At­trak­ti­ve Pfle­ge­be­ru­fe durch Ta­rif­au­to­no­mie

At­trak­ti­ve Pfle­ge­be­ru­fe durch Ta­rif­au­to­no­mie

Die Studie „Attraktive Pflegeberufe durch Tarifautonomie“ befasst sich mit Bedingungen und Potentialen dynamischer Arbeitsbeziehungen in Zeit des Fachkräftemangels. Untersucht wird, inwieweit Altenpflegekräfte die in den letzten fünf Jahren strukturell verbesserten Rahmenbedingungen nutzen können, um sich eigenständig zu organisieren und eine authentische Form der Selbstartikulation zu betreiben.

Die 2014-16 durchgeführte HBS-Studie „Kollektives Beschäftigtenhandeln in der Altenpflege“ ermöglichte eine umfassende empirische Analyse von Beschäftigteninteressen in der Altenpflege. Gefragt wurde nach Einstellungen zu kollektivem Handeln auf der (über- ) betrieblichen Ebene. Ein zentrales Ergebnis war, dass die Mehrzahl der Pflegekräfte die primäre Verantwortung für die Verbesserungen in der Pflege beim Staat sieht.

Seitdem ist die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für die Altenpflege gewachsen. Zur Disposition steht aber, ob die Bedingungen für die Pflegekräfte, sich selbst zu organisieren und eine authentische Form der Selbstartikulation zu betreiben, verbessert worden sind. Fünf Jahre nach der letzten Erhebung zielt die neue Studie darauf, mit einem partiell veränderten Untersuchungsfokus (Dis-)Kontinuitäten in Einstellungen und Handlungen sowie Aktivierungspotentialen von Pflegekräften aufzuzeigen und die differenzierte Interessenlage auf Arbeitgeberseite zu untersuchen.

Laufzeit:
01.08.2021 - 31.01.2023

Kooperation:
Hans Böckler Stiftung

Projektleitung:
Prof. Dr. Wolfgang Schroeder

Mitarbeiterin:
Saara Inkinen