeigt. Die Informationen werden dafür aus den aktuellen WLAN-Daten abgeleitet, grafisch aufbereitet und in Echtzeit zur Verfügung gestellt.

Zukünftig können Lernende bereits vor ihrem Besuch in der Campusbibliothek oder im LEO prüfen, wie groß ihre Chancen sind, dort einen freien Platz zu finden und wo sich dieser Platz befindet. In einer weiteren Ausbaustufe ist diese Orientierung dann sogar Lernort- bzw. Standort-übergreifend für weitere Standorte und Räumlichkeiten der Universität möglich.

Kontakt

Dr. Matthias Schulze
Stellv. Bibliotheksleiter, Leitung Abteilung III: Digitale Bibliotheksdienste
Telefon +49 561 804-3821
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben

Jacob u. Wilhelm Grimm, Stadt Kassel

Grimmiana

Die nordhessischen Bestände aus dem Nachlass der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm für die Forschung leichter zugänglich zu machen, ist Ziel des Projekts Grimmiana zwischen der UB Kassel und dem Hessischen Staatsarchiv Marburg. Die Kooperation der beiden Häuser, die über einen ansehnlichen Grimm-Bestand verfügen, wurde 2012 ins Leben gerufen. 

Hierfür stellt das Staatsarchiv Original-Dokumente, Digitalisate und zugehörige Verzeichnungsdaten bereit. Die UB Kassel übernimmt ihrerseits die hochwertige Digitalisierung, Erschließung und weltweit kostenfreie Bereitstellung  über das Onlinearchiv ORKA. Die Digitalisate sind außerdem auch über Arcinsys, abrufbar.
Die Auswahl und wissenschaftliche Auswertung der Bestände erfolgt über die 2012 eingerichtete Kasseler Stiftungsprofessur Werk und Wirkung der Brüder Grimm, der bundesweit ersten, die sich ausschließlich deren Leben und Werk widmet.

Grimm-Portal

Mit dem Start des Grimm-Portals im Oktober 2017 steht für die Recherche nach den dezentral archivierten nordhessischen Grimmiana eine zentrale Online-Plattform mit einer eigens entwickelten thematisch strukturierten Umgebung zur Verfügung. Das Portal umfasst derzeit mehr als 54.000 digitalisierte Seiten.

Projektphasen

Projektphase 1 Briefe und andere Dokumente der Familie Grimm

  • Bereitstellung von mehr als 6.000 Briefen von und an Jacob und Wilhelm Grimm sowie von rund 500 handschriftlichen Zeugnissen aus deren familiären und beruflichen Umfeld.
  • Projektlaufzeit: 2012 - 2015 [mehr]

Projektphase 2 Bilder, Handexemplare und Rezensionen Grimm

  • Bereitstellung von rund 35 Marburger Handexemplaren der Grimmschen Privatbibliothek, darunter eigene Werke der Brüder Grimm sowie Ausgaben anderer Autoren mit handschriftlichen Eintragungen der Brüder und 20 Sonderdrucke von Aufsätzen.
  • Bereitstellung der Bildersammlung und der zu Werken der Grimms und ihrer Nachkommen erschienenen Rezensionen
  • Projektlaufzeit: Herbst 2015 - Sommer 2017. [mehr]

Kontakt

Dr. Brigitte Pfeil
Leitung Abteilung IV: Landesbibliothek, Leitung der Sondersammlungen, Fachreferentin für Handschriften und Buchwesen
Telefon +49 561 804-7344
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben
Dr. Matthias Schulze
Stellv. Bibliotheksleiter, Leitung Abteilung III: Digitale Bibliotheksdienste
Telefon +49 561 804-3821
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben

Kasseler Grimmbestände:

Zu den historisch gewachsenen und ebenfalls über ORKA online verfügbaren Grimmbeständen der UB Kassel gehören unter anderem die zwei- und dreibändigen Originalausgaben der Kinder- und Hausmärchen, die in der Ausstellung der GRIMMWELT Kassel zu sehen sind.


Open Access Publikationsfonds

Seit Mitte 2013 verwaltet die UB Kassel einen Publikationsfonds zur Übernahme von Autorengebühren, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Kassel bei der Veröffentlichung von Fachartikeln in Open-Access-Zeitschriften entstehen können. Zusätzlich beantragt die UB seit 2014 im Rahmen des DFG-Förderprogramms Open Access Publizieren  erfolgreich entsprechende Fördergelder. Das Förderprogramm mit einer Dauer von maximal 6 Jahren pro Einrichtung versteht sich als Anschubfinanzierung einer Open-Access-Transformation an den Hochschulen. Der Kostenübernahmeanteil der DFG nimmt dabei von 75 % in den ersten beiden Jahren auf 40 % in den letzten zwei Jahren ab. Danach muss der Fonds komplett aus Eigenmitteln finanziert werden. Ziel ist es, diese Ausgaben nicht dauerhaft als reine Zusatzkosten zu verbuchen, sondern diese bei wachsender Open-Access-Durchdringung des wissenschaftlichen Publikationsmarktes künftig stärker aus Einsparungen bei der Subskription klassischer wissenschaftlicher Zeitschriften finanzieren zu können. [mehr]

Kontakt

Dr. Tobias Pohlmann
Fachreferent für Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Technik allgemein
Telefon +49 561 804-2529
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben

Forschungsdatenmanagement

Angesichts der rasant wachsenden Menge an digitalen Forschungsdaten hat die Universität Kassel das Ziel, eine Infrastruktur aufzubauen, die den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beim effizienten und unkomplizierten Arbeiten mit diesen Daten unterstützt. Derzeit entwickelt deshalb die  Universitätsbibliothek gemeinsam mit dem IT-Servicezentrum und der Universitätsverwaltung ein Gesamtkonzept für den Umgang mit Forschungsdaten an der Universität Kassel. Seine Grundlage ist die zu Beginn des Jahres verabschiedete Forschungsdaten-Leitlinie, sein Kern das Referat Forschungsdaten, das zeitgleich seinen Dienst aufgenommen hat. Seine Hauptaufgabe liegt im Aufbau von Beratungsdienstleistungen und technischer Infrastruktur sowohl auf lokaler als auch auf überregionaler Ebene. Die Aufbauphase wird im Rahmen des Landesprojektes HeFDI durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.

Kontakt

Arvid Deppe
Vertretung Abteilung III: Digitale Bibliotheksdienste, Fachreferent für Theologie, Klassische Philologie, Allgemeines, Informations- und Bibliothekswissenschaft, Referat Forschungsdatenmanagement
Telefon +49 561 804-2470
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben

Abgeschlossene Projekte


PUMA Publikationsmanagement

PUMA ist ein Portal für das Management von akademischen Publikationen. Es bietet die Möglichkeit, die eigenen Veröffentlichungen mit einem Mausklick zentral zu sammeln und sinnvoll zu verwalten. Dies gewährleistet u.a. die kontinuierliche Aktualität der eigenen Publikationsliste im Curriculum Vitae innerhalb von PUMA oder der Literaturliste auf der eigenen Homepage. Projektlaufzeit der beiden DFG-Projekte: 2009 - 2015 [mehr]

Projektseite Academic PUMA


Besucherbuch Fridericianum

Das Museum Fridericianum als ein Ziel von Bildungs- und Forschungsreisen der europäischen Aufklärung,  kommentierte digitalisierte Edition des Besucherbuchs 1769-1796" (2° Ms. Hass. 471)

Über welch bedeutende Quelle zur Aufklärungszeit die Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Kassel verfügt, macht der Abschluss des DFG-Projekts zum Besucherbuch des Museum Fridericianum deutlich. Dieses Verzeichnis von rund 14.000 Personen aus aller Welt belegt über drei Jahrzehnte die Anziehungskraft der Kasseler Sammlungen auf ein internationales und sozial breit gefächertes Publikum. Mit seiner kommentierten, digitalisierten Edition liegt nun erstmals in einem herausragenden Beispiel die vollständige Bearbeitung eines solchen Besucherbuchs aus dem 18. Jahrhundert vor, die über den lokalen Bezug hinaus ergiebiges Forschungsmaterial für die Wissenschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte der europäischen Aufklärung bietet. [mehr]


Fahre, Entwurf eines Lustschlosses

Architektonische Handzeichnungen

Hanschke, Ulrike: Ein dapferer Held und Vermesser - Landgraf Moritz der Gelehrte und der Bestand seiner architektonischen Handzeichnungen in der Universitätsbibliothek Kassel (2° Ms. Hass. 107)

Landgraf Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632) war ein gebildeter Fürst, der mehrere Sprachen beherrschte, komponierte und eine vielseitige Korrespondenz mit Wissenschaftlern führte. Weniger bekannt ist, dass sich auch zahlreiche Zeichnungen von seiner Hand erhalten haben. Sie gehören zu einer Sammlung, die 1786 von der Kriegs- und Domänenkammer in die landgräfliche Bibliothek in Kassel eingeliefert wurden. 

Dieses umfangreiche Konvolut wird in den Sondersammlungen der UB Kassel aufbewahrt. Es umfasst neben Zeichnungen des Landgrafen Moritz auch zahlreiche von der Hand anderer Zeichner sowie einige Schriftstücke. In seiner speziellen, bis heute unverändert erhalten gebliebenen Zusammensetzung und als Dokument der umfangreichen zeichnerischen Tätigkeit eines deutschen Fürsten zu Beginn des 17. Jahrhunderts ist dieser Bestand einzigartig.

Die wissenschaftliche Auswertung der Sammlung sowie die Digitalisierung und Bereitstellung der ca. 400 Zeichnungen im Online-Archiv ORKA der Universität Kassel waren Gegenstand des 2011 abgeschlossenen DFG-Projekts.