„Verschwörungstheorien – und wie sie sprachlich glaubhaft gemacht werden“ | Workshoptag mit Schüler:innen und Lehrkräften aus Stadt und Landkreis Kassel
Am Vormittag führte das Fachgebiet von Prof. Dr. David Römer und das DFG-Projekt „Sprache in Verschwörungstheorien“ an der Universität Kassel einen Workshop mit ca. 40 Schüler:innen zum Thema „Verschwörungstheorien – und wie sie sprachlich glaubhaft gemacht werden“ durch. Dabei wurde zunächst gemeinsam Grundlegendes zum Phänomenbereich besprochen, bevor in vier kleineren Gruppen verschiedene Verschwörungstheorien mit unterschiedlichen linguistischen Methoden unter die Lupe genommen wurden: Neben verschwörungstheoriespezifischem Metapherngebrauch (VT zum Klimawandel) und der Erprobung quantitativer Analysetools (VT zu Gender und Diversität) beschäftigten die Schüler:innen sich mit den medialen Erscheinungsbedingungen von Verschwörungstheorien in digitalen (Gegen-)Öffentlichkeiten (VT zu Corona) sowie mit verschwörungstheoretischen und antisemitischen Haltungen in Kunst und Kultur (Fallbeispiel Xavier Naidoo).
Am Nachmittag bildeten am Goethe-Gymnasium Kassel ein Vortrag zum Thema „Extremismus, Sprache und Verschwörungstheorien“ und ein weiterer Workshop Fortbildungsangebote für Schulleitungsmitglieder, Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte. Dabei standen unter dem Titel „Sprachgebrauch und Sprachreflexion am Beispiel von Verschwörungstheorien“ neben den Forschungsanliegen des Projekts auch die Reflexion des Schulworkshops und mögliche Didaktisierungsperspektiven im Zentrum.
Weitere Beteiligte des Aktionstages sind u.a. das Landesamt für Verfassungsschutz und der Kasseler Kopiloten Verein.
Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.