DFG -Netz­werk

„Der digitale Bürger und seine Identität“

Das Handeln des „digitalen Bürgers“ in den virtuellen Räumen des Internets bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Erkennbarkeit und Verborgenheit, zwischen Identifizierung und Wissen über andere einerseits und Anonymität und Datenschutz andererseits. Dieses Spannungsfeld wird strukturell und anwendungsübergreifend in einer Folge von Arbeitstreffen des Netzwerks behandelt, deren Ergebnisse in eine abschließende Publikation münden.

Der Bürger wird zum Adressaten gezielter Identifizierung in staatlichen und privaten Prozessen, die zu seiner Person gehörenden Daten zum potentiellen Objekt von Begehrlichkeiten. Zugleich aber ist er aber auch Träger neuer Informations- und Auskunftsrechte gegenüber verschiedenen Institutionen, Akteur einer neuen Öffentlichkeit im „Web 2.0“ und wird zum potentiellen Inhaber einer in nutzerzentrierten Systemen gemanagten Identität. Durch die rechtliche, technische, sozial- und medienwissenschaftliche Analyse entsteht im Ergebnis ein umfassendes Bild des digitalen Bürgers, dessen Identität sich mit seinen Beziehungen zum Staat, zu globalen Wirtschaftsunternehmen und zu anderen Bürgern wandelt.

Die Themen der fünf ersten Arbeitstreffen sind das Verhältnis von Staat und Bürgern in hoheitlichen Identifizierungsinfrastrukturen, der Komplex Technologietrends und Akteure, rechtliche und technische Datenschutzfragen, die Perspektive persönlicher und institutioneller Nutzer auf Identifizierungsinfrastrukturen sowie deren internationale und grenzüberschreitende Aspekte. Das letzte Treffen dient der Vorbereitung einer geplanten Publikation.

Kon­takt

Dr. Gerrit Hornung, LL.M. (Koordinator)
Telefon: 0561 - 804 60 95
Telefax: (0561) 804 - 60 81
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